manchmal sogar aggressiv spielenden Streicher wie in einer Achterbahn von „Isoldes Liebestod" über „mediterrane Stückerln" nach Irland und wieder zurück ... Auch nach Ihrem herausragenden Erstling „Triology plays Ennio Morricone" hat dieses Trio nichts von seiner ursprünglichen Faszination verloren: diese Streicher sind definitiv keine Eintagsfliege.
Es ist faszinierend, welche drastisch unterschiedlichen Klang- und Traumbilder dieses klassisch ausgebildete Trio auf Streichinstrumenten zaubert. Um dann nicht zu sehr abzuheben und in Klangwelten zu entfliehen, empfiehlt sich ein Blick ins Booklet: sollte der geneigte Zuhörer nicht schon vorher verstanden haben, wird spätestens bei der Einleitung („Who killed the viola player: A mystical figure altogether, the viola player is said to have been a direct descendant of Gengis Khan.") klar, dass das Trio jede Menge Spaß bei der Sache hatte ...
Oder anders, anstelle eines Fazits: schlichtweg eine intelligente willkommene Abwechslung jenseits miefiger Klassik und vergreistem „Fünf Uhr Tee" - Gefiedel.