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Das Werden des Lebens. Wie Gene die Entwicklung steuern
 
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Das Werden des Lebens. Wie Gene die Entwicklung steuern [Gebundene Ausgabe]

Christiane Nüsslein-Volhard , Christiane Nüsslein- Volhard
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 210 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (24. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406518184
  • ISBN-13: 978-3406518188
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 689.776 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christiane Nüsslein-Volhard
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Christiane Nüsslein-Volhard hat als eine der wenigen Frauen den Nobelpreis in Medizin erhalten. Diese Auszeichnung teilt sie mit renommierten Wissenschaftlern und wird ihr voll gerecht, wie ihr Werk Das Werden des Lebens über die genetische Entwicklung beweist. Wie nicht anders zu erwarten, ist das Werk auf einem sehr hohen intellektuellen Niveau geschrieben und in erster Linie der Forschung an Tieren wie den Wirbeltieren Frosch, Vogel und Fisch sowie Säugetieren wie der Maus gewidmet. Ein relativ kurzes Kapitel gegen Ende des Buches befasst sich mit dem Menschen. Die Autorin greift dabei auch problematische und viel diskutierte Themen wie das Klonen, die Herkunft der Gentherapie sowie die PID (pränatale Implantationsdigagnostik) auf. Somit ist das wissenschaftliche Sachbuch nicht allein auf Fachbegriffe und Fachwissen abonniert, sondern auch ein Beitrag zur Ethik und Moral.

Christiane Nüsslein-Volhard zeigt überzeugend die Schwierigkeiten beim Klonen in der Tierwelt auf und relativiert sachlich die ehemalige Hysterie angesichts des erfolgreich geklonten Schafes Dolly. Sie räumt auch mit utopischen Vorstellungen vom Designer-Baby oder der allumfassenden Aufschlüsselung der Genetik bei der menschlichen Vererbung auf. Es gibt nach wie vor mehr Forschung an Tieren als am Menschen, was mit den mangelnden Versuchsmöglichkeiten zusammenhängt.

Einzig embryonale Stammzellen, die nicht leicht zu etablieren sind, werden seit 1998 in anderen Ländern erforscht. In Deutschland ist es verboten, embryonale Stammzellkulturen anzulegen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis dieses Forschungsfeld zur Behandlung von Krankheiten wie Kinderdiabetes, Multiple Sklerose und Morbus Parkinson abgeschlossen ist. Die Verfasserin macht keinen Hehl daraus, dass sie die restriktive Politik in der Genforschung hier zu Lande für widersprüchlich und verbesserungswürdig hält. Ein Buch also, das auch zur Hinterfragung der aktuellen Rechtslage einlädt. --Corinna S. Heyn

Kurzbeschreibung

Wie wir werden, was wir sind - von Genen und Embryonen
"Leben ist das Faszinierendste, was es gibt. Innerhalb von kurzer Zeit entsteht in einem Ei, das aus nicht viel mehr als einem Säckchen Dotter besteht, umhüllt von einer schützenden Schale, ein Küken, das laufen, sehen und essen kann." Mit diesen Worten beginnt eine spannende Reise durch die Geschichte der Entwicklungsbiologie, auf der die Leser die wunderbar anmutenden Vorgänge der Gestaltbildung kennen lernen. Er erfährt, welche Fragestellungen, Experimente und Antworten zu dem heutigen Wissen über das Werden des Embryos geführt haben, welche Mechanismen die fein aufeinander abgestimmten Formen eines Tieres entstehen lassen und welche Rolle die Gene bei der Entwicklung eines Organismus spielen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Also, ich habe mir das Buch gekauft, weil ich selbst im Hauptstudium Entwicklungsbiologie studiere. Und da ist Frau Nüsslein-Vollhardt keine Unbekannte. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass es ein allgemein verständliches Buch zum Thema Entwicklungsbiologie geben soll. Also bin ich in den Buchladen gegangen und habe das Buch erstanden. Der erste Eidruck war: "Mensch das Buch ist aber dünn"! Also fing ich an. Ich muss schon sagen, dass die Darstellung der Fakten sehr gut gelungen ist. Aber ich bezweifle, dass ein Laie dem Buch folgen kann. Im Vorwort wird zwar erwähnt, dass gewisse Vorkenntnisse vorhanden sein sollten, aber man muss schon gut belesen sein, um das Buch zu verstehen. Außerdem fehlt ein gewisser Spannungsaufbau, um Fachferne Leser zu fesseln. Mir ist das Buch etwas zu steril geraten. Also mein Fazit lautet: Für Fachnahe Leser eine gelungene Zusammenfassung. Fachferne Leser sollten sich bei der Lektüre ein Fachbuch bereitlegen!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Karolyi TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ohne den Rezensenten mit negativer Meinung über das Buch zu nahe treten zu wollen: Mir hat es sehr gut gefallen! Vielleicht bin ich einfach Teil der Zielgruppe - Biologie im Grundkurs bis zum Abitur und seither immer an Biologie, insbesondere Molekularbiologie und Genetik, interessiert gewesen. Die allzu populärwissenschaftlichen Bücher waren mir oft zu seicht, die Fachbücher zu spezifisch und vor allem zu dick. Diese Vorbemerkungen nur, damit Sie sehen, dass ich weder völlig fachfremd noch versiert bin und vielleicht deshalb begeistert von "Das Werden des Lebens".

