Ephraim Kishon,ein israelischer fabelhafter Satiriker,lässt in diesem Band leider einiges von seiner Hochform missen.
Er schafft zwar auch wieder in diesem Band,der aus politischen Satiren besteht,den Nagel auf den Kopf zu treffen und treffend zu karikieren,doch mitunter bleibt der Humor bei den Texten auf der Strecke,und wird von einer tiefen Bitterkeit verdrängt.
Es müssen ja nicht alle Politiksatiren lustig sein,doch ist der Humor ein treffenderes Mittel,Misstände zu entlarven,zu kritisieren und deren Verursacher zu blamieren,als verbitterte Häme.Ephraim Kishon spielt sehr oft auf die Nah Ost Politik in seinem Land an und zeigt mit dem Finger auf die Fehler und streut Salz in die Wunden.
So ist es vielleicht besser,das Buch ein Werk aus zusammengestellten politischen Kritikschreiben zu nennen.Politische Satiren sind meist humorvoller und nicht so gravierend.
In erster Linie wird aber der Beamtenstatus und das Beamtenlatein auf das Korn genommen.
Und seine Bezüge bis zum Kriminellen werden aufgedeckt.
Auch spielt Kishon ständig auf die Dummheit der Politiker an,und verallgemeinert dies stark,was ich sehr bedenklich finde.
Dieses Buch wäre ein Meisterwerk,wenn es unverkrampfter an das Thema Politik heranginge,überzeugt aber durch Sprachkunst und hohes stilistisches und rhetorisches Können.
Dieser Kishon ist also eine ernstere Version des alten Kishons,der sich ernster und tiefer mit einem Thema beschäftigt und der beim Durchlesen den alten Kishon schmerzlich vermissen lässt.