Benjamins Kritiken bringen die Kulissen zum Einsturz, die Hölle zum Bersten, bis sie wie ein Füllhorn die Gaben verstreut. Kritik löst jede statische Ordnung auf, lässt sie zu Staub zerfallen. Kritik macht alles, was absolut war, zur Geschichte. Wie kein Zweiter hat Walter Benjamin die Kunst der Kritik in all ihren Facetten beherrscht. Die Besprechungen alter und zeitgenössischer Bücher erheben die Kritik in den Rang der Hochliteratur. Seine Feder verwandelt Lyrik, Drama, Essay und Reisebuch, Roman und wissenschaftliche Abhandlung in eine Sprache, die stets die Grenzen ihrer selbst neu vermisst. Seine Kritik ist Dichtung sondergleichen. "Glanz & Elend"-Magazin für Literatur & Zeitkritik