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White Jazz
 
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White Jazz [Taschenbuch]

James Ellroy
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 2 (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548243290
  • ISBN-13: 978-3548243290
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 583.038 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Los Angeles 1958, Korruption, Gewalt, Drogen und Prostitution gehören immer mehr zur Tagesordnung. Dave Klein, Lieutenant des LAPD und gelegentlich Killer und Hilfskraft des Mobs, gerät übel zwischen die Fronten, als das FBI im mafiösen Milieu der Berufsboxer ermittelt, und er ausgerechnet von Howard Hughes den Auftrag erhält, der Schauspielerin und ehemaligen Prostituierten Glenda Bledsoe den Garaus zu machen.

Über den Autor

James Ellroy, geboren 1948 in Los Angeles, wurde mit dem Roman "Die schwarze Dahlie" international bekannt. Ellroy hat über ein Dutzend Kriminalromane veröffentlicht und genießt weltweit Kultstatus. Als Ullstein Taschenbücher sind unter anderem erschienen: "Crime Wave", "Die schwarze Dahlie", "White Heat" und "L.A. Confidential".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Düsterer Ellroy-Thriller 13. Januar 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
„White Jazz" ist der letzte Band des aus vier Büchern bestehenden Epos über das Los Angeles Ende der 40er/Anfang der 50er Jahre. Während der Roman „Die schwarze Dahlie" gegen Mitte bis Ende der 40er-Jahre und die Krimis „Blutschatten" sowie L.A. Confidential - Stadt der Teufel" zu Anfang der 50er-Jahre spielen, führt uns der Roman „White Jazz" in das Los Angeles des Jahres 1958.

Der Roman ist ein „echter" Ellroy. Wer liebenswerte Akteure, strahlende Helden und gradlinige Handlungen erwartet, wird hier enttäuscht. Treue, Ehrlichkeit oder Idealismus sucht man vergeblich. Statt dessen taucht man ab in die „Stadt der Engel", die sich als düsterer Sumpf aus Irrsinn, Korruption, Sex, Drogen und Gewalt entpuppt. Dementsprechend ist der Held und Erzähler der Handlung, Lieutenant Dave Klein, deutschstämmiger Polizeibeamter des Los Angeles Police Department (LAPD), nicht gerade ein Sympathieträger. Neben seinem Job als Polizeibeamter betätigt sich Klein als Miethai und Auftragskiller und trägt daher nicht zu Unrecht den Spitznamen „Der Vollstrecker".

Nachdem Klein gerade einem Zeugen des FBI, den er eigentlich schützen sollte, in Ausübung seiner Nebentätigkeit einen luftigen Abgang verschafft hat, erhält er dienstlich den Auftrag, einen scheinbar nebensächlichen Einbruchdiebstahl bei einem vom LAPD geduldeten Drogendealer zu untersuchen. Gleichzeitig tritt der mächtige Filmproduzent Hughes an ihn heran, um seinen „Filmstar" Glenda Bledsoe zu überwachen und belastendes Material gegen sie zu sammeln. Der dienstliche Auftrag bringt Klein auf die Spur eines wahnsinnigen Killers; der private Auftrag bringt ihn in die Arme der gutaussehenden Blondine Glenda, in die sich Klein unsterblich verliebt. Beide Aufträge bringen Klein in immer größere Schwierigkeiten, in ein kaum durchschaubares Dickicht von Gewalt, Verbrechen, Machenschaften korrupter Polizisten und gnadenlosen Verteilungskämpfen um Geld, Einfluss und politische Macht. Jeder betrügt jeden; jeder trickst herum, um skrupellos seine Ziele zu erreichen. Jeder trägt irgendein dunkles Geheimnis mit sich herum und irgendwie ist alles miteinander verknüpft.
Nicht nur Lieutenant Klein fällt es schwer, in diesem Chaos den Durchblick zu behalten. Auch der Leser hat es schwer, Namen und Daten auseinander zu halten und nicht den Überblick über die sich ständig erhöhende Zahl von Mordopfern zu verlieren. Schließlich wird die Suche nach dem wahnsinnigen Mörder beinahe zur Nebensache. Im Vordergrund steht mehr und mehr Lieutenant Klein, der durch den Strudel der Ereignisse immer weiter in den Abgrund gerissen wird und der durch Cleverness, gewagtes Taktieren und Brutalität versucht, sich und seine geliebte Glenda über Wasser zu halten. Gejagt vom Sheriff, der Mafia und seinem Auftraggeber Hughes, unter Druck gesetzt von FBI und LAPD, versucht Klein Licht in das Dunkel aus Korruption, Verbrechen und Machtgier zu bringen.
Dabei begegnen dem Leser Personen, die er schon teilweise aus den anderen Romanen der „Los Angeles-Reihe" kennt, wie Ed Exley, der gerissene Kripochef, Mickey Cohen, der Verbrecherkönig mit Verbindungen zur Mafia, und Dudley Smith, der dubiose und mächtige Leiter der Anti-Mafia-Abteilung des LAPD.

Ellroys Roman „White Jazz" ist meiner Ansicht nach einer der schwächeren Kriminalgeschichten des 1948 in Los Angeles geborenen Autors. Gleichwohl ist der Roman auf seine Weise faszinierend und fesselnd. Wer sich von der rüden Sprache Ellroys, den vielen Personen und ihren Querverbindungen, der verwirrenden und äußerst düsteren Handlung sowie ihrer enormen Brutalität nicht abschrecken lässt, wird mit spannenden Lesestunden belohnt. Wer dagegen noch nie einen Ellroy-Roman gelesen hat, wird vielleicht mit dem Krimi „Die schwarze Dahlie" besser bedient sein. Er ist nicht nur chronologisch der erste Band Ellroys über die Glanzzeit der amerikanischen Filmmetropole Los Angeles; er ist auch meines Erachtens eines seiner besten Werke.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein gutes Ende 20. Dezember 2006
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Nimmt man das Buch als einen alleinstehenden Roman mit einer eigenständigen Kriminalgeschichte, wirkt es beim Lesen extrem unübersichtlich und überfordert den Leser mit seinen Rätseln und deren Lösung. Nicht alle Motive der Bösen und der wenigen Guten sind nachvollziehbar, und auch die Biographien der handelnden Personen bleiben merkwürdig oberflächlich, Ereignisse in der Vergangenheit bleiben eher schattenhaft, erscheinen im Detail nicht nachvollziehbar. Schon der Einstieg ist nur schwer verständlich: Was ist nun an einem Einbruch in einem Pelzlager wirklich so wichtig? Und warum ist der Einbruch bei einer Famillie durch einen Spanner so viel wichtiger als die Drogen, mit denen diese Famillie handelt?

Aber eigentlich ist das ganze ja nicht alleinstehender Roman zu sehen. Es ist der Abschluss der sogenannten L.A. Tetralogie von Ellroy, aus der bereits zwei große Filme gemacht wurden: L.A. Confidential und Die Schwarze Dahlie. Blutschatten, der Roman zwischen diesen beiden Highlights komplettiert das ganze zur Tetralogie.

Und so wird dem Leser der ersten drei Teile vieles bekannt vorkommen: Es geht wieder um einen Polizisten aus dem LAPD, um Triebtäter und entsprechende Morde, um Korruption und um Polizisten, denen es nicht gelingt, auf der guten Seite zu bleiben. Wieder fängt das Buch mit zwei Fällen, d.h. Handlungssträngen an, die nicht miteinander verbunden zu sein scheinen. Und wieder treffen wir auf Ed Exley und Dudley Smith, die sich ja schon in den beiden vorangegangenen Bänden kennen und lieben gelernt haben.

Anders als in den vorangegangenen Bänden gibt es aber nur einen Protagonisten in White Jazz, den Rechtsanwalt und Polizisten Dave Klein, der bereits zu Beginn schon so tief in kriminellen Dreck wartet, wie es sonst Ellroys Polizisten erst ganz am Ende seiner Romane tun. Fast seine erste Tat im Buch: Er wirft einen unbequemen Zeugen aus dem Fenster. Nicht aus dem Erdgeschoss. Der Zeuge stirbt. Nicht der erste Mord von Dave. Und auch nicht seine einziges, kriminelles Hobby. So fehlt mir persönlich die Entwicklung des Protagonisten zwischen Gut und Böse, die in den anderen Büchern einen Schwerpunkt der Handlung bildet. Auch wenn Dave durchaus im Verlauf der Handlung auch ein paar gute Taten tut - er bleibt letztendlich er selbst und führt sich langsam in den Abgrund, als er für sich selbst einen Ausweg aus einer verfahrenen Situation sucht. Vielleicht stört mich außerdem der Wechsel in die Rolle des Ich-Erzählers, den ich nach den anderen Büchern auch etwas irritierend finde.

Wirklich lohnen tut sich damit das Buch nur als Abschluss der vielen, einzelnen Handlungsstränge, die Ellroy in den ersten drei Büchern begonnen hat. Hier werden sogar Morde geklärt, die ich eigentlich schon längst wieder vergessen hatte. Und zumindest der Schluss ist wirklich schön geschrieben. Ansonsten ist es - zumahl für diesen herausragenden Autor - ein eher durchschnittlicher Krimi.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Oft wird dieses Buch als das schlechteste der L.A. Tetralogie bezeichnet, womit man dem Buch jedoch nicht gerecht kommt. Ich gebe zu, das es sehr schwer zugänglich ist, doch nach einem zweiten Lesen ist die Geschichte eines ultrabrutalen Bullen, der zwischen Mafia und Polizei, Verrat und Loyalität, Liebe und Gewalt hin und herpendelt ein purer Lesespaß, den niemand, der die Vorgänger gelesen hat verpassen sollte.
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