Die "Münchner Ausgabe" enthält einfach alles, was von Georg Büchner erhalten ist: das dichterische Werk (zu Lebzeiten und posthum erschienen), alle bekannten erhaltengebliebenen Briefe von und auch AN ihn und sogar bisher kaum bekannte Schriften aus seiner Jugend- und Schulzeit ("Poetische Miszellaneen"). Lediglich auf seine Doktorarbeit (Medizin) und seine Übersetzungen Viktor Hugos haben die Herausgeber verzichtet. Hinzu kommt die hervorragende Kommentierung der Ausgabe - auf dem neuesten Stand der Forschung. Zu den posthum veröffentlichten Werken wie "Woyzeck" oder "Leonce und Lena" sind verschiedene Varianten bzw. zusätzliche Frakmente abgedruckt, die politische Kampfschrift "Der Hessische Landbote" ist in zwei Ausgaben im Paralleldruck wiedergeben. Die Herausgeber sind mit der Edierung der Orginaltexte (meist Handschriften, sonst Erstdrucke) sehr sorgfältig umgegangen. Es wurde nur höchst wenig "aktualisiert", sprachliche Eigentümlichkeiten - auch grammatischer Art - blieben stehen. Büchner - der mit nur 24 Jahren in Zürich an Typhus gestorben ist, war äußerst vielseitig: Arzt, genialer Dichter, Sozialrevolutionär. Von den Machthabern seiner Zeit wurde er steckbrieflich gesucht. Berühmt ist er für seinen Sarkasmus, der in einem kurzen Gedicht von ihm (S. 13 in der vorliegenden Ausgabe) gut zur Geltung kommt: Die da liegen in der Erden / Von de Würm gefresse werden, / Besser hangen in der Luft, / Als verfaulen in der Gruft. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)