Aus der Amazon.de-Redaktion
Knackigen Rock mit einem Schuss Folk und einer kleinen Prise Country verspricht
Where We Are, das zweite Album der kanadischen Band The Hooblers. Als das "bestgehütetste Geheimnis der kanadischen Rockszene" hat die Band ein kanadischer Kritiker vor drei Jahren, nach dem Debüt
Can You Do This? bezeichnet und auch der
Rolling Stone ist damals auf das Lob eingestiegen.
Where We Are unterstreicht den guten Eindruck, den das Debüt hinterlassen hat. Der Band gelingen elf erstklassige Songs, die mal an ihre Landsleute von Tragically Hip, mal an Tom Petty, mal an Neil Young erinnern. Krachenden Rockern wie "Just Standing Near" oder "You Never Did" stehen hier der melancholische, folkgeschwängerte Titelsong oder das herrliche "Drunk Again" gegenüber. Wo das sehr hübsche "Parisienne" mit Countryfeeling daherkommt, schimmert andernorts der Folkrock durch und entpuppt sich "Find Again" mit seiner Textzeile "Cause I'm Lost Again, But I'll Try Again, And I'll Find Again" als Ohrwurm. Die Gitarrenarbeit der beiden Saitenmänner Mike Grier und Eric Willisen ist genauso ausgezeichnet wie die Arbeit, die das Rhythmsduo Mike Thompson (Bass) und Jason Curran (Drums) hier abliefert. Dazu noch der sehr unaufdringliche, angenehme Gesang von Mike Grier. Überzeugendes Album für all jene, die klassisches amerikanisches Rock-Songwriting mögen.
--Thomas Bohnet
Blue Rhythm (06/00)
Was macht jemand, der in seiner Jugend eindeutig zu viel Neil Young gehört hat und ansonsten von den Byrds geprägt wurde? Nun, er gründet eine Band, nennt sie The Hooblers und veröffentlicht mit ihr jetzt schon das zweite Album. Nach seiner letzten (ruhigeren) Solo-CD lässt es Mike Grier hier wieder krachen: Da wird dem Countryrock ein kräftiger Tritt in den Hintern gegeben. Und trotz der verzerrten Gitarren und der Power, die dieses Quartett an den Tag legt, dominiert Griers untrügliches Gespür für Melodien. Einen besonderen Reiz besitzt die Musik durch das Nebeneinander von lärmigen Instrumenten und akustischen Gitarren, die das Fundament der Songs bilden. Immer wieder tauchen auch diese Gänsehautballaden wie "You Don't Even Wonder" auf, ganz im Kontrast zu den Gitarren-Lärmattacken. Fans von Neil Young und Rich Hopkins werden bei diesem Album jubeln.
© Blue Rhythm - Norbert Sonderfeld