Diese Scheibe kann zwar vom Wiedererkennungswert der Stimme von Michael Voss (Casanova, Silver) profitieren, das macht sie nur leider auch nicht besser. Immerhin kann man sich "White Sands" im Gegensatz zur vorausgegangenen EP "In White" noch anhören. Die neue CD ist rockiger und härter, wenn man das so sagen kann und man hat auf sämtliche Keyboards verzichtet. Neben christlichen Texten werden zum aktuellen Weltgeschehen mit Songs wie "Little Princess" und "War" nun Themen wie Kindesmisshandlung und Krieg aufgegriffen. Allerdings reißt mich der Stoff jetzt weder textlich, noch musikalisch vom Hocker. Obwohl ich normalerweise mit AOR und Melodic Rock etwas anfangen kann, kommt bei mir keine richtige Stimmung auf. Stattdessen frage ich mich wieso man knapp ein halbes Jahr nach der EP und ein gutes Jahr nach dem letzten Longplayer nun schon wieder ein neues Studioalbum veröffentlichen muss und damit nicht mal auf 40 Minuten Laufzeit kommt? Außerdem schleppen sich die Songs dahin, so dass ich es auch gar nicht so schlimm finden, dass auf meiner Version der Bonus Track fehlt. Bleibt mir nur wehmütig an Casanova zurückzudenken, da wurde noch ordentlich gerockt und entsprechend ausgesehen. Schade, dass mir jetzt wahrscheinlich nicht mal das Elend erspart bleibt mir das noch mal live anzuschauen, denn Mad Max sind mit Axel Rudi Pell auf Tour. Ich denke nicht, dass man hiermit mehr als Jaded Heart und Voss-Fans bedienen kann. Wer mir nicht glaubt, kann sich gerne selbst überzeugen.