Jazz thing (02/99)
Nach dem Album "Under Water" besticht auch dieses Werk um den Sänger Michael Schiefel wieder durch enormen Einfallsreichtum. Zwischen Fusion und Modern Mainstream erinnern viele der dicht arrangierten Kompositionen an den Fake-Jazz, den einst Bands wie die Lounge Lizards so überaus brillant exerzierten. Zugegeben, die eigenwillige Stimme von Schiefel ist schon gewöhnungsbedürftig. Denn manchmal - besonders wenn mit Kopfstimme gesungen wird - gewinnt man den Eindruck, hier würde die totgeglaubte Tradition des Kastraten-Gesanges wiederbelebt. Hat man sich daran gewöhnt, wird man mit packender, eigenkomponierter Musik und gekonnten Soli - besonders gut: Holzbläser Tilmann Dehnhard - fürstlich entlohnt.
© Jazz thing - Stephan Mertens
Alternate Music Press
In an era where retro is vogue, and conservatism is prevalent in most recent jazz releases, it is refreshing to find a group as inventive and daring as Jazz Indeed. Their debut on the Traumton label shakes the very foundation of jazz and explodes in a kaleidoscope of musical vision."