Der entscheidende Hinweis zum Lesen dieses Buches kommt aus dem Buch selbst: Man muß auswählen, was man liest. Oder ob man es überhaupt liest.
Ich habe in verschiedene Kapitel des Buches hineingelesen und es nach einer Stunde enttäuscht ins Altpapier getan. Ich hatte mir ein Buch, das in den Rollen Mentor/Muse geschrieben ist, erhofft. Lothat J. Seiwert kocht auf 320 Seiten vielleicht 15 Grundrezepturen in diversen Variationen. Die sich durch das Buch ziehende Atmosphäre eines Papierbüros von vor 20 Jahren wirkt ein wenig altbacken. Als Leser gewinnt man den Eindruck, der gestreßte Manager müsse sich nur möglichst gut von seiner Sekretätin abschirmen lassen und Aufgaben planen, anordnen und delegieren. Der Beziehungsebene einer Kommunikation schenkt Lothar J. Seiwert erstaunlich wenig Beachtung. Ideen zum Umgang mit Aspekten, die durch moderne Kommunikationsmittel wie z.B. email aufgeworfen werden, trägt das Buch mit keinem Wort Rechnung.
Obwohl es in den Grundstrukturen demselben Muster folgt, ist das Buch "Der Weg zum Wesentlichen" von Stephen R. Covey nicht nur angenehmer zu lesen, es vermittelt auch das Gefühl, etwas Neues mitgenommen zu haben.