"The Deaths of Ian Stone" würde ich zu jener Sorte Film zählen, die zunächst schön spannend und verschachtelt beginnt. Die Story bringt dabei allerdings eine fundamentale Problematik mit sich: Es ist nicht leicht aus dieser Ausgangslage eine interessante Conclusio zu schnitzen. Genau hier scheitert dieses Werk von Regisseur Dario Piana meiner Meinung nach...
Ausgangspunkt ist eine Erinnerung an eine Highschool Karriere, die sich so gar nicht ereignet haben soll. So dreht und wendet sich die Handlung immer weiter und kommt dem Kern der Sache auf die Sprünge. "The Deaths of Ian Stone" könnte man vielleicht als Mixture aus "Matrix", "They Live" und "Final Destination" beschreiben. Leider wird die Handlung dabei zu krampfhaft in ein typisches drei-Akt System gepresst. Die Wende gegen Ende des ersten Aktes wirkt vielleicht deshalb überhastet herbeigeschrieben - die Handlung kommt für meinen Geschmack ins Rollen, noch ehe ich mich richtig mit dem Setup anfreunden konnte. Der Film liess mich schlussendlich leider kalt.
Im weiteren Handlungsverlauf erschweren es sich die Macher des Films unter anderem selbst, echte Überraschungen zu liefern. Der Autor des Drehbuchs lässt sich meiner Meinung nach zu einer höchst unentschlossenen, eigenartigen Mischung aus Trash und Mainstream hinreissen. Dabei wären die Voraussetzungen für ein interessantes Filmerlebnis bestimmt vorhanden gewesen. Die Besetzung glänzt vielleicht nicht vor grossen Namen, ist aber relativ stimmig. Nur gegen die immer unsinniger werdende Story können sich Jaime Murray, Mike Vogel und Co. nicht lange zur Wehr setzen!
Visuell ist der Film recht gut umgesetzt. Die Bildsprache drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund, wobei die Stimmung unheimlicher sein hätte können, aber okay. Die akustische Untermalung (Musik, FX) macht zunächst vieles richtig... arbeitet ab der zweiten Hälfte jedoch zuviel mit Effekten. Wenn ein Film so sehr versucht, Schockeffekte auf diesem Weg zu erzeugen, dann ist das selten ein gutes Zeichen. Zum Fürchten ist dieser Streifen sehr selten - dazu fehlt es auch an narrativer Geduld, echten Überraschungen. Im Vergleich dazu, sind die Action Sequenzen immerhin aber recht ansprechend gelungen. Am ehesten würde ich "The Deaths of Ian Stone" als eine Art Mystery-SciFi-Action-C-Thriller kategorisieren.
Fazit: Kein wirklich empfehlenswerter Film, wenn auch mit interessantem Auftakt und guten Ansätzen. Im weiteren Verlauf schreitet die Handlung aber zu überhastet voran, wird immer trashiger und endet schließlich eher enttäuschend. Mein Urteil pendelt zwischen zwei und drei Sternen...