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Produktinformation
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Sebastian Turner, Chef der Werbeagentur Scholz & Friends, erklärt die seltsame Sprache seiner Branche und sein werbisch-deutsches Wörterbuch.
mm Um es in der Sprache Ihrer Sphäre zu formulieren: Ist das Wörterbuch für Werber ein Non-Profit-Project, mit dem Sie Ihr Commitment für das bessere Wording von Longcopies zum Ausdruck bringen?
Turner Eindeutig ja.
mm Warum reden Werber so komisch?
Turner In jeder Berufsgruppe gibt es Fachbegriffe, die einem besseren Verständnis innerhalb der Branche dienen. Weil die Werbewelt stark von amerikanischen Agenturen geprägt wurde, haben sich bei uns viele Anglizismen breit gemacht.
mm Zum Beispiel so ein Wortbastard wie Longcopy ...
Turner ... was nichts anderes ist als die Bezeichnung für einen längeren Lauftext. Die schnoddrige Umgangssprache im Agenturalltag hat aber auch viele liebenswerte Begriffe hervorgebracht. So wird die Mappe, in der wir Werber unsere Entwürfe zum Kunden tragen, als "Sarg" bezeichnet.
mm Reden manche Werber vielleicht auch deshalb so gespreizt, weil sie mit großen Worten die geistige Schlichtheit ihres Tuns bemänteln wollen?
Turner Gute Werber lassen sich daran erkennen, dass sie auf inhaltsleere Anglizismen verzichten. Es sind eher Halbprofessionelle und übereifrige Novizen, die mit ihrem Marketing-Kauderwelsch beweisen wollen: Ich gehöre dazu. Wenn man gespreizt mit hohl gleichsetzt, dann ist das allerdings für Unternehmensberater, pardon: Consultants, eine noch schlechtere Nachricht als für Werber.
mm Wie kam Ihre Agentur auf die Idee für das Werbisch-Wörterbuch?
Turner Schon 1989 hat Scholz & Friends die erste nicht ganz ernst gemeinte Broschüre dieser Art erstellt. Sie wurde allerdings nicht veröffentlicht, sondern nur innerhalb der Agentur verteilt. Jetzt haben wir aus der überfälligen Neuauflage ein richtiges Buch gemacht.
mm Welche Begriffe sind hinzugekommen?
Turner Viele. Vor 14 Jahren gab es noch kein Internet-Banner, keinen Split Screen und keinen Smart Shopper.
mm Wer soll das Buch kaufen? Wir meinen natürlich: Wie definieren Sie Ihre Target Group?
Turner Das Wörterbuch ist das ideale Geschenk für alle Werber und ihre Opfer.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .Dass gerade die Werbebranche das Eldorado für Anglizismen und mitunter ziemlich eigentümliche Insider-Begriffe ist, gilt bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung als ausgemacht. Bestätigt wird dieses Klischee durch die Neuauflage des Wörterbuchs Werbisch-Deutsch von der Hamburger Agentur Scholz & Friends. Offenbar erkannten auch die Fachleute den gesteigerten Bedarf nach einer Übersetzungshilfe vor allem für die interne Kommunikation. So kann man sich das blanke Unverständnis im Gesicht des Praktikanten vorstellen, der kurz mal einen "Sarg" holen (eine Mappe, in der Entwürfe zum Kunden transportiert werden) oder das "Sheet mit der "ABC-Kunden-Analyse"" vorbereiten soll.
Das Buch taugt hervorragend zur Vorbereitung auf den Einstieg in eine Agentur, ganz sicherlich aber auch zum gemeinsamen Amüsement über den Hype (Verzeihung: den Wirbel), der um das Beherrschen der immer neuen trendigen Fachtermini aus den USA gemacht wird. Doch auch etwas anderes wird deutlich: Für eine Vielzahl der Begriffe gibt es durchaus deutsche Entsprechungen, oder sie sind zumindest denkbar. Diese zu entwickeln, wäre sicherlich auch eine interessante Herausforderung. Sollte sich die zweite Auflage dieses Wörterbuchs ebenso rasant verkaufen wie die erste, sei Smart-Shoppern der Target Group empfohlen, sich möglichst schnell diese Longcopy zu besorgen, dann ist besseres Wording garantiert! -- Henrik Flor
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Teilweise bitter ernst, teilweise ein bsichen unter der Gürtellinie, aber dennoch hoch genug, dass man darüber schmunzeln kann. Ebenso wie der Schmunzelhase und die lila Kuh. Werbisch eben.
Wäre die Werbung ebenso unterhaltsam, dann würde ich sie mir vielleicht auch anschauen. Und damit vielleicht die Response Rate und den E/R deutlich verbessern. Aber die Impression kommt nicht bei mir an.
S & F weiß eben, wie es geht. Das Alphabet der Werber umfasst 1.200 Stichwörter und Redewendungen von A wie ABC Kunden Analyse bis Z wie Zweitnutzen. Darunter finden sich solche Brüller wie Callgirl, als Freie, Callboy natürlich ein Freier und Füllsel als trinkfeste Kontakterin. Das Potpurri von ganz hinnehmbaren Beiträgen und Herrenwitzen, kombiniert mit knallharten Kalauern (Trendsetter = Hunderasse, voll im Trend) highlightet noch den flachsten Schenkelklopfer. Werbisch, Gut doof für echte Scanner der Materie.
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