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Das Wesen des Christentums (Kommentierte Gold Collection)
 
 

Das Wesen des Christentums (Kommentierte Gold Collection) [Kindle Edition]

Ludwig Feuerbach , Joseph Meyer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Die Serie "Meisterwerke der Literatur" beinhaltet die Klassiker der deutschen und weltweiten Literatur in einer einzigartigen Sammlung für Ihren eBook Reader. Lesen Sie die besten Werke großer Schriftsteller,Poeten, Autoren und Philosophen auf Ihrem Kindle Reader. Dieses Werk bietet zusätzlich

* Eine Biografie/Bibliografie des Autors.
* Digitale Überarbeitung und allerbeste Qualität
* ein interaktives Inhaltsverzeichnis für einfache Orientierung.

Das Wesen des Christentums ist eine Schrift des Philosophen Ludwig Feuerbach aus dem Jahre 1841. Sie gilt als das zentrale Werk seiner Religionskritik.

In diesem Werk begründet Feuerbach seine Projektionstheorie.

Inhalt:

Vorwort
Vorrede zur zweiten Auflage [1843]
Vorwort zur dritten Auflage 1848

Einleitung

Erstes Kapitel Das Wesen des Menschen im allgemeinen
Zweites Kapitel Das Wesen der Religion im allgemeinen

Erster Teil Das wahre, d.i. anthropologische Wesen der Religion

Drittes Kapitel Gott als Wesen des Verstandes
Viertes Kapitel Gott als moralisches Wesen oder Gesetz
Fünftes Kapitel Das Geheimnis der Inkarnation oder Gott als Herzenswesen
Sechstes Kapitel Das Geheimnis des leidenden Gottes
Siebentes Kapitel Das Mysterium der Dreieinigkeit und Mutter Gottes
Achtes Kapitel Das Geheimnis des Logos und göttlichen Ebenbildes
Neuntes Kapitel Das Geheimnis des welterschaffenden Prinzips in Gott
Zehntes Kapitel Das Geheimnis des Mystizismus oder der Natur in Gott
Elftes Kapitel Das Geheimnis der Vorsehung und Schöpfung aus Nichts
Zwölftes Kapitel Die Bedeutung der Kreation im Judentum
Dreizehntes Kapitel Die Allmacht des Gemüts oder das Geheimnis des Gebets
Vierzehntes Kapitel Das Geheimnis des Glaubens - das Geheimnis des Wunders
Fünfzehntes Kapitel Das Geheimnis der Auferstehung und übernatürlichen Geburt
Sechzehntes Kapitel Das Geheimnis des christlichen Christus oder des persönlichen Gottes
Siebzehntes Kapitel Der Unterschied des Christentums vom Heidentum
Achtzehntes Kapitel Die christliche Bedeutung des freien Zölibats und Mönchtums
Neunzehntes Kapitel Der christliche Himmel oder die persönliche Unsterblichkeit

Zweiter Teil Das unwahre, d.i. theologische Wesen der Religion

Zwanzigstes Kapitel Der wesentliche Standpunkt der Religion
Einundzwanzigstes Kapitel Der Widerspruch in der Existenz Gottes
Zweiundzwanzigstes Kapitel Der Widerspruch in der Offenbarung Gottes
Dreiundzwanzigstes Kapitel Der Widerspruch in dem Wesen Gottes überhaupt
Vierundzwanzigstes Kapitel Der Widerspruch in der spekulativen Gotteslehre
Fünfundzwanzigstes Kapitel Der Widerspruch in der Trinität
Sechsundzwanzigstes Kapitel Der Widerspruch in den Sakramenten
Siebenundzwanzigstes Kapitel Der Widerspruch von Glaube und Liebe
Achtundzwanzigstes Kapitel Schlußanwendung

Anhang


Produktinformation


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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Sondereinband
bildet in Verbindung mit anderen Schriften Feuerbachs, wie z.B. "Gedanken über Tod und Unsterblichkeit" und "Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde" die Basis einer rational nachvollziehbaren Religionskritik. Feuerbach entlarvt die Religion als anthropologische Philosophie. Der Mensch ist der Anfang, der Mittelpunkt und das Ende der Religion.
"Die Religion ist das Verhalten des Menschen zu seinem eignen Wesen - darin liegt ihre Wahrheit und sittliche Heilkraft - aber zu seinem Wesen nicht als dem seinigen, sondern als einem andern, von ihm unterschiednen, ja entgegengesetzten Wesen - darin liegt ihre Unwahrheit, ihre Schranke, ihr Widerspruch mit Vernunft und Sittlichkeit, darin die unheilschwangere Quelle des religiösen Fanatismus, darin das oberste, metaphysische Prinzip der blutigen Menschenopfer, kurz, darin der Urgrund aller Greul, aller schaudererregenden Szenen in dem Trauerspiel der Religionsgeschichte."
Als Grundbaustein für einen objektiven Blick auf Religion und Glauben, als Grundbaustein für eine offene, humane Weltanschauung und als grundlegendes Wissen für eine materialistisch-humanistisch angelegte Lebensphilosophie, ist dieses Buch ein MUSS.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Sondereinband
(Zitat: Ludwig Feuerbach)

