...und das tut ihr nicht gut. Nachdem ihre bisherigen Werke alle in Holland produziert wurden und mit holländischen Musikern aus ihrer Band eingespielt wurden, versucht sie es nun mit Glen Ballard als Produzenten und Co-Songwriter (u.a. Celine Dion, Anastacia) und amerikanischen Musikern.
Ich finde das Ergebnis eher enttäuschend. Der Sound ist typisch amerikanisch glattgebügelt. Außerdem schlägt Anouk stilistisch zum Teil eine Richtung an, mit der ich nichts anfangen kann, und zwar in Richtung Disco/Funk (inklusive Kopfstimme).
Die CD fängt eigentlich super an. Zwei schnelle und von Stil her ungewöhnliche Stücke (If I Go, Might As Well) und die etwas überproduzierte Ballade "Let It Rain". Aber dann wirds schlimm. "Modern World" ist textlich sehr gut, allerdings gar nicht mein Geschmack, "Good God" ist Disco pur, für mich unhörbar. Erst gegen Ende wird es wieder annehmbar. Die halbschnellen Songs "Ball And Chain", "Daze" und die schöne abschließende Ballade versöhnen etwas.
Anouk singt zT ungewohnt, versucht sich in höheren Tonlagen und zT sogar in Kopfstimme. Das passt bei den ersten beiden Songs noch einigermaßen, geht aber bei einigen Songs auch gehörig in die Hose. Alles in allem eine nicht ganz runde Sache mit qualitativen Schwankungen.