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Wheels of  Fire
 
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Wheels of Fire [Doppel-CD, Original Recording Remastered]

Cream Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (3. März 1998)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD, Original Recording Remastered
  • Label: Polydor (Universal)
  • ASIN: B0000067L3
  • Weitere Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Disk 1:

Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. White Room 5:03EUR 0,99
Anhören  2. Sitting On Top Of The World 5:01EUR 0,99
Anhören  3. Passing The Time 4:37EUR 0,99
Anhören  4. As You Said 4:23EUR 0,99
Anhören  5. Pressed Rat And Warthog 3:18EUR 0,99
Anhören  6. Politician 4:16EUR 0,99
Anhören  7. Those Were The Days 2:57EUR 0,99
Anhören  8. Born Under A Bad Sign 3:13EUR 0,99
Anhören  9. Deserted Cities Of The Heart 3:38EUR 0,99


Disk 2:

Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Crossroads 4:18EUR 0,99
Anhören  2. Spoonful16:46Nur Album
Anhören  3. Traintime 7:01EUR 0,99
Anhören  4. Toad16:15Nur Album


Produktbeschreibungen

(2CD)1997 Digitally Remastered reissue of classic 1968 album featuring live & studio material.

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78 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Ich hatte meine "Wheels of Fire" an einen jüngeren Kollegen verborgt, der zum Zeitpunkt ihres Erscheinens noch in der Sandkiste gespielt haben musste. Als er sie mir zurückbrachte, meinte er: "Gute Musik, ohne Zweifel - aber von den Stilmitteln her doch etwas überholt.." - Überholt?? Rock klingt heute vielleicht etwas anders. Aber: Ist Bach überholt? Haydn? Mozart? - Cream sind für mich Rock-Klassiker, und ihre "Feuerräder" sind, wage ich zu behaupten, einer der Kulminationspunkte der Rock-Musik.

Cream - ein Name als Programm, und beileibe keine Übertreibung. In dieser seltenen stellaren Konjunktion, wie sie in einem halben Jahrhundert nur einmal eintritt, waren Ginger Baker, Jack Bruce und Eric Clapton wirklich die Creme des Rock. Cream - das war auch eine dreistufige Rakete: Stufe 1: "Fresh Cream", ein Versprechen. Stufe 2: "Disraeli Gears", dessen Einlösung. Stufe 3 und der Höhepunkt der Entwicklung: "Wheels of Fire" aus dem Jahr 1968.

Das Album besteht aus zwei Teilen, vier Live-Nummern, neun Studio-Cuts. Die im Fillmore aufgenommenen Live-Mitschnitte zeigen BB&C als Virtuosen ihres Metiers, die Blues-Standards wie Johnsons "Crossroads" und Howlin Wolf's "Spoonful" mit ungeahntem Drive neuen Feueratem einhauchen. Instrumentaler Höhepunkt dieses Teils ist wohl Bakers imponierendes vietelstündiges Drums-Solo "Toad", in dem er seinen Kollegen von der Schlagwerk-Fraktion zeigt, wo der Bartl den Most holt.

Von den neun Studio-Aufnahmen sind zwei gleichfalls Blues-Klassiker ("Born under a Bad Sign", "Sitting on Top of the World"), die anderen Eigenkompositionen. Für vier der Cuts vertonte Jack Bruce Gedichte des (Rock-)Lyrikers Pete Brown, darunter findet sich einer der m.E. perfektesten Rock-Songs der Musikgeschichte, "White Room", und die unglaublich vielschichtigen Nummern "As You Said" und "Deserted Cities of the Heart". Ginger Baker steuerte (zusammen mit Mike Taylor)drei Songs bei, die das Genre Rock weit transzendieren: das elegische "Passing the Time" (mit Bruce am gestrichenen Kontrabass), das surrealistische "Pressed Rat and Warthog" und das überirdisch-schöne "Those Were the Days" ("When the city of Atlantis stood serene above the sea..").

Wie sehr die Cream musikalisch über dem Pop-Gewusel stehen, zeigt neben ihrer instrumentalen Virtuosität (alle drei zählen zu den besten Instrumentalisten ihrer Sparten) auch die rhythmische Komplexität der Songs. Der einleitende Chor in "White Room" folgt einem 5/4-Takt, "Passing the Time" wechselt ständig zwischen 3/4 und 4/4, und in "As You Said" kommt dazwischen auch einmal ein 7/8-Takt zum Tragen, was durchaus nicht aufgesetzt, sondern organisch wirkt und den Nummern Farbe und etwas wie einen exotischen Reiz verleiht. Das soll ihnen einmal einer von den Vier-Viertel-Klopfern der zeitgenössischen Populärmusik nachhüpfen!

Immer wieder gibt es in den Songs Momente unglaublicher musikalischer Intensität. Und nie hatte Clapton interessanteres Material als Ausgangspunkt für seine gloriosen solistischen Feuerwerke (wenn man jüngere Clapton-CDs zum Vergleich heranzieht, ist das wie Himmel und eins). Und auch wenn Bruce und Baker bloß begleiten, so hat dies durchaus den Charakter und die Brillanz solistischer Leistungen. Auf diese Weise gelingt es dem Dreigestirn, auch Dutzende Male gecoverte Songs einer aufregenden Frischzellenkur zu unterziehen - von "Born under a Bad Sign" kenne ich einfach keine bessere Version. Die Eigenkompositionen sind an vielen Stellen eine faszinierende Synthese aus Rock und Kammermusik.

Zwei Jahre währte die cremige Herrlichkeit, dann zerbrach die Soupergroup, vermutlich an der Ansammlung von kreativem Potential, das die kritische Masse überschritt. Clapton und Baker formierten sich mit Steve Winwood und Rick Grech zur Ein-Album-Gruppe "Blind Faith". Nach deren Auseinanderbrechen gründete Baker die "Airforce" und macht heute in Jazz. Clapton kehrte mit "Derek & The Dominoes" zurück ins überschaubare Terrain des Blues mit seinen drei (manchmal vier) Akkorden und landete mit weniger anspruchsvollem, aber offensichtlich eingängigerem Songmaterial etliche Hits. Bruce tat sich mit Jazzern wie John McLaughlin und Larry Coryell zusammen, um Alben aufzunehmen, die aber mit Ausnahme des ersten ("Songs for a Tailor") kaum breitere Publikumsresonanz fanden.

Jedenfalls bin ich meinem Geschick (meinethalben sogar auf Knien) dankbar, dass meine Jugend in die sechziger Jahre fiel, eine Zeit, in der Rock- und Pop-Musik einen unglaublichen Wachstumsschub erlebten. Die Szene damals war fruchtbar wie ein tropischer Regenwald, trieb wundersame Blüten und die "Wheels of Fire" waren eine ihrer schönsten - vielleicht sogar die schönste.

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Im Musikbereich ist man mit dem Wort "Klassiker" und "Meisterwerk" immer sehr schnell zu Hand, wenn ein paar halbwegs bekannte Musiker eine gute LP oder CD veröffentlichen. Dabei werden die wahren Meister und tatsächlichen Schöpfer von Meisterwerken immer gerne übergangen... oder sind bereits in Vergessenheit geraten.

Zum Glück trifft das nicht auf Ginger Baker, Jack Bruce und Eric Clapton zu. Was das Trio Cream 1968 auf die Menschheit in Form von 2 LP's losgelassen hat sprengt allerdings den Rahmen um es "nur" als Meisterwerk zu bezeichnen. "Wheels Of Fire" - CD 1 ist randvoll mit genialen Kompositionen der drei Musiker (Bruce war immer der Hauptkomponist) und "Wheels Of Fire" - CD 2 zeigte auch heute noch, wie flüssig und elegant man Bluesrock spielen und dazu ne geile Jamsession halten kann. Hier wird alles, aber auch wirklich alles, was später den Hard Rock zu seiner Klasse verhalf vorweggenommen und das mit einer Güte, die man heute immer noch gerne hören kann. Legionen von Musikern haben von dieser Doppel-CD gelernt wie man vernünftige und gute Musik macht und ihre Inspirationen daraus gezogen!!!

FAZIT: Cream sind die wahren Götter des modernen Hard Rock!!!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Als die legendäre britische Band Cream 1969 Wheels of Fire aufnahm, brannte es bandintern, also hinter den Kulissen, lichterloh. Die musikalischen und menschlichen Differenzen zwischen Eric Clapton (git,voc), Jack Bruce (bass, voc) und Ginger Baker (dr) nahmen zu dem Zeitpunkt stetig zu. Nicht einmal ein Jahr danach nannte die Band ihr letztes Album bezeichnend "Goodbye" und löste sich auf. Auf die Musik von "Wheels of Fire", wirkten sich die internen Querelen wenn überhaupt dann positiv aus. Dieses Album zeigt die Band jedoch auf dem Höhepunkt ihres kreativen Schaffens.
CD1 wurde im Studio aufgenommen, CD2 live im Filmore East, New York. Die erste der beiden zeigt sich etwas aufgeräumter und klingt etwas "disziplinierter" als der psychedelische Vorgänger "Disraeli Gears", der übrigens ebenfalls sehr empfehlenswert ist. Doch immer noch gibt es schräge Songs, merkwürdige Arrangements und jede Menge Blues und Rock. Der erste Song, "White Room", ist schlicht und einfach ein Klassiker. Eric Clapton spielt ihn bis heute regelmäßig. Besonders schätze ich persönlich die letzten Songs der ersten CD, "Those were the days" und "Deserted Cities of the Heart", die mit gutem Songwriting, guten Melodien und guten Instrumentalteilen aufwarten. CD zwei präsentiert eine andere Seite von Cream: Live war diese Formation in ihrem Element, das steht fest. Die Musiker klingen zusammen außergewöhnlich homogen. Vor allem der Klassiker "Crossroads", der zwei mittlerweile legendäre Gitarrensoli enthält, stellt dies eindrucksvoll unter Beweis. Legendär ist auch Ginger Bakers Schlagzeugsolo auf "Toad", sowie der nahezu 15-minütige Jam über Willie Dixon´s "Spoonfull".

Fazit: Wer diese CD hört, der versteht schnell, warum die Reunion der Band (rund 30 Jahre nach der Trennung)binnen Stunden ausverkauft war, und warum es in 30 Jahren sicher keine ausverkaufte NSYNC- oder Backstreet Boys Reunion geben wird! Unbedingt reinhören!
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