Von Mitte September 1944 bis gegen Ende Februar 1945 tobten die Kämpfe vom Hohen Venn bis zur Rur, bekannter als "Schlacht im Hürtgenwald". In diesen Zeitraum fällt auch die letzte deutsche Grossoffensive der deutschen Wehrmacht, die "Ardennenoffensive", die am 16.12.1944 südlich des Hürtgenwaldes losbrach.
Die Amerikaner, die auf alliierter Seite in diesem Frontabschnitt im Einsatz waren, gaben diesem Gelände seine Bezeichnung nach dem Forstamt "Hürtgenwald" (="Huertgen Forest"). Bei den erbitterten Kämpfen im Hürtgenwald sind allein zwischen dem "Stolberg-Korridor" im Norden und dem "Monschau-Korridor" im Süden etwa 12.000 deutsche und 55.000 amerikanische Soldaten gefallen - etwa vergleichbar mit der Anzahl Amerikaner, die im späteren Vietnamkrieg umgekommen sind.
Die amerikanischen Truppen, die befehlsgemäss durch den Hürtgenwald vorrücken sollten und den vermeintlichen strategischen Punkt Schmidt einnehmen sollten, scheiterten an den tief in den Wäldern gestaffelten deutschen Abwehrlinien. Die Darstellung der amerikanischen Seite muss nach Aussagen von Zeitzeugen realistisch getroffen sein: Junge GI's, die ohne Führungsqualitäten von Offizieren uind Kommandeuren in die feindlichen Wälder geschickt wurden und reihenweise umkamen. Die eingestzten einfachen Soldaten mussten das ausbaden und taten ihr bestes.
Auf deutscher Seite wurde, wie fast überall am Ende des Krieges, schnell ausgehobene und bunt zusammen gewürfelte Truppen eingesetzt, die sog. Volksgrenadierdivisionen. Im Film werden die deutschen Soldaten (mal wieder) als brutal und rücksichtslos dargestellt - meistens als anonyme Masse. Es kommt nicht zum Audruck, dass hier zum ersten Male auf deutschem Boden gekämpft wird und daher auch so verbissen Widerstand geleistet wird.
Abschliessend noch ein Wort über die deutschen Verluste:
Von den gefallenen deutschen Soldaten ruhen viele auf den Ehrenfriedhöfen Hürtgen und Vossenack (zusammen etwa 5.330 Gefallene). Eine grosse Zahl deutscher Gefallener wurde jedoch durch den amerikanischen Gräberdienst jenseits der Grenze auf den deutschen Soldatenfriedhöfen Lommel und Recigne-Bastogne in Belgien sowie in Ysselsteyn in den Niederlanden bestattet.
Der Hürtgenwald selbst bot am Ende des Zweiten Weltkrieges und weit darüber hinaus noch ein Bild des Schreckens: Völlig zerschossene und verlassene Dörfer, verwüstete Felder und Wiesen und vor allem verbrannte Wälder, deren verkohlte Baumstümpfe noch lange nach Kriegsende in den Himmel ragten.
Mit diesem Film wird zwar nicht der militärhistorisch interessante Hintergrund der Schacht im Hürtgenwald vermittelt, dennoch ist er interessant, weil das Leben und der eingestzten amerikanischen Soldaten hautnah gezeigt wird.
Trotz Ansätzen zur Kritik sehenswert!