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Für diese Truppe geht es jetzt Schlag auf Schlag: Das Debüt Tell All Your Friends hat Goldstatus in Amerika erreicht, wo Taking Back Sunday in erster Linie durch Mundpropaganda zum heißesten Anwärter auf den Sprung in den Mainstream wurden. Für eine manchmal etwas unverdauliche Emo-Band ist das sensationell. Da nun das neue Album noch durch den Spiderman-Soundtrack mit angeschoben wird, sollte der Sprung nach ganz oben kein Problem mehr sein.
Und mit Where You Want to Be machen es die Jungs auch dem Mainstream-Hörer etwas leichter. Der eigentümliche Doppelgesang von Gittarist Fred Mascherino und Sänger Adam Lazzara wirkt weniger verstörend, die CD bietet den Radiostationen mindestens drei Songs, die sie ohne Probleme jenseits vom College abspielen können ("A Decade Under The Influence", "New American Classic", "This Photograph Is Proof"). Die Produktion ist deutlich fetter ausgefallen, der verlorene Charme der Garage kann verschmerzt werden. Reinrassigen, klassischen Emo-Core bekommt der Früh-Fan etwa zur Hälfte geboten, einige Songs zeigen sich aber bereits deutlich gebügelt und konventioneller, weniger verfrickelt ("One-Eighty By Summer", "Number Five With A Bullet"). Der interessanteste Kompromiss zwischen Frühgarage und Gegenwarts-Mainstream-Anspruch, der auch die Linie für die Zukunft vorgeben sollte, ist "Little Devotional".
Where You Want to Be ist also ein prima Einstieg für alle, denen Emo sonst zu nervig ist, oder denen die dicke Hose der Nu-Rock-Bands mächtig auf die Nerven geht, der aber gerne eine fette Gitarre und kluge Texte im Ohr haben. Tolle Scheibe! --Deborah Denzer
Produktbeschreibungen
CD
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Die Erwartungen an das neue TBS Album waren dank dem hervorrangenden Debutalbum ''Tell All Your Friends'' sehr hoch. Hinzu kam die Trennung und Neuformierung der Band. Doch mit ''Where You Want To Be'' ist ihnen erneut eine klasse Platte gelungen. Vieles ist eingängiger geworden und das Niveau des Debut bleibt unerreicht. Trotzdem gelingt ihnen wieder die ein oder andere tolle Nummer. Wie zum Beispiel der Opener ''Set Phasers To Stun'', die erste Single ''A Decade Under The Influence'', der auf dem Spiderman Soundtrack vorzufindene Song ''This Photograph is Proof'' und vor allem ''Little Devotional'', mein Lieblingstrack des Albums. Auch wenns nicht ''Tell All Your Friends'' ist, TBS gehört weiterhin zur Spitze im Emo Bereich!
Ok. Entschuldigung angenommen. Hauptsache ihr seid endlich wieder da. Seit mehr als zwei Jahren warte ich auf dieses Album so sehr wie auf noch kein anderes zuvor, und das obwohl der Vorgänger "Tell All Your Friends", das wohl beeindruckendste Debütalbum der letzten 10 Jahre, noch keinerlei Abnutzungserscheinungen zeigt. Nun gibt es also endlich ein Wiedersehen bzw. -hören mit den fünf Herren um Sänger und inzwischen auch Songwriter Adam Lazzara. "Where You Want To Be" heißt die Scheibe und der erste Eindruch ist alles andere als gut - das Artwork kann wohl nur als ganz ganz schlechter Witz bezeichnet werden, grauenhaft. Zum Glück interessiert das aber nicht wirklich. Viel interessanter ist die Frage, ob die Abgängen von Drummer Shaun Cooper und besonders von (Zweit)Sänger und Songwriter John Nolan, dem Mastermind der Band, kompensiert werden können. Bereits beim ersten Hören stellt man fest, dass sich der Sound nicht wirklich verändert hät, sieht man mal von der deutlich fetteren Produktion ab. Was jedoch negativ auffällt ist die fehlende Härte, die Songs sind allesamt sehr "glatt". Warum dies so ist, dürfte klar sein: Die Band versucht im Mainstream Fuß zu