Diana Krall hat in den vergangenen Jahren eine wachsende Fan-Gemeinde gewonnen, die die stets erstklassig interpretierten und arrangierten Jazz-Songs der Künstlerin liebt . Auch das Album "When I Look In Your Eyes" dürfte die Fans erfreut haben, denn wer dieser Produktion lauscht, dem tut sich wieder ein Schmuckkästchen auf: Darin befinden sich liebevoll polierte Juwelen von Cole Porter ("I've Got You Under My Skin") oder Irving Berlin ("Let's Face The Music And Dance", The Best Thing For You") sowie Edelsteine wie das neu komponierte, wundervoll melancholische "Why Should I Care" (zugleich Titelsong des Clint Eastwood-Streifens "Ein Perfektes Verbrechen"). Diana Kralls kultiviertes Pianospiel zeugt von ihrer klassischen Ausbildung an den Tasten. Damit untermalt die herbe Schönheit aus Kanada virtuos den eigenen Gesang, der sich für eine weiße Interpretin erstaunlich "schwarz" ausnimmt. Doch die Krall singt nicht einfach nur, sondern mit ihrer mal samtenen, mal erotisch-rauchigen Stimme säuselt, schmeichelt, raunt und fleht sie sich mitten in Bauch und Herz des Zuhörers. Nur beinahe zu süßliche Orchesterarrangements verleihen den Stücken zusätzlichen Glanz - insgesamt ein Hauch von Luxus für die Ohren. Verdienter Lohn dieser Produktion waren im letzten Jahr dann auch eine goldene Schallplatte in den USA sowie zwei Grammy Awards, die die Qualität dieser CD aufs Vortrefflichste unterstreichen: Einen nahm der Toningenieur Al Schmitt im Empfang, der für den brillanten Klang verantwortlich zeichnete, und ein weiterer ging an die Meisterin selbst, die für die "Beste Gesangsleistung/ Sparte Jazz" ausgezeichnet wurde. "When I Look In Your Eyes" ist Kuschel-Jazz höchster Güte, den man an einem Stück goutieren sollte - vorzugsweise nach Mitternacht, mit einem Glas Champagner und am allerbesten zu zwein... Auf diese Weise dürfte Diana Krall mit ihren Songs schon so manches Rendezvous erfolgreich mitgestaltet haben.