Garth Duncan befindet sich noch immer auf dem Kriegspfad und dabei im Visier des gnadenlosen und scheinbar kaltblütigen Millionärs: Jed Titan, sein leiblicher Vater. Um diesen zu ruinieren, ist ihm fast jedes Mittel recht und nimmt dabei auch Kollateralschäden in Kauf, die seine Halbschwestern schon in der Vergangenheit in arge Bedrängnis gebracht haben.
Doch nun starten die Damen eine Art Gegenoffensive, die unter dem Motto steht: Rettung für Garth und bedienen sich dabei typisch weiblichen Maßnahmen, denen ihr Halbbruder mit sichtbar gemischten Gefühlen entgegen sieht.
Und nicht nur seine lästigen Schwestern machen ihm das Leben schwer, nein, auch Dana Birch, toughe Polizistin und gute Freundin des Trios, sitzt ihm im Nacken und bereitet ihm in mehr als einer Hinsicht große Schwierigkeiten...
Mit "Wer zuletzt küsst, küsst am längsten" geht's nun in den Endspurt mit den Titan Schwestern und in diesem vierten und letzten Teil der Serie hat Susan Mallery nochmal so richtig Gas gegeben und uns Lesern ein wirklich fulminantes Finale präsentiert.
Hier wird eigentlich auch nahtlos an die Vorgängerbände angeknüpft und der Kampf gegen den skrupellosen und bösen Jed Titan findet nun seine mehr als gelungene Fortsetzung, der mit Hilfe des vermeintlichen "Bad Guy" ein mehr als gerechtes Ende findet.
Mit Dana und Garth stellt uns die Autorin zwei Hauptprotagonisten vor, die man ja schon mehr als eingehend in den drei vorherigen Schmökern kennenlernen durfte und beide jetzt so richtig herrlich von der Autorin aufeinander "losgelassen" werden und ja, meiner Meinung nach, haben die beiden Turteltäubchen ihr Potenzial zu einhundert Prozent ausgeschöpft und hier wirklich alles gegeben, um uns Leser köstlich zu unterhalten.
Der arme Garth, in den Vorgängern nun wirklich kein Sympathieträger, kann einem hier ja schon fast ein bisschen leid tun, wenn seine Halbschwestern auf ihn losgelassen werden und ihn voller Optimismus in einen Gutmenschen verwandