...das Buch ist irgendwie so, als wuerde man bekannte Kuenstler in Unterhose fotografieren oder seine Freundin oder den Freund kurz nach dem Aufwachen. Es ist ein ziemlich infantiler Humor. Was der fantasielose Fotograf voellig vergisst ist, dass jedwedes Essen der Zubereitung bedarf. Die meisten Normalesser (so wahrscheinlich auch der Fotograf) erkennen in aller Regel nicht, wenn man ihnen convienience Produkte auftischt, die einfach nett hergerichtet sind. In vielen Ess-Kneipen und inzwischen auch vielen Hotels ist das die Regel. Wuerde man z.b. das auf dem Cover abgebildete Essen nett herrichten und mit irgendwas verfeinern, wuerden 90 von 100 Leuten (inkl. des Fotografs) das gar nicht mehr erkennen. Es ist also ein echt platter Humor, die Packungen aufzureissen und sich dann einfach ueber den Anblick abzulachen.
Was mich aber besonders stoert, unabhaengig von der Frage dass ich selbst kein Fertigfutter mag, dass hier auf ein schlechtes fotografisches Stilmittel zurueckgegriffen wird. Jemand der etwas gegen Oekoprodukte haette koennte auch einfach hergehen und Oekoprodukte mit braunen Flecken, Druckstellen oder Schimmel fotografieren und dann ganz infantil darueber lachen.