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Dabei beleuchtet er die Situation und die Chancen jeder einzelnen der fünf wichtigen Wirtschaftsregionen dieser Erde mit ihren jeweils eigenen Ausprägungen des Kapitalismus. Ausgangspunkt bilden die USA, die seit Beginn der 90er Jahre wieder zur führenden Weltwirtschaftsmacht geworden sind. Gleichzeitig kam für die zuvor dominierende japanische Wirtschaft die Krise. Das japanische Modell ist damit ebenso am Scheitern wie der noch weitergehende Ansatz seiner asiatischen Nachbarstaaten. Die der sozialen Marktwirtschaft verschriebene Position Deutschlands und - untrennbar damit verbunden - auch Europas in diesem weltwirtschaftlich wackelnden Gefüge des ausgehenden 20. Jahrhunderts wird als nächstes analysiert. Zwar wurden hier viele Entwicklungen zunächst verschlafen. Doch inzwischen haben die meisten Staaten Verbesserungen eingeleitet. Einen abschließenden Blick wirft Seitz dann noch auf China, den Wirtschaftsraum der Zukunft. China baut derzeit seine wirtschaftliche Position aus, was auch nicht reibungslos geschieht.
Die Betrachtung der verschiedenen Wirtschaftsansätze macht dabei deutlich, daß alle diese Systeme Probleme bewältigen müssen. Ein Patentrezept existiert nicht, jede Region muß den für sich besten Weg ins 21. Jahrhundert finden. Europa hat es sogar noch am einfachsten, denn hier wurde wenigstens die Notwendigkeit für Reformen erkannt. Japan dagegen muß, um überleben zu können, sein gesamtes gesellschaftliches System von Grund auf verändern. Und die USA haben in der Euphorie ihres Wirtschaftsboomes noch nicht einmal bemerkt, daß sie reformbedürftig sind!
So gibt dieses Buch im Gegensatz zu vielen anderen Büchern dieser Thematik durchaus Grund zur Hoffnung, daß Europa in den Anfängen des nächsten Jahrhunderts eine wirtschaftlich starke Position besitzen wird. --Joachim Hohwieler
SPRINGER STRZT BAUER. König in Gefahr. Konrad Seitz beschreibt die Weltwirtschaft als Schachspiel, zeigt schonungslos Chancen und Risiken am Ende des Jahrhunderts auf. Und wer hat morgen die Nase vorn? Obwohl Europa ohne nennenswerte Computer- und Informationsindustrie ins 21. Jahrhundert geht, hat es dank seiner Stärken in den klassischen Industrien wie Chemie, Maschinenbau und Autobau gute Karten, meint Seitz. Doch der europäische Vorstoß führt nur zum Zwischensieg, denn China bereitet das berholmanöver vor. Ein Schachzug, der Bauernopfer nach sich zieht, weil er sich auf die Macht der Hochtechnologie stützt.
©Konr@ad
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