Genau mit diesem Tag, im Leben der Guggenheim-Kuratorin Beth Harper(Kristen Bell) beginnt -When in Rome-. Bei der Ausstellung geht alles schief und dann verkündet auch noch Beth Schwester Joan(Alexis Dziena), dass sie in Rom heiraten wird und Beth glaubt, dass sie selbst auf ewig Single bleibt. Aber dazu später mehr.
Ich werde versuchen, -When in Rome- als das zu besprechen, was der Film ist: Eine romantische Komödie, ohne große Ansprüche auf Tiefgang oder absolute Originalität. Halt ein Film, zum Anschauen zwischendurch, der unterhält und leicht zu "konsumieren" ist. In dieser Sparte schneidet -When in Rome- ordentlich ab. Wer mehr erwartet kann...wie einige meiner Vorrezensenten, enttäuscht werden.
Beth hat nur zwei Tage, um die Hochzeit ihrer Schwester in Rom zu besuchen. Sie muss nach 48 Stunden wieder in New York sein, um eine Gala zu gestalten. Bei Joans Hochzeit tritt Beth in jedes Fettnäpfchen am Ort und lernt nebenbei den smarten, aber ebenfalls tolpatschigen Ex-Footballstar Nick Beamon(Josh Duhamel) kennen. Als sie sich Nick nähern will, scheint der jedoch schon vergeben zu sein. So greift Beth nach der Flasche, sitzt kurze Zeit später im Brunnen "Fontana D'Amore". Dort verkündet sie der Brunnenstatue lauthals, dass sie nicht an den Liebeszauber des Brunnens glaubt. Um das zu beweisen, schnappt sie sich vier Münzen und einen Jeton aus dem Wasser. Sie will zeigen, dass mit den Liebe suchenden Menschen, die diese Gegenstände in den Brunnen geworfen haben, gar nichts passieren wird. Das erweist sich im Nachhinein als Fehler. Denn als Beth wieder in New York ist, muss sie feststellen, dass der Maler Antonio(Will Arnett), der Wurstfabrikant Al Russo(Danny DeVito), das Model Gale(Dax Shepard) und der Zauberer Lance(Jon Heder) ihr aus Rom gefolgt sind. Alle vier sind unsterblich in Beth verliebt und entpuppen sich als Besitzer der Münzen. Beth hat keine Chance, diesem Liebesquartett zu entkommen. Als dann auch noch Nick auftaucht und Beth glaubt, dass er der Besitzer des Jetons ist, sieht sie sich vor einer Zwickmühle, der sie nicht entkommen kann...
-When in Rome- hat ganz offensichtliche Schwächen. Die Story ist dünn, es laufen eindeutig zu viele Darstellerinnen mit Kleidergröße Null herum und der Film hat so gut wie keine Ecken und Kanten. Alles wirkt ziemlich antiseptisch, wie das nur in amerikanischen Produktionen dieses Genres möglich ist.
Aber der Film hat auch seine Stärken. Zum einen sind das hervorragend besetzte Nebenrollen. Egal, ob Danny DeVito, Don Johnson oder Anjelica Huston...diese Schauspieler zu sehen ist schon allein eine Freude. Es gibt ein paar wirklich gute Gags und vor allem Josh Duhamel überzeugt als Nick Beamon. Ein weiteres Plus ist ein origineller, gut gemixter Soundtrack, der Songs von Jason Mraz, Adele und anderen Künstlern vereint. Wenn Regiseur Mark Steven Johnson sich etwas traut, wie zum Beispiel das "Essen im Dunkeln" und dabei die Mainestream-Komödienpfade verlässt, tut das -When in Rome- unglaublich gut. Davon hätte ich gern mehr gesehen.
Also...es geht nicht um Hexerei, sondern um Liebe. Bei -When in Rome- geht es um eine seichte Komödie, die trotzdem überzeugen kann. Mein Urteil wären 3,5 Sterne gewesen, die es ja leider nicht gibt. Am Ende gab dann der Abspann den Ausschlag, dass ich mich für vier Sterne entschieden habe. Denn der ist...ach, schauen sie sich das lieber selbst an...