Auf bemerkenswert wenigen Seiten werden tatsächlich alle Grundlagen der Entwicklungsbiologie dargestellt, beginnend mit der Historie der Entdeckung der Evolution und Vererbung, gefolgt von der Chemie der Gene und der Genexpression (Proteinsynthese, Steuermechanismen), dem Aufbau der Zellen, den unterschiedlichen Formen der Zellteilung, schließlich der gesamten Entwicklung der Fruchtfliege Drosophila von Eizelle und Spermium bis hin zum adulten Tier. Nachdem man anhand dieses eher einfachen Organismus die wichtigsten Abläufe bei der Entwicklung begriffen hat, wird auch die komplexere Entwicklung der Wirbeltiere verständlich, zumal diese (wie auch die anderen Themen) mittels schlichter, aber aussagekräftiger und ausführlich erläuterter Skizzen erklärt wird.

Ein Kapitel befasst sich mit der Änderung der genetischen Baupläne im Zuge der Evolution - verblüffend viele unserer Gene sind, teils auf neue Bedürfnisse zugeschnitten, uralte Relikte -, ein letztes mit Themen aus der Genetik, die in Politik und Öffentlichkeit zwar leidenschaftlich, aber oft auf der Basis mangelnden Sachwissens geführt werden.

Die Darstellung ist sehr dicht, das heißt, als Laie muss man sich konzentrieren. Hat man einen Fachbegriff "unterwegs" vergessen, so kann man ihn im Glossar nachsehen. Meiner Meinung nach können auch Fachfremde (mit der Schulbiologie als Hintergrund) das Buch verstehen und davon sehr profitieren, wenn sie sich wirklich für die spannende Thematik interessieren und nicht "mal eben so" ein bisschen was über Entwicklung lesen wollen, sondern in die tieferen Zusammenhänge auf molekularer Basis eindringen möchten.

Dann ist das Buch, dessen Inhalt sich auf das Wesentliche konzentriert, eine gute Wahl - nicht auf Unterhaltung des Lesers und Selbstbeweihräucherung der Autorin ausgerichtet, dafür gibt es andere Titel, sondern auf Information "in a nutshell" und trotzdem ausreichend gründlich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das Buch ist letztlich trocken wie eine Vorlesung zum Thema. Gleichzeitig ist es extrem präzise und mitunter schon fast minimalistisch knapp. Es gelingt der Autorin auf durchaus beeindruckende Weise, äußerst komplexe Sachverhalte recht verständlich (meines Erachtens auch für den gebildeten Laien) und auf stets sehr wenigen Seiten zu erklären. Ich war erstaunt, was für Themen auf den knapp 190 Seiten abgehandelt werden: Angefangen von der Evolutionstheorie, den Grundbegriffe der Genetik, der Proteinsynthese aus Genen und der RNA, über das eigentliche Hauptthema, der embryonalen Entwicklung aus bestimmten Genbereichen heraus bis hin zu aktuellen Themen wie Klonen, Stammzellenforschung oder Designer-Babies, ist im Grunde wirklich alles dabei, was es in diesem Zusammenhang zu sagen gibt und wonach man zu fragen wagte.

