John Cage - Works for Percussion, CD
Booklettextautor: Sylvestre, Gaston
Komponist: Cage, John
Orchester/Ensemble: Quatuor Hêlios
Verlag: Wergo
Die Bedeutung der sieben auf dieser CD zusammengestellten Stücke liegt darin, dass sie einerseits ein sich über vier Jahre - 1939 bis 1943 - erstreckendes eindrucksvolles Panorama der Intelligenz des Materials bei einem Komponisten entstehen lassen, den der Kritiker Fred Goldberg als den größten "Giraudouxianer" unser Zeit bezeichnete. Auf der anderen Seite veranschaulicht es auf ungewöhnlich indirekte Weise die Vorgeschichte der "Automation" des schöpferischen Akts, die man als stete Verlockung beim jungen Cage erkennen kann...
"Da Perkussion - außer in homöopatischen Dosierungen - von der 'großen' Musik Europas bis dahin nicht akzeptiert war, obgleich sie ein unglaubliches Potenzial, eine unglaubliche Bereicherung in sich barg, entwickelte Cage sie noch radikaler, denn sie ermöglichte die Erschließung des einzigen gemeinsamen Nenners, der zwischen den Elementen Musik, Klang und Stille existiert: den der Dauer. ... Die Reihe der vom Hêlios Quartett dargebotenen Werke verrät diese sich ankündigende Hinwendung Cages zum Zufall oder zumindest zur Entsubjektivierung des Kompositionsprozesses."
(Daniel Charles)
Isabelle Berteletti, Jean-Christophe Feldhandler, Florent Haladjian und Lê Quan Ninh sind sich zum ersten Mal 1980 in der Klasse von Silvio Gualda begegnet. 1986 haben sie aus der gemeinsamen Begeisterung für die frühen Percussionwerke John Cages heraus das Quatuor Hêlios gegründet. Nach drei Jahren der Zusammenarbeit mit zahlreichen Konzerten hat sich das Quartett zur Einspielung dieser Musik entschlossen.