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Wetter, Klima, Menschheitsentwicklung: Von der Eiszeit bis ins 21. Jahrhundert
 
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Wetter, Klima, Menschheitsentwicklung: Von der Eiszeit bis ins 21. Jahrhundert [Gebundene Ausgabe]

Frank Sirocko
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Theiss, Konrad; Auflage: 1., Aufl. (30. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806222681
  • ISBN-13: 978-3806222685
  • Größe und/oder Gewicht: 29 x 22,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 375.484 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Waldbrände, Flutkatastrophen, Erderwärmung-ein Phänomen des 21. Jahrhunderts? Oder bestimmt der Klimawandel nicht schon immer den Weg des Menschen?

Mit dieser brandaktuellen Fragestellung befasst sich der Geowissenschaftler Frank Sirocko, doch nicht mit dem Ziel, die Zukunft vorherzusagen, sondern vielmehr um einen Blick weit zurück in die Vergangenheit zu werfen. Hochrangige archäologische Funde und historisch bedeutsame Ereignisse werden auf der Grundlage jüngster, bislang unveröffentlichter Forschungsergebnisse mit Wetter- und Klimaphänomenen in einen konkreten Zusammenhang gebracht. Ort der Forschung: Die Dauner Maare in der Vulkaneifel. Die Sedimente der Eifelmaare sind der einzige Ort in Mitteleuropa, der die letzten 40.000 Jahre vollständig dokumentiert. Mit Hilfe der Ablagerungen in den tiefen und sauerstoffarmen Seen können Geowissenschaftler erstmals die Klima- und Wetterbedingungen von den Neandertalern bis heute genau rekonstruieren. Extreme Hochwasser sind ebenso abzulesen wie kaltzeitliche Trockenphasen oder Vulkanausbrüche!

Über den Autor

Prof. Dr. Frank Sirocko leitet das Institut für Geowissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
23 Autoren (u. a. Geowissenschaftler, Physiker, Meteorologen, Archäologen) stellten Zeitreihen von naturwissenschaftlichen Prozessen und archäologisch erfassten gesellschaftlichen Krisen nebeneinander, um zu prüfen ob es in Bezug des Einflusses von Wetter und Klima auf die Menschheitsentwicklung zeitliche Übereinstimmungen gab. Die Gegenüberstellung der Daten zeigt auf, dass Sonneneinstrahlung, Niederschlag, Vegetation und Bodennutzung die entscheidenden Größen für Umwelt und Kulturen waren. Nach Auffassung der Autoren ist nicht das Klima bisher eine Bedrohung gewesen, sondern der daraus entstehende Mangel an Nahrungsmitteln. Deren Verfügbarkeit ist viel wichtiger als herrschende Temperaturen. Dazu kommt die Feststellung, dass viele Krisen auf wirtschaftliche und kulturelle Hochzeiten folgten, die nicht immer aus klimatischen Veränderungen resultierten. So erfolgte die Blütezeit des römischen Imperiums infolge der Vernichtung der keltischen Kultur während einer klimatisch begünstigten Phase. Eingegangen wird am Schluss auf bereits bestehende Computersimulationen bezüglich des CO2 Ausstoßes und deren Konsequenzen, wenn jetzt nichts dagegen getan wird. Sollte Grönlands Eisschild schmelzen würde als Folge dieser Erwärmung eine längere Abkühlungsphase durch das den Golfstrom beeinflussende Schmelzwasser entstehen. Dies wäre für die Landwirtschaft in Mitteleuropa verheerend.
Die Studie wird von vielen nützlichen Abbildungen unterstützt, u. a. durch Diagramme, Modelle und Ausgrabungsfunde. Der Leser wird durch die einzelnen Kapitel, angefangen von der Geologie der Maare über Sedimentdatierungen bis zu Ursachen vergangener Klimavariabilität und archäologischer Grabungen geführt. Der Titel vermittelt auf hochinteressante Weise historische und geowissenschaftliche Fakten und zeigt wie wichtig interdisziplinärer Austausch ist.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu viele Fehler 2. Februar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Zu F. Sirocko (Hg.) 2009, Wetter, Klima, Menschheitsentwickung.
Das Buch kann nur Laien überzeugen:
Die weitgehende Beschränkung auf rheinland-pfälzische Verhältnisse muss nicht nur Leser enttäuschen, die unter "Menschheitsentwicklung" anderes erwartet haben; auch für klimatische Fragestellungen mit globalen Schwankungen der Sonnenaktivität ist dieser Ansatz zu kleinräumig.
Ein Buch unter dem Geleitwort, "geschichtliches und geologisches Faktenwissen" vermitteln zu wollen, darf nicht derartig viele fachliche Fehler enthalten, von denen hier nur einige herausgegriffen werden, wie um Jahrtausende falsche oder nur auf die Eifel bezogene Datierungen (Megalithik, Bronze- bis Hallstattzeit, Völkerwanderung). Viele davon sind wohl auf das Chronologie-Chaos zurückzuführen; denn das bis -6000 verwendete Kürzel "BP" kann um tausend Jahre unterschiedliche Zeiten bezeichnen: In der anglistischen Geologie steht BP weithin für "vor 1950" allgemein; Sirockos Vereinfachung, "8000 BP entspricht 6000 BC", ist geologenüblich, aber bei ca. 12500 J. zurückreichenden Dendrodaten für Geschichtsaussagen nicht akzeptierbar. Warum nicht unsere eingeführte Standard-Zeitrechnung? Wozu englisch "BC" und "AD" in einem deutschen Buch? Warum veraltete/falsche Quellenangaben? Die Annahme eines unmittelbar aus der Sonnenaktivität ablesbaren Klimas für Mitteleuropa ist zumindest umstritten; sie variiert in unseren Breiten im Promillebereich, und das Zusammenspiel der zu Beginn des Buches geschilderten Energieverschiebungen auf unserem Planeten ist noch lange nicht ausreichend erforscht: Pazifische, atlantische, nordatlantische Klimaoszillationen wirken sich in verschiedenen Regionen Europas bereits unterschiedlich, sogar gegenteilig aus. So kann es nicht verwundern, dass u.a. die drei angeführten Hauptbeweise (Keltenwanderungen, Völkerwanderung, 14. Jh.) nicht haltbar sind.
Noch etwas zum Schmunzeln: "Tatsächlich umkreist die Sonne allerdings die Erde ... " (S.54), und: Natürlich reichten in den Alpen nicht "die Bäume bis zu 200 m höher als heute", sondern die Baumgrenzen.
Mit ca. 300 Abbildungen in einem hervorragenden Layout bietet sich ein angenehm zu lesender Bildband, der aber an der räumlichen Beschränktheit als auch Unzuverlässigkeit leidet. Zum Abgleich der Daten empfiehlt sich der "Atlas der Vorgeschichte" (v. Schnurbein 2009), wenn man von dessen unverstandenen Klimakolportagen absieht. Am bedenklichsten jedoch erscheint die waghalsige und ungesicherte Grundaussage, schwache Sonnenaktivität wirke sich unmittelbar im mitteleuropäischen Klima und regelhaft in gesellschaftlichen Krisen aus, deren übrige Ursachen stets großzügig übergangen werden. Daneben sind der Fachjargon und die unnötigen Anglizismen der angestrebten Zielgruppe nicht angemessen. Das uns mit diesem Schnellschuss vorgesetzte "Faktenwissen" wird wohl leider noch lange für Verwirrung sorgen.
(Ausführlicher mit Grafiken u. Belegen unter [...]).
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