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Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch hochwertige Umsetzung.
Bild: Das Bild sieht blendend aus. Die Farben sind absolut adäquat, halten sich in eher matten Tönen, bleiben aber immer realistisch. Der Kontrast arbeitet gut, obwohl der Film bewusst so angelegt ist, dass viele Szenen in pechschwarzer Dunkelheit stattfinden sollen. Die Schärfewerte sind hervorragend, sowohl bei Nahaufnahmen (00:18:02) als auch bei Totalen (00:19:47). Mitunter fallen leichte Mattscheibeneffekte auf (01:07:29).
Ton: Der Ton steht dem Bild in fast nichts nach. Die Dialoge sind klar, sauber, warm und zu jeder Zeit gut ortbar. Die Atmosphäre wird perfekt erzeugt und die Surrounds werden immer wieder angespielt, was bei den Stimmen oder dem Hintergrundrauschen immer wieder für gute Wirkung sorgt. Effekte sind auch gut gesetzt, was vor allem bei den Schocksequenzen sehr schön funktioniert. Die Dynamik ist hoch.
Extras: Der Audiokommentar von Regisseur Geoffrey Sax und Darsteller Michael Keaton ist nett und das einzige echte Hintergrundmaterial zum Film selbst. Die entfallenen Szenen gehen knappe zehn Minuten. Sie enthalten ein paar nette kleine Tidbits, sind aber nicht weiter von Belang. Die Featurettes beschäftigen sich mit dem EVP und den Hintergründen hierzu. Interessant zur weiteren Vertiefung des Themas, allerdings hätte man sich ein Making of auch gerne gewünscht. --movieman.de
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Der Film:
Zur Zeit erleben Gruselfilme in den Kinos und auf DVD eine wahre Renaissance, was einen Liebhaber der Schauereffekte wie mich natürlich freut, andererseits bringt diese Schwemme auch unendlich viel Schund zu Tage. Für mich ist ein Gruselfilm gelungen, wenn einem wegen der Stimmung und der verstörenden Wirkung die Haare zu Berge stehen, wozu eigentlich nie Special-Effects, Action, Monster oder Splatter notwendig sind (wenn diese Punkte dabei sind störe ich mich aber auch nicht daran - sie sind nicht notwendig). Empfehlenswert finde ich zum Beispiel "The Others" oder "The Grudge", welche mir auf verschiedene Weisen genau das schaurig-schöne Empfinden geben, das ein solcher Film haben sollte.
Zu Beginn dieses Films fürchtete ich, dass das ganze in eine Art dramatische Liebesgeschichte mit ein bisschen Mystery-Element ausartet, aber nach etwa der Hälfte war ich begeistert: Die Spannung wird schrittweise aufgebaut, während der Protagonist, gespielt von Michael Keaton, in einer emotionalen Sucht um des übernatürlichen Kontaktes mit seiner verstorbenen Frau willens eine albtaumhafte Reise unternimmt. Dass er dabei blind und fanatisch immer weiter vordringt, während der Zuschauer längst das beklemmende und verstörende Gefühl aufgenommen und die "Falschheit" und Gefahr durch den Kontakt zu den Toten erkannt hat, verstärkt den Horror des Szenarios. Damit ist dieser Film eine Ausnahme darin, dem Protagonisten eine Motivation zu geben, immer weiter in das Furchtbare vorzudringen ohne ob der furchterregenden Reaktion aus dem Jenseits aufzugeben: Zumeist stolpern Durchschnittsmenschen durch so einen Film und machen auch wirklich jede Tür auf, hinter der garantiert das Schreckliche lauert. Schließlich braucht man zumeist effektvolle Todesszenen unwichtiger, eindimensionale Charaktere.
Dieser Film stößt nicht auf dieses Problem. Eine reibungslose und nachvollziehbare Handlung treibt das Geschehen nach vorne, stört die Spannung nicht durch logische Löcher, nicht nachvollziehbares Verhalten von platt wirkenden Schauspielern.
Leider versagt der Film gegen Ende gänzlich. Zum einen ist das Problem bekannt, dass die meisten Gruselgeschichten so lange gruselig sind, so lange auch die Ereignisse etwas unheimliches, verstörendes, nicht erklärliches an sich haben. Endet ein Film ohne jede Erklärung ist das natürlich für viele Zuschauer unbefriedigend, endet er mit einer direkten Konfrontation mit dem Bösen, wird das ganze demystifiziert und die Spannung verpufft wie ein Rauchwölkchen. "White Noise" versucht irgendwie beides - und schafft gar nichts. Grob kann man sich nach dem Ende einen Sinn zusammenklopfen, in den vieles jedoch nicht passt, aber es ist weder eine Offenbarung noch ein besonders gewitzter Schachzug. Dass schlicht und ergreifend Verwirrung und ein müdes "Aha" jegliche Form von Grusel beiseite schiebt, führt nicht gerade zum positiven Eindruck des Films bei - schließlich ist es vor allem das Ende, das in der Stimmung nach einem Film hängen bleibt.
Angenehme Schauspieler, ein sich vielversprechend aufbauender Plot, begleitet von einer schön-gruseligen Stimmung mit ein paar eingestreuten, kurzen Schock-Szenen - und einem grässlich-ideenlosen Ende. Schade.
Das Bild:
Die DVD ist eine solide Produktion, das Bild ist frei von Fehlern, klar erkennbaren Störungen oder Problemen und hinterlässt einen guten Eindruck.
Der Ton:
Klasse! Besonders in Gruselfilmen eignen sich die Surround-Lautsprecher, um eine grauenhaften, unentrinnbare Stimmung um den Zuschauer herum aufzubauen. Immer in den genau richtigen Momenten setzen die Effekte sachte ein und bauen sich zu einer unangenehm-bedrohlichen Geräuschkulisse auf. Der Effekt dieses Films ist sicherlich stärker, wenn man eine halbwegs anständige Anlage sein eigen nennen darf.
Die Extras:
Habe ich mir noch nicht zu Gemüte geführt und kann ich deshalb nicht bewerten.
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