Whitebook. Ein weißes und ein weises Buch.
Ein Autor, der es versteht, Gefühle hinzuzufügen und auch zu amputieren. Und das macht er mit seinen Waffen und Werkzeugen, die er sich aus Lyrik und Prosa zusammengebastelt hat, damit zieht Micha-El Goehre in den Krieg, gleichsam gegen Vernunft und Unvernunft rebellierend.
Whitebook. Es wirkt zerrissen und trotzdem kompakt. Aufgeteilt in 10 Kapitel, die von Schwermut, Geilheit und dem alltäglichen Kampf eines Inhabers einer alternativen Gedankenwelt erzählen.
Eine Melange aus Wut und Hoffnung. Ein Zwischenspiel aus allen möglichen Gefühlen, duldsam dargebracht, teils poetisch, teils einfach nur als "in-your-face"-Poesie.
Sehr gut gefallen mir natürlich auch die Angriffe auf lokale Naziszenen (Club 88), die in verständlicher Sprache die dümmste aller Dummheiten darlegen.
Gehört gelesen, mehrmals, überall. An Unis, in Betten und vor allem überall.