Aus der Amazon.de-Redaktion
Einen Trip (-Hop) erster Klasse liefern Morcheeba mit ihrem skeptisch betitelten Debütalbum ab. Die Antwort geben sie gleich selbst -- musikalisch: Sie vertrauen nicht dem Hype, sondern ihrem eigenen Instinkt, und wenn dabei chartverdächtiges Clubmaterial wie "Moog Island", "Trigger Hippie" oder eben der (fast) instrumentale Titeltrack herauskommt, ist doch eigentlich alles klar. Slow, cool and very groovy... --Christian Arndt
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Das Debüt des Londoner Trios schwebt mit melodisch strukturierten Songs ein. Jeder Anflug von Nervosität erlischt - ein entspannt fließender Trip zwischen leichten, südländisch anmutenden Rhythmen und dunkleren, psychedelischen Unterwelten. Grooves schleifen noch knapper über dem Boden als bei Tricky oder Portishead. Denn die Brüder Godfrey lassen lässigen Beats, dezent verzerrten Gitarren und Computer-Sounds noch mehr Entfaltungsspielraum. Die fiebrig gehauchten Laute der Sängerin Skye Edwards potenzieren die Magie!
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Stereoplay
TripHop? Psychedelic Dub? Progressive Ambient? Keine dieser eh schon abstrakt gehaltenen Stilbezeichnungen mag so recht passen auf die Musik von Morcheeba, der Oberbegriff dafür muß wohl erst noch erfunden werden. Und so sehr sich derartige Schubladen auch als grobe Orientierungshilfe eignen, so taugen sie verbindlich nur für Menschen, die sich buchhalterisch mit Musik beschäftigen. Für alle anderen gilt: weg mit dem Stil-Scheuklappen und Vorbehalten und ran an dieses faszinierende Stück neuer elektronischer Dance Music zwischen gestern und morgen. Übertrieben? Keineswegs: Das Londoner Trio Morcheeba beruft sich einerseits auf die Wurzeln der elektronischen Popmusik. "Moog Island" heißt denn auch der programmatische Auftakt, und der legendäre Synthie-Oldie gibt auch im weiteren Verlauf den Ton an. Und immer wieder irrlichtert eine verzerrte E-Gitarre umher, die ganz eindeutig dem Prograssive Rock der 70er Jahre entstammt. Andererseits haben die zwölf Songs von "Who Can You Trust?" ihre Wurzeln im aktuellen Dance-Sound, setzen mit schleppenden, gedubten Grooves und mystischen Stimmungen fort, was Soundtüftler wie Portishead oder Tricky auf den Weg gebracht haben. Dazu gibt es coole Hörner, Saxophone und Trompeten, Streicher und den Gesang von Skye Edwards, der mit dem Prädikat verführerisch nur recht unzureichend beschrieben ist: Wäre man eine Lautsprechermembran, es ließe sich kaum ein schönerer Grund zum Erbeben denken als ihre samtweiche, knisternd-erotische Stimme. Abgerundet wird das Klangerlebnis mit fetten Bässen und geheimnisvoll umherirrenden Soundsplittern. Als Appetizer empfiehlt sich die famose Single "Trigger Hippie", weitere Highlights sind der Elektroblues "Never An Easy Way" und das verhangene "Small Town". Und in "Howling" - Achtung, Schublade - klingen Morcheeba wie die deutschen Elektro-Pioniere Can auf dem Dub-Trip. ** Klang.: 08-09
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