Hochinteressant sind auch die Ausführungen zu den verschiedenen genetischen Labortieren wie etwa der Obstfliege Drosophila oder dem Fadenwurm Caenorhabditis elegans und ihren jeweiligen Vorzügen und Nachteilen bei der genetischen Forschung.

Christiane Nüsslein-Volhard äußert sich sehr eingehend zu gewissen Gen-Anomalien, wie sie etwa im Zusammenhang mit dem Down-Syndrom und anderen Erkrankungen auftreten. Im Zusammenhang mit Labortieren führt sie ganze Klassifizierungen auf, was sich wie im Körperbau verändert, wenn z. B. ein Genbereich fehlt oder mehrfach vorhanden ist. Genanomalien gehörten also zu ihrem Forschungsalltag. So heißt es dann an einer Stelle (170):

"Die meisten Genfamilien gehen wohl ursprünglich auf Verdoppelung individueller Gene in einer Zelle zurück, verursacht vielleicht durch seltene Fehler bei der Rekombination oder Replikation. Es gibt aber auch Verdoppelungen gesamter Genome. Das Genom der Wirbeltiere hat sich in kurzer Zeit möglicherweise zweimal verdoppelt, und zwar bereits vor der Entstehung der Fische. Schädellose Chordaten, wie das Lanzettfischchen, haben zum Beispiel nur einen Komplex von Hox-Genen, während dieser in allen Wirbeltieren mindestens viermal vorkommt."

Hier beschreibt die Autorin in aller Nüchternheit Evolutionsprozesse, die wohl stattgefunden haben, und bei denen es sich für sie um ein ganz normales Evolutionsgeschehen handelt, während manch anderer Autor darin bereits einen Abschied vom Darwinismus erkennen möchte, da dieser angeblich nur Punktmutationen zur Veränderung des genetischen Materials zulassen würde. Der wissenschaftliche und völlig unpolemische Stil der Autorin ist in diesem Zusammenhang als geradezu vorbildlich zu bezeichnen.

Positiv aufgefallen ist mir auch noch das Register. Die Autorin führt im gesamten Buch sehr viele biologische Fachbegriffe ein, auf deren Ersterklärung mit Hilfe des Registers aber recht leicht zurückgegriffen werden kann. Wird also etwa auf Seite 66 - wie ein Rezensent bemängelte - von Spemanns großem Versuch gesprochen, dann genügt ein kurzer Blick ins Register, um festzustellen, dass sie genau den bereits auf Seite 41 erläutert hatte.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich dennoch:
1. Ich halte das Buch für insgesamt so informativ, dass es mehr Beachtung verdient. Vielleicht sollte die Autorin noch einmal einen Versuch wagen, es zusammen mit einer Lektorin und mit etwas anspruchsvolleren Abbildungen zu einem lesefreundlicheren Buch auszubauen. Auch hätte ich mir ein konsistentes Beispiel anhand eines einzigen Tieres gewünscht, an dem die wesentlichen Entwicklungsschritte und -probleme verdeutlicht werden.
2. Den 200 Fassungen der Darwinschen Evolutionstheorie, die ich mittlerweile kenne, fügt die Autorin noch eine 201. hinzu: Überproduktion, Selektion und Variation. Ein Problem auch hier: Sie ignoriert die besondere evolutionstheoretische Bedeutung der Sexualität (Getrenntgeschlechtliche Populationen benötigen z. B. keine Überproduktion von Nachkommen, um fortlaufend evolvieren zu können. Hier reicht es, wenn die Männchen insgesamt ein höheres Fortpflanzungsinteresse als die weiblichen Fortpflanzungskapazitäten besitzen.). Aber dies sei nur am Rande erwähnt.
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