fassen, siehe dazu auch den Beitrag auf dem Spiderman 2-Soundtrack. Momente wie die unvorstellbar intensive letzte Minute von "Timberwolves At New Jersey" sucht man leider vergeblich. Stattdessen gibt es hier mit der Akustikballade "New American Classic" das genaue Gegenteil. Der Song ist zwar alles andere als schlecht, aber an Position 6 völlig deplaziert, nimmt er doch das Tempo, das "The Union" wenige Sekunden vorher noch deutlich angezogen hat, heraus. Ein solcher Song gehört ganz klar ans Ende einer Platte.... Das sind die Dinge, die mir direkt nach dem ersten Durchlauf negativ aufgefallen sind, aber viel schlimmer ist die Tatsache, dass ich nach diesem ersten Durchlauf auf meinem Stuhl saß und irgendwie totale Leere in meinem Kopf war... War das wirklich die Band, die vor zwei Jahren ein so sensationelles Meisterwerk abgeliefert hat und knapp hinter Thursday an der Spitze der momentan aus dem Ufer laufenden Emo-Bewegung steht? Etwas fehlte. Es war die Intensität, die "Tell All Your Friends" zu jeder einzelnen Sekunde versprühte. Dieses Album hatte Biss, es nahm dich gefangen und ließ dich nicht mehr los, die einerseits völlig verworrenen Strukturen paarten sich mit genialen Melodien, Lyrics und gelegentlichen Schreiparts und ergaben einfach größtenteils perfekte Songs. Beim neuen Album suche ich dieses Flair vergeblich. "Tell All Your Friends" vermittelte den Charme einer jungen, aufstrebenden Band, die ihren Emotionen in ihrer Musik Ausdruck gibt, davon ist wie ich finde nichts übrig geblieben, das ganze wirkt routiniert heruntergespielt. Ich unterstelle der Band jedoch nicht, dass das Absicht ist. Ich glaube nur, dass sie nicht in der Lage war ähnlich gute Songs zu schreiben. Inzwischen würde ich sogar soweit gehen, "Where You Want To Be" den Status "Emocore" abzuerkennen und es in die Poppunk-Schublade zu stecken, wo es allerdings weit herausragen würde. Diese CD ist alles andere als schlecht, egal wie sich die letzten Sätze angehört haben. Nur anders. Viel viel massentauglicher. Es gibt auch hier wieder richtig starke Songs, allerdings ist das Album für mich kein Gesamtwerk, wie es das Debüt war, das wirklich wie aus einem Guss war und doch so viele verschiedene Songs beinhaltete. Viele Leute meinen man sollte "Where You Want To Be" als Album einer eigenen, anderen Band sehen, schließlich wären 2/5 der Band nicht mehr dabei. Ich kann das nicht. Wo Taking Back Sunday draufsteht, muss auch Taking Back Sunday drin sein. "I Am Fred Astaire" wäre vor zwei Jahren nicht einmal eine B-Seite gewesen und ist schlicht unter aller Sau. Einen weiteren Ausfall gibt es eigentlich nicht, es plätschert einfach alles im Durchschnitt vor sich hin. Die Songs tun keinem weh, es gibt kaum Ecken und Kanten. Da schielt jemand mit mehr als einem Auge auf den Mainstream. "A Decade Under The Influence", die erste Single, ist in den ersten 2 Minuten ein genialer Song, zerstört sich jedoch durch die unglaublich penetrante Wiederholung der Zeile "I've got a bad feeling about this". Dabei waren es doch gerade diese Wiederholungen, die den Vorgänger so genial gemacht haben, es gibt nur wenige Tetxtzeilen, die eine solche Intensität, eine solche Emotionalität ausstrahlen wie die ebenfalls oft wiederholte Zeile "This is what living like this does" aus "Ghost Man On Third". Hier jedoch ist dieses Stilmittel nicht mehr als eine dilettantische Kopie und wirkt nach mehrmaligem Hören schlicht nervig. "Bonus Mosh Pt. II" zeigt ebenfalls eine nie geahnte Schwäche: miserable Lyrics auf Fünftklässlerniveau. ("Well it's love, it's love, it's love, it's love, make it hurt"). Das tut weh, wenn man die Lyrics des Vorgängers kennt.
Nichtsdestotrotz soll hier bei weitem nicht alles schlecht geredet werden, es gibt auch wieder einige Emo-Perlen auf der CD, z.B. den Opener "Set Phasers To Stun", der mit einem unwiderstehlichen Refrain ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert. Oder auch "Number Five With A Bullet", dessen Melodie ebenso gut ist, und das obwohl sie extrem poppig ist und selbst hierzulande auch gut bei MTVIVA laufen könnte. Starker Song. Das absolute Highlight hat sich die Band bis fast zum Schluss aufbewahrt, "Little Devotional". Hierzu fällt mir absolut nichts ein, außer dem Wort genial.
Es ist unglaublich schwer für mich, dieses Album zu bewerten. Es ist kein schlechtes Album, im Gegenteil, ich würde es durchaus als gut bezeichnen, andererseits hat mich der Vorgänger so fasziniert und begeistert, dass ich nicht anders kann als enttäuscht zu sein. Letztendlich kriegt das Album von mir 3 Sterne, mehr sind nicht drin.
Das neue Album von Taking Back Sunday ist kein bisschen schlechter als der Vorgänger, wie manchmal behauptet wird. Ich finde es mindestens genauso gut wie Tell all your Friends, und von "Ausverkauf" ist überhaupt nichts zu spüren. Wunderschöne Melodien, der typische doppelte Gesang und perfektes Songwriting machen das Album für mich zu einem wirklich verdienten Nachfolger.
Was für eine CD!?! Wer auf Indie-Bands wie "Samiam", "Jimmy Eat World" oder "Dinosaur Jr." steht, wird "Taking Back Sunday" lieben, davon bin ich überzeugt! Schöne Melodien, geile Riffs, gänshauterzeugender Gesang und ein unglaublich guter Schlagzeuger überzeugen den Hörer vom ersten Stück an!!! Auch die Produktion ist wirklich dick! TBS haben die Fähigkeit Ohrwürmer zu produzieren. Wer diese CD hört, wird sie so schnell nicht mehr aus dem Player holen. Fazit: Kaufen, hören, durchdrehen!!!
Mit "Where you want to be" setzen Taking Back Sunday auf die Vorgängerplatte "Tell all your friends" nochmal kräftig einen drauf. Ein paar personelle Änderungen, unter anderem die äußerst gelungene Aufnahme von Fred Mascherino an Gitarre und Mikrofon, neue Ideen und spürbar neue Freude an der Musik machen aus "dem 2. Album" das bisher wohl definitivste Album der Band aus Long Island. Für den TBS-Fan genauso wie für den TBS-Neuling eine Platte, die es vielleicht nicht auf Anhieb in die persönliche ewige Bestenliste schafft, aber spätestens nach dem 2. oder 3. Mal ihre Genialität zeigt (wie auch alle anderen guten Platten, die es so gibt). Vom romantisch-ruhigen "New American Classic" über "A Decade Under The Influence", das an das 1. TBS-Album erinnert, bis hin zum unglaublichen, feuerwerksähnlichen "One-Eighty By Summer" ist alles dabei, ohne das Gefühl zu vermitteln, dass diese Platte auf sogenannte "Füller" zurückgreifen muss. Fakt jedenfalls ist, dass diese Band bis heute nicht in der Lage war, einen Song zu schreiben, der selbst in den Augen des schlimmsten Kritikers als "schlecht" bewertet werden kann. Wer diese beiden Alben noch nicht besitzt, sei angehalten, sie sich zu kaufen und in freudiger Erwartung auf das 3. Album "Louder Now" (ca. April 2006) zu schielen.
Kurzum: Ein absolutes Must-Have für den Punk/Rock/Emo-Fan!
Es muss schwer gewesen sein für Taking Back Sunday eine zweite Platte auf "Tell All Your Friends"-Niveau zu machen, aber diese Aufgabe haben sie eigentlich recht gut bewältigt. Es sind zwar nicht soviele Ohrwürmer wie auf "Tell All Your Friends" vertreten, aber trotzdem hat es diese Scheibe in sich. Sie folgt dem selben Konzept, wie ihr Vorgänger, was bei Taking Back Sunday aber auch gut ist, da ich sonst keine Emoband kenne, deren Sänger so verdammt gut harmonieren, wie bei TBS. Abgesehen davon hat sich rein soundmäßig nichts verändert, "Where You Want To Be" ist ein würdiger Nachfolger von "Tell All Your Friends" und Fans von TBS, sowie andere Emo/Screamo-fans sollten sich diese Platte zulegen. Anspieltipps sind "A decade under the influence" , "this photograph is proof" und "I am Fred Astaire"