Ich finde den Titel "Westerntraining für Freizeitreiter" etwas irreführend, beschreibt Oelke doch in seinem Buch weitestgehend die Grundausbildung in der klassischen Hackamore vom noch rohen Jungpferd bis hin zu den grundlegenden Basiselementen der Reining.
Dabei ist er leider teilweise etwas oberflächlich, oder manchmal auch ungenau, so dass seine Methoden -falsch angewendet- schnell zu großen Problemen führen können und auch seine beschriebenen Methoden selbst (die ich persönlich teilweise für nicht so gut und/oder sinnvoll halte) sollten in dieser Form nur vom Profi der genau weiß, was er tut, oder unter Aufsicht eines solchen ausgeführt werden.
Für einen Laien oder einen durchschnittlichen Freizeitreiter, der vor hat, sein Jungpferd selbst auszubilden, halte ich das Buch allerdings nicht für geeignet.
In einigen Kapiteln sind jedoch viele wertvolle Tipps (z.B. über Ausrüstung oder worauf man bei einem Jungpferd achten sollte) und viel Wissenswertes zu lesen, Dinge die man so noch nicht wußte. Und manchmal kommt plötzlich Licht in bisher Verborgenes und die Lösung eines Problems liegt auf einmal auf der Hand.
Hardy Oelke verfügt über fundamentales Wissen und die Einleitung spricht eine deutliche Sprache!
Ich habe aus diesem Buch einige wertvolle Tipps und Anregungen für mich und meinen bereits gut western gerittenen Wallach bekommen, gerade was die Ausbildung mit der klassischen Hackamore angeht und einige neue Ansichten gewinen können.
Ein gutes Buch, empfehlenswert, jedoch kein Muss.