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2.0 von 5 Sternen
Anbiedernde Umformulierung ins scheinbar Jugendliche, 23. Juni 2007
So einfach geht das also - man nehme die bis heute unübertroffene Voss-Übersetzung und drehe jeden Hexameter in einen Prosasatz um. Das Ganze dann mit etwas Schnoddrigkeit würzen und als zeitgemäße Nacherzählung behaupten. Da lobe ich mir die verkürzenden Fassungen von Walter Jens und Franz Fühmann oder die komplette Nacherzählung von Ulrich Karger, die weit näher am Stoff und trotzdem keineswegs antiquiert daherkommen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gewaltsam modernisiert, 28. April 2009
Die Übersetzung ist unsäglich. Einige Textproben:
1. Gesang, Vers 113 "wohlschmeckende Häppchen"; "ökonomisch abhängig".
2. Gesang, Vers 001 "exklusive Sandalen".
2. Gesang, Vers 267 "Rechtsbewußtsein unterentwickelt"; "motivierte ihn"; "in's sandige Pylos sausen".
2. Gesang, Vers 337 "mit allen Wassern gewaschene Haushälterin" (=Eurykleia!).
3. Gesang, Vers 001 "Pferde- und Streitwagenexperte Nestor"
3: Gesang, Vers 102 "nie Differenzen zwischen uns"; "wie die Sache am besten laufen würde"; "Schafskopf".
Umgekehrt finden sich auch "Entgleisungen" gestelzter Art. In Od.1,48 wird Odysseus als "daiphron" (nach Pape, Griechisch-Deutsch: 1) tapfer, kriegerisch, 2) klug, verständig) bezeichnet. Schadewaldt übersetzt mit "kluggesonnen", Christoph Martin hingegen hochgestochen mit "ingeniös".
Eine solche aktuell-umgangssprachliche Ausdrucksweise ist der historischen Ferne des altgriechischen Epos nicht angemessen. Sicher kann man über die Vorzüge und Nachteile einer jeden der zahlreichen Homerübersetzungen trefflich streiten. Die viel bessere Prosaübersetzung von Schadewaldt(rororo 22631)sollte parallel gelesen werden.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Homers Odyssee immer noch lesenswert, 11. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Werke. Werkausgabe in zwölf Bänden: Homers Odyssee (Gebundene Ausgabe)
Warum heute noch die Odyssee lesen?Denn eigentlich koennte doch eine Geschichte,die sich jemand vor fast 3000 Jahren ausgedacht hat,recht gleichgueltig sein.Eine Heldensage,warum sollte so etwas ernsthaft interessieren?Allein der Autor laesst an altertuemlichen Griechisch-oder Lateinunterricht denken. Aber beginnt man wirklich ernsthaft,in der Uebersetzung von Johann Heinrich Voss zu lesen,faellt zuerst die unerwartete Leichtigkeit der Sprache auf,in der die Verse gehalten sind.Obwohl seine Ausdrucksweise oft altertuemlich wirkt,macht sie auf uns auf ihre altmodische Art vielleicht denselben Eindruck wie der Original-Homer auf seine Zeitgenossen. Das Buch erzaehlt von den Schicksalen des Odysseus,die dieser von seiner Abfahrt aus Troja bis zu seiner Heimkehr erfaehrt.Homer entnahm den Stoff aus der alten griechischen Troja-Mythologie. Es macht nicht nur Spass,sich den wirklich kunstvollen Aufbau dieser Geschichte anzusehen,man erfaehrt nebenbei auch viel ueber das Goetter-und Heldenbild der Griechen,mithin auch ueber den Prototypen eines europaeischen Helden.Das Werk Homers ist heute ebenso aktuell wie vor 3000 Jahren,es ist auch heute wirklich ein Vergnuegen,die Odyssee zu lesen,einige Laengen verschmerzt man allein durch die Freude an der Sprache. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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