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Ein Konzeptalbum zu einem Film, der nicht existiert. Musikalische Bilder präsentieren Kasabian in ihrem neuen Album, die Visualisierung überlassen sie dem Hörer.
Das „West Ryder Pauper Luntaic Asylum“ war Großbritanniens erste psychiatrische Klinik für Arme. Ähnlich wie die Patienten dort, kann man auch die Songs des neuen Albums von Kasabian charakterisieren, verrückt und trotzdem liebenswert.
Stets geradlinig funktionieren die zwölf Lieder auf „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“ aufgrund ihrer eingängigen Melodien und Arrangements. Schwerer Gitarrensound, treibender Beat, ein paar elektronische Elemente, atmosphärische Klangbilder und die Stimme von Sänger Tom Meighan erzeugen viel Emotionen. Erstmals experimentieren die Briten auch verstärkt mit verschiedenen Musikstilen. Neben den gewohnten Indierock, reihen sich Elemente aus Surfpop, Country, Rave, Electropunk, TripHop und Psychodelic ein. Dadurch wirkt „The West Ryder Pauper Luntaic Asylum“ wesentlich abwechslungsreicher als seine Vorgänger „Kasabian“ (2004) und „Empire“ (2006).
Gitarrist Sergio Pizzorno ist nach dem Abgang von Gitarrist Christopher Karloff 2006 alleiniger Songschreiber der Band und seine Leidenschaft für Filmmusik merkt man dem dritten Kasabian-Album an. So könnte zum Beispiel der treibende Garagerocksong „Fast Fuse“ das Rennen in einem Roadmovie untermalen. Und „Thick & Thieves“ mit Wah-Wah-Gitarren in einem Westernfilm Platz finden.
Gewohnte eingängige Melodie zu tanzbarem Rhythmus weist die „Where Did All The Love Go“ auf. Im Gegenzug dazu steht „Take Aim“, das mit einer melancholischen Melodie gespielt von Streichern und Bläsern beginnt. Mit dem Einsatz von knatschigem, fast schon weinerlichem Gesang avanciert der Titel aber nach und nach zu einem Psychodelic Song mit Italo-Elementen und immer wieder aufschreiendem Synthesizer. Im Hintergrund dennoch beruhigende Streicher und Bläser.
Jeder der zwölf Songs hat etwas Besonderes und mit etwas Vorstellungskraft lässt sich zu jedem Lied eine Filmsequenz erahnen. Kasabian geben mit diesem Konzeptalbum den Rahmen für eine Geschichte, die Ausgestaltung und Interpretation dieser, liegt jedoch in den Gedanken und Fantasien des Zuhörers. Mit dem verträumten „Happiness“, in dem der Refrain von einem Gospel-Chor begleitet wird, findet das dritte Album einen gebührenden Ausklang.
Düsterer, atmosphärischer und weitaus weniger elektronisch als seine Vorgänger ist „The Ryder Pauper Lunatic Asylum“. Kasabian konzentrieren sich darauf, Stimmungen zu erzeugen. Dabei helfen vor allem dezent eingesetzte Streicher und Bläser. Der Soundtrack steht - jetzt muss nur noch jemand den passenden Film dazu produzieren.
Das „West Ryder Pauper Luntaic Asylum“ war Großbritanniens erste psychiatrische Klinik für Arme. Ähnlich wie die Patienten dort, kann man auch die Songs des neuen Albums von Kasabian charakterisieren, verrückt und trotzdem liebenswert.
Stets geradlinig funktionieren die zwölf Lieder auf „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“ aufgrund ihrer eingängigen Melodien und Arrangements. Schwerer Gitarrensound, treibender Beat, ein paar elektronische Elemente, atmosphärische Klangbilder und die Stimme von Sänger Tom Meighan erzeugen viel Emotionen. Erstmals experimentieren die Briten auch verstärkt mit verschiedenen Musikstilen. Neben den gewohnten Indierock, reihen sich Elemente aus Surfpop, Country, Rave, Electropunk, TripHop und Psychodelic ein. Dadurch wirkt „The West Ryder Pauper Luntaic Asylum“ wesentlich abwechslungsreicher als seine Vorgänger „Kasabian“ (2004) und „Empire“ (2006).
Gitarrist Sergio Pizzorno ist nach dem Abgang von Gitarrist Christopher Karloff 2006 alleiniger Songschreiber der Band und seine Leidenschaft für Filmmusik merkt man dem dritten Kasabian-Album an. So könnte zum Beispiel der treibende Garagerocksong „Fast Fuse“ das Rennen in einem Roadmovie untermalen. Und „Thick & Thieves“ mit Wah-Wah-Gitarren in einem Westernfilm Platz finden.
Gewohnte eingängige Melodie zu tanzbarem Rhythmus weist die „Where Did All The Love Go“ auf. Im Gegenzug dazu steht „Take Aim“, das mit einer melancholischen Melodie gespielt von Streichern und Bläsern beginnt. Mit dem Einsatz von knatschigem, fast schon weinerlichem Gesang avanciert der Titel aber nach und nach zu einem Psychodelic Song mit Italo-Elementen und immer wieder aufschreiendem Synthesizer. Im Hintergrund dennoch beruhigende Streicher und Bläser.
Jeder der zwölf Songs hat etwas Besonderes und mit etwas Vorstellungskraft lässt sich zu jedem Lied eine Filmsequenz erahnen. Kasabian geben mit diesem Konzeptalbum den Rahmen für eine Geschichte, die Ausgestaltung und Interpretation dieser, liegt jedoch in den Gedanken und Fantasien des Zuhörers. Mit dem verträumten „Happiness“, in dem der Refrain von einem Gospel-Chor begleitet wird, findet das dritte Album einen gebührenden Ausklang.
Düsterer, atmosphärischer und weitaus weniger elektronisch als seine Vorgänger ist „The Ryder Pauper Lunatic Asylum“. Kasabian konzentrieren sich darauf, Stimmungen zu erzeugen. Dabei helfen vor allem dezent eingesetzte Streicher und Bläser. Der Soundtrack steht - jetzt muss nur noch jemand den passenden Film dazu produzieren.
kulturnews.de
Richtig was reißen konnte die Lieblingsband von Oasis bei uns bisher nicht. Vielleicht ändert sich das mit dem dritten Kasabian-Album, denn das Quartett aus Leicester hat sich diesmal sehr breit aufgestellt: Bei "Fast Fuse" mischen sie Surfpop mit Garagenelektro, "Vlad the Impaler" könnte auch von The Prodigy sein, "West Ryder Silver Bullett" lässt TripHop wieder aufleben, und der Überhit "Where did all the Love go" klingt, als wäre den Gorillaz ein Streichersensemble in die Hände gefallen. Kasabian tarnen die Vielfalt als Konzeptalbum: Das West Ryder Pauper Lunatic Asylum war Großbritanniens erste psychiatrische Klinik für Arme, und jeder Song blickt in den Kopf eines anderen Patienten. Sollten wie beim Vorgänger "Empire" wieder mehr als eine Million Plattenkäufer den Trip mitmachen, sind hoffentlich auch die deutschen Fans zahlreicher dabei. Größenwahn und Nölgesang (von Tom Meighan) dürften dank Oasis auch hierzulande eigentlich niemanden mehr schrecken. (cs)
Produktbeschreibungen
KASABIAN WEST RYDER PAUPER LUNATIC ASYLUM