Robert Randolphe, ein Name, den ich noch nie gehört habe. Gestern spielte er mit seiner Band in der ausverkauften Münchner Olympiahalle als Vorgruppe von Eric Clapton. Vom ersten Ton weg war ich begeistert. Der Mann hat den Blues und zwar so, dass man meinen könnte mitten in den Sümpfen von Louisiana zu stehen oder als Hobo das Stampfen der Räder des Zuges von Batton Rouge nach Chicago hören zu können. Das ist ehrliche, handgemachte Musik vom Feinsten ohne elektronischen Firlefanz und überkandeteltem Showgehabe. Eric Clapton ließ es sich nicht nehmen, den jungen Musiker bei den Zugaben noch einmal auf die Bühne zu holen! Das habe ich noch nicht erlebt. Zusammen spielten sie mit sichtlicher Freude den Blues Klassiker Mojo-Working in nie gehörter Dynamik und einem Groove, dass einem die Ohren wegflogen. Wahnsinn! Ich kann meine Vorkritiker nur bestätigen, der Junge und sein Sound sind absolut empfehlenswert.