STEREO
Eine durchaus vergleichbare Rolle wie Ry Cooder bei der Popularisierung der kubanischen Musik letzthin spielte Ex-Beatle George Harrison um 1965 bei der von Indiens klassischer Musik. Daß Ravi Shankar damals für einige Jahre beinahe zum Popstar (einem ehrfürchtig bewunderten wie bei Konzerten frenetisch bejubelten) wurde, kann man getrost auf das Konto von Harrison verbuchen. Der Name Yehudi Menuhin allein jedenfalls hätte kaum die vergleichsweise spektakulären Umsätze garantiert, die EMI beim "East Meets West"-Album erlebte. Dem Modetrend mochten sich dann auch die "Grammy"-Juroren nicht verschließen, die diese LP als beste in der Klassik-Gattung Kammermusik des Jahres auszeichneten. Wer das Album mag, das Ry Cooder mit Ravi Shankars Schüler Vishwa Mohan Bhatt aufnahm (das ebenfalls mit dem "Grammy" dekorierte "A Meeting By The River"), hat jetzt Gelegenheit, nachzusitzen und die Platte kennenzulernen, die damals ein kulturelles Ausnahme-Ereignis war. Erfreulicherweise klingt diese neue CD mindestens so gut wie die alte LP-Pressung.
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