Der Opener "Pure and Easy" klang für mich beim ersten Hören, wie der beste Rocksong aller Zeiten. Der Rockkritiker Greil Marcus stellte wegen dieses Stücks ("Townshend suchte nach einer gewissen Fröhlichkeit und einer gewissen Härte. Auf Pure and Easy fand er beides und deklassierte damit jedes Album, das die Who in den 70ern machten."), die dort versammelten Aufnahmen über Who's next! Das toughe "Lets see Action" und der CD-Bonus "The Seeker" zeigen, wie schwer die Who als Gruppe sich taten, die Qualität der Demos aus Petes Heimstudio zu erreichen. Im Gegensatz zu Scoop und Another Scoop bzw. Scoop 3 handelt es sich aber um ein konzipiertes Werk - mit spirituellem Hintergrund: Das Album bezieht sich auf seinen Guru, den "mitfühlenden Vater" Meher Baba (Foto auf dem Cover), der 44 Jahre schwieg, um dann auf dem Totenbett "Don't worry, be happy" als letzte Worte zu hinterlassen (was wiederum Bobby McFerrin zu seinem gleichnamigen Hit inspirierte). Das kommt aber nicht als aufdringlicher Bekehrungsversuch im Sinne des wiedergeborenen Dylan daher, sondern als liebenswerte Huldigung: So findet sich ebenso Babas Lieblingslied, die Ballade "There is a heartache following me", wie dessen spirituelle Hymmne "Pavadigar". Diese lässt den Frieden spüren, den Townshend (zumindest vorübergehend) gefunden hatte. Ronnie Lanes "Evolution" ist eine lustiges Lehrstück zum Thema Reinkarnation. Also kaufen und sich daran erfreuen!