Der Philosoph Ludwig Feuerbach ( 1804-1872), ein Naturalist und Materialist, lehrte einen philosophischen Anthropologismus, demzufolge nicht Gott den Menschen geschaffen hat, d.h. "Gott" und " Jenseits" aus menschlichen Wünschen und Hoffnungen entstandene Phantasiegebilde sind. Dies geht aus vorliegenden Text hervor. Der Philosoph meint, dass der Mensch durch seinen " Glückseligkeitstrieb" sich veranlasst sah, religiöse Vorstellungen zu entwickeln. Er sagt: " Der Mensch glaubt an Götter nicht nur, weil er Phantasie und Gefühl hat, sondern auch weil er den Trieb hat, glücklich zu sein....Was er selbst nicht ist, aber zu sein wünscht, das stellt er sich in seinen Göttern als seiend vor; die Götter sind die als wirklich gedachten, die in wirkliche Wesen verwandelten Wünsche des Menschen...und Gefühl keine Religion, keine Götter. Und so verschieden die Wünsche, so verschieden sind die Götter, und die Wünsche so verschieden, wie es die Menschen selbst sind."

Am Beispiel des Christentums möchte Feuerbach den wahren Kern der Religion aufdecken. Der Philosoph versucht mit seinem Text, den Menschen von seinen jenseitigen Illusionen und Projektionen zu befreien und die Religion im Herzen und im Gemüt der Menschen zu verankern. In Feuerbachs Religion steht nicht der abstrakte Gott, sondern der konkrete Mensch aus Fleisch und Blut im Mittelpunkt. Feuerbach ist davon überzeugt, dass der Mensch immer sich selbst meine, wenn er Gott sagt.

Die Befriedigung der eigenen Wünsche in einer eingebildeten Religion ist ein kindlicher Traum der Menschheit. Der Mensch muss aus seinem Traum erwachen und beginnen, das, was er durch Religion nur in der Phantasie bekommt, durch Handeln in der Wirklichkeit zu erzielen: ein schönes, glückliches von den Roheiten und blinden Zufälligkeiten der Natur freies Dasein. Für Feuerbach liegen die Mittel, dies zu erlangen, in der Bildung und in der Kultur.

Obschon der Nachweis, dass der Gott der Religionen eine Projektion des menschlichen Selbstverständnisses ist, kein schlüssiger Beweis für die Nicht-Existenz Gottes darstellt, zeigt Feuerbach in diesem Werk den Zusammenhang zwischen religiöser Vorstellung und unserer menschlichen Lebenswelt auf. Er macht unmissverständlich klar, dass das Diesseits und Jenseits miteinander verschwistert sind und man gut beraten ist, sich durch eigenes Handeln den Himmel auf Erden zurückzuholen.

Je älter ich werde, um so klarer wird mir, dass Feuerbach Recht hatte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Sondereinband
Feuerbachs "Das Wesen des Christentum" ist ein wichtiger Beitrag in der religionsphilosophischen Diskussion zur Zeit der deutschen Aufklärung und des deutschen Idealismus mit Kant, Hegel und Schleiermacher. Im Prinzip sagt Feuerbach das gleiche wie Schleiermacher, Religion sei Ausdruck des menschlichen Selbstverständnisses bzw. -verhältnisses, nur dass Feuerbach das Ganze in einer pejorativen Hülle verpackt. Würde man bei Feuerbach alle vermindernden Partikel ("nichts als", "nur", "nicht mehr als" ...) streichen, hätte man Schleiermacher. Wo Feuerbach sich allerdings auf Schleiermacher beruft, tut er das häufig in einer (absichtlich) polemisch verfremdenden Weise - wenn Feuerbach z.B. von einem (schlechthinnigen) "Abhängigkeitsgefühl" spricht (7. Kapitel, S. 128 Mitte), deutet er Schleiermacher im Folgenden bewusst um.

In der heutigen Fundamentaltheologie, die sich an Schleiermacher orientiert, werden die Kritik Feuerbachs und die Ideen Schleiermachers bereits umfassend aufgenommen und angewandt. Nicht so hingegen die dialektische Theologie, die Feuerbachs und Schleiermachers Thesen meist grundsätzlich verwirft.

Ein gut zu lesendes, lehrreiches Werk, das aber aus heutiger Perspektive nur richtig verständlich ist, wenn man es im Zusammenhang mit Schleiermacher sieht. Dann ist es auch längst nicht mehr so überraschend und innovativ, wie es dem ersten Anschein nach auftritt. Die polemische Ausdrucksweise, die Feuerbach teils an den Tag legt, sollte man überlesen, weil sie mit der Kenntnis von Schleiermacher größtenteils unbegründet ist.
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