Das formal Besondere dieses Films ist, dass ausschließlich mit statischer Kamera gearbeitet wird. Das erzeugt eine "interessante" Art von Langeweile, die gut zur melancholischen Grundstimmung passt.
Dadurch, dass die junge Frau, die nach Paris reist, dem Uhrenverkäufer seine *eigene* Armbanduhr abkauft (er gibt sie nur widerwillig her, auch, und vor allem, weil er in Trauer ist und er deshalb meint, sie würde ihr Unglück bringen), sind die beiden "magisch" verbunden. Das zeigt sich im ständigen Schauplatzwechsel Taipeh - Paris: Die beiden erleben parallel - mit Zeitversatz! - sehr Ähnliches, hin bis zum Kofferklau am Ende.
Der junge Mann - er hat auch Sorgen mit seiner übermäßig religiös-abergläubischen Mutter, die den Tod ihres Ehemanns nicht vernünftig bewältigen kann und allerhand bizarren Zauber veranstaltet - ist vielleicht sogar ein bisschen verliebt in die Ferne, er stellt überall Uhren auf Pariser Ortszeit und benimmt sich auch sonst nicht völlig "normal".
Ein ruhiger, auf eine sanfte Art auch ein bisschen komischer und "sonderbarer" Film, kein Mainstream-Glitzer, kein großer Aufreger. Sympathisch.