Welch ein Film! Gedreht im Jahr 1931, mitten in der Weltwirtschaftskrise, wo es in Deutschland nicht nur politisch drunter und drüber ging und die Nazis immer stärker wurden. Georg Wilhelm Pabst ist ein Meisterwerk des Antikriegsfilms gelungen. Die harten Bilder (man denke nur an die Szene, wo ein Solat nach 18 Monaten wieder auf Urlaub nach Hause kommt, seine Mutter vor einem Fleischerladen nach Nahrung ansteht und sie ihren Sohn sieht, der in seine Wohnung kommt, und seine Frau mit einem anderen Mann im Ehebett findet, oder die Szenen im "Lazarett", wo die Schwerverwundenen alle schreien und brüllen und kein Morphium mehr da ist). Dann die bewegende Schlusseinstellung: Ein verwundeter deutscher Soldat sagt bevor er stirbt "Alle sind wir schuld". Diese Szene ging mir unter die Haut. Der ganze Film hat auch heute nichts von seiner Gültigkeit verloren. "Westfront 1918" ist für mich ein Meilenstein in der Geschichte des deutschen Films.