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Dieser Roman schildert aufs Eindringlichste die schauerlichen Erlebnisse des Soldaten Paul Bäumer an der Westfront des Ersten Weltkrieges, wo sich Deutsche und Alliierte in einem grausamen Grabenkrieg gegenüberstanden. Aber eigentlich sind Schauplatz und Zeit bedeutungslos, beherrschend ist das sinnlose Töten und die zu reinem Menschenmaterial degradierten Soldaten, die schon lange den Glauben an den "gerechten Krieg" aufgegeben haben. Hier ist kein Platz für klischeehaft mutige Helden, Verlierer sind sie letztlich alle, die da im Schlamm der Schützengräben liegen.
So mancher Leser wird nach diesem Roman seine Meinung zu Krieg und Militärdienst geändert haben. Wer heute noch glaubt, Krieg könne eine heldenhafte Sache sein, der kennt das Buch wahrscheinlich nicht und sollte einmal einen Blick hinein werfen. Danach ist er entweder eines besseren belehrt oder scheinbar schon völlig abgestumpft. --Joachim Hohwieler
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein packendes und lehrreiches Buch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues (Taschenbuch)
Der Klassiker "Im "Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque wird seinen Platz in meinem Regal nicht mehr verlieren.Noch nie hat ein Buch so sehr meine Ansichten geändert. Vorher war meine Ansicht eher "1. Weltkrieg, na ja: Bumm, bumm, krach krach, da ein Toter, hier ein Toter..." Dieser Falschglauben wird durch das Buch radikal verändert. Nicht nur, dass man jeden Gedanken Paul Bäumers (Erich Maria Remarque hiess übrigens früher Erich Paul Remarque, und der Nachname Bäumer stammt auch aus seiner Familie) mitbekommt, nein, man bekommt auch kleine Informationen zu seinen Kameraden und kann sich so seine Gedanken zu ihnen und ihr Leben machen. Diese unzähligen Schicksale der Soldaten, die hier im Krieg nur als eine Maschine gesehen werden, die halt dann irgendwann den Geist aufgibt. So ein Soldat lernt in seiner Lebenszeit so viele Dinge, lernt Dinge kennen, und alles wird durch einen Schuss oder eine Granate ausgelöscht. Diese Gedanken verfolgen mich das ganze Buch über, und man hat das Gefühl, man wäre im Graben und dächte über das Leben nach. Auch sehr eindringlich werden ab und zu schaurige Details geschildert: Szenen im Lazarett, wo Leute mit aufgerissenen Bäuchen oder ohne Beine oder Arme liegen und eigentlich keine Überlebenschancen haben; oder Szenen im Schützengraben, die Kameraden warten auf den Angriff, während Leichen vom Vortag noch auf dem Feld liegen und ihnen in der Hitze die Bäuche aufquellen. Doch das sind nur Beispiele, wenn man das Buch gelesen hat, kann man gar nicht mehr begreifen, was ein toter Soldat bedeutet - nicht nur einfach ein Gefallener, nein: er hinterlässt Verwandte, Freunde, und Kameraden im Krieg. Und diese Leute müssen Jahre lang trauern oder brauchen ihr Leben lang eine Therapie, bloss weil EIN kleiner Soldat ihn mit einem von seinen 50 Granaten, die er am Tag geworfen hat, getroffen hat. Das Buch ist sehr autobiographisch beeinflusst (siehe der Name Paul Bäumer), auch die ganzen Erlebnisse sind wahrscheinlich auch Remarque passiert (in ähnlicher Weise). Also wie gesagt, das Buch lohnt sich auf jeden Fall zu lesen, auch als Lektüre in der Schule ist es empfehlenswert (hab ich selbst gemacht). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Im Westen nichts Neues,
Von
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues (Taschenbuch)
Erich Maria Remarque schreibt über einen Krieg. Ein pazifistisches Buch also? Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein, setzt er seinem Roman voraus: „Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Kriege zerstört wurde - auch wenn sie seinen Granaten entkam." Weder eine Anklage noch ein Bekenntnis, das ist schwer. Remarque betreibt weder eine Analyse der möglichen politisch-ökonomischen Kriegsursachen, noch will er sich auf eine Politik zukünftiger Kriegsvermeidung festlegen. Was folgt ist die sachliche Beschreibung der menschlichen Existenz im Krieg, die sich ändern muss, um ihn zu überstehen. Die einfache Sprache des Ich-Erzählers verleiht diesem Buch dabei eine beklemmende Authentizität. Mit großer Sachkenntnis und Genauigkeit wird der Kriegsalltag beschrieben, die Auswirkungen auf die darin verwickelten jungen Männer lassen sich schmerzhaft intensiv nachvollziehen. Ein großartiges und, trotz der Vielzahl an Romanen über den Krieg, einzigartiges Buch.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von Soldaten für Soldaten,
Von aranea-diademata (Saarland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Im Westen nichts Neues (Taschenbuch)
"Im Westen nichts Neues" ist Literatur, wenn Literatur Bücher sind, die einen verändern."Im Westen nichts Neues" mag keine Literatur sein, wenn man eine einwandfreie Sprache, einen politisch korrekten Inhalt und eine gute Kritik von Reich-Ranicki und anderen Kantoreks als Maßstab nimmt. Das Buch schildert die Erlebnisse an der Front des ersten Weltkrieges, der in vielerlei Hinsicht einer der schlimmsten Kriege der Geschichte ist. Und sie schildert die Erlebnisse eines Schülers, der sich von den Parolen seines Lehrers Kantorek angestiftet mit seiner gesamten Schulklasse meldet, und die andere, oft verdrängte, Seite des Krieges kennenlernt - entwurzelt und desillusioniert endet hier das Primat der Politik und wird durch das Primat des Überlebens ersetzt. Das Buch ist auch ein Zeugnis eines wahren Pazifismus. Oft und gerne vergessen wird, daß die treibenden Kräfte des Pazifismus viele Jahre lang keine friedensbewegten Demonstranten waren - sondern Soldaten, die wissen, was ein Krieg ist, außer "schlimm". Wenn Tilmann Westphalen im Nachwort auch noch dieses Buch dafür hernimmt, die unsägliche "Soldaten sind Mörder"-Debatte zu kommentieren, disqualifiziert er sich damit - die Aussage dieses Buches könnte anders nicht sein. "Soldaten sind Menschen" und Instrumente der Politik zu ihrer Fortsetzung mit anderen Gerade in Zeiten, in denen eine Glaubensdebatte um den 3. Golfkrieg durch alle Zeitungen geht, sollte dieses Buch mehr Beachtung und das Negativbild des konservativen Dorfschullehrers Kontorek mehr als Mahnung dienen. Und jeder, der sich mit dem Krieg beschäftigt, sollte dieses Buch als letztes lesen. (Und jeder, der über Kriege entscheidet, sei es nur in Abstimmungen und Wahlen, sollte sich natürlich damit beschäftigen - und nicht nur mit der Propaganda einer kriegführenden Nation oder einer politischen Strömung!) Als Offizier sehe ich die Bedeutung dieses Buches darin, daß man, bevor man sich an einem Krieg beteiligt, genau wissen sollte, worauf man sich da einläßt und daß es das Wert ist (Latrinenparolen wie "Krieg gegen den Terror" oder "Schutz der Menschenrechte" - wo es echte Latrinenparolen und keine fundierten Begründungen sind - zählen dabei nicht); als sozialliberaler Mensch ist es für mich eine Warnung gegen konservativ-verknöcherte Strukturen und was sie anrichten können. Dies ist meine Meinung. Zum weiterlesen: Dalton Trumbo, Johnny zieht in den Krieg über einen Kriegsversehrten und Remarques Fortsetzung Der Weg zurück. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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