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1974 -- die Welt richtet die Augen auf die Republik von Zaire. 120.000 Menschen haben sich versammelt, um dem Kampf der Titanen, dem Boxkampf zwischen George Forman und Muhammad Ali beizuwohnen. Nicht nur das theatralische, Angst einflößende Gebaren von Ali, auch das rhetorische Geschick von Manager Don King machen das Medienereignis schon im Vorfeld zum Spektakel. Don King organisiert ein einzigartiges Musikfestival (African Woodstock): James Brown, Sister Sledge, BB King, The Spinners, Bill Withers, Miriam Makeba u.v.a. heizen die Leute zum "Rumble In The Jungle" an. Sie alle finden sich auf dem Soundtrack zu Leon Gasts Dokumentationsfilm wieder -- Kämpfer für die Etablierung der Schwarzen in Amerika. James Brown und Co. demonstrieren ebenso wie Ali (Foreman in diesem Fall weniger) Macht, Charisma und ungebrochene Energie. Somit erinnert der Soundtrack/Film nicht nur an das große Boxspektakel, sondern auch an die Entwicklung der schwarzen Musikkultur in Amerika. Dies manifestiert sich durch den Titeltrack "When We Were Kings" von den Fugees feat. A Tribe Called Quest, Bustah Rhymes und John Forté, den Kindern dieser Generation, die die Botschaft weitertragen. Es ist eine Hommage an Muhammad Ali, den "Original-Rapper" mit seinen Drohgebärden und Kampfparolen, die als O-Töne zwischen den Songs festgehalten sind. Ein Soundtrack, genauso monumental wie das dazugehörige Ereignis.
--Sascha Mennel
Rezension
Yuri Buenaventura ist ein Geheimtip. Der kolumbianische Sonero zelebriert das schwarze Erbe seines Landes und legt mit "Herencia Africana" eine der besten Latin-CDs seit langem vor. Starke Arrangements im Stil der 70er Jahre, abwechslungsreiche Beats, gute Solisten, eine wunderbare Instrumentalnummer und die gelungene Version eines Chancons von Jacques Brel ("Ne Me Quitte Pas") machen die Scheibe zum Pflichtkauf für jeden Salsa-Melomanen.
© Jazz thing - Wolfgang Zwack -- Jazz thing (04/98)