Was Steve Vai im Studio zu leisten vermag lässt sich schon kaum beschreiben. Kein Gitarrenriff gleicht dem anderen, kein Song ist wie der andere. Ein Abwechslungsreichtum auf allerhöchstem Niveau, wie es derzeit seinesgleichen (wohl vergeblich) sucht. Da kommt derart viel kompositorisches Geschick herüber, eine unvergleichliche Virtuosität an der Gitarre (manchmal meint man, er würde 3 Gitarren gleichzeitig spielen), gleichzeitig so viel Spielfreude, wie man es seit den Tagen Frank Zappa's nicht mehr gehört hat - kein Wunder: Zappa war schließlich Vai's musikalischer Ziehvater.
Live muss man immer bei experimentierfreudigen Musikern Abstriche machen, dafür bekommt man die Musik 1 : 1. Doch auch hier überrascht Vai mit den bereits genannten Attributen. Ich habe selten ein so lebendiges, quirliges Live-Album gehört.
Da gibt es gar keine Frage: Dies ist ein Album des Jahres 2011. Jeder, der nicht nur Vorhersehzbares auf dem Plattenteller haben möchte müsste eigentlich diesen Silberling kaufen. Da kann man keinen Fehler machen!