"White Devil: Das Grauen kehrt zurück" von Paul Johnston ist der Nachfolgeroman von "White Devil: Tödliche Liste". Beide Romane spielen in London.
Einige Jahre sind vergangen, seit der Autor Matt Wells die mysteriösen Mails von White Devil bekommen hat und eine Mordserie begonnen hatte. White Devil wurde damals getötet, doch seine Komplizin und Schwester Sara lebt noch - und schwört Rache.
So beginnt die Handlung des zweites White Devil-Romans. Matt und seine Freunde haben gemeinsame Sicherheitssysteme beschlossen und installiert, um sich vor Sara schützen zu können. Doch bald beginnt das Morden wieder. Sind es mehrere Mordserien, oder steckt Sara hinter allen? Oder jemand ganz anderes? Es gibt Bandenmorden im East End zwischen Kurden und Türken. Jemand scheint Jagd zu machen auf berühmte Kriminalautoren und schickt Matt Wells verschlüsselte Botschaften über die nächsten Opfer. Und Dave, einer von Matts engsten Freunden, wird ermordet, mit eindeutigen satanistischen Indizien im Haus und an der Leiche.
Der tödliche Tanz mit dem Teufel hat erneut begonnen...
Insgesamt hat mir der Roman echt gut gefallen. Vor etwas über einem Jahr habe ich den ersten White Devil-Roman gelesen, nun den zweiten. Diesen Abstand fand ich ideal. Ich fand nicht, dass sich etwas wiederholt hätte, nur die notwendigen Fakten, die man wissen muss, um der Handlung zu folgen, wurden natürlich erwähnt. So erinnerte ich mich wieder besser an den ersten Teil, und auch Neueinsteigern wird es ermöglicht, den zweiten Teil zu lesen, ohne den ersten gelesen zu haben.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig zu lesen. Die Handlung ist durchweg spannend.
Abzüge gibt es von mir für ein paar kleine Punkte:
* Die Handlung fand ich insgesamt sehr unrealistisch. Dass diese vier Freunde alles selbst in die Hand nehmen, sich so hervorragend selbst organisieren, um sich zu schützen, was der Polizei offensichtlich nicht gelingt. Die vier sind ausgerüstet mit einem ganzen Waffenarsenal, dessen Besitz und Gebrauch für den "Laien" in Großbritannien illegal ist...
Viele Romane dieser Art sind recht unrealistisch, aber es fiel mir schon deutlich auf...
* Die Hauptpersonen sind menschlich dargestellt und sind durchaus individuell gestaltet. Trotz allem fällt es mir etwas schwer, mich wirklich für eine der Personen richtig zu begeistern. So richtig sympathisch wurden sie mir nicht...
* Ein klein wenig fehlte mir ein klassischer Spannungsbogen. Schon sehr früh nimmt das Buch an Fahrt auf, einen klassischen Showdown am Ende nahm ich so nicht wahr, da gab es wesentlich spannendere Szenen im Buch...
Das Ende des Romans ist halbwegs offen gestaltet und ermöglicht so wohl einen dritten Teil...
So komme ich zu drei bis vier Sternen, da ich aber wirklich gut unterhalten war und die Handlung spannend war, mit deutlicher Tendenz zum vierten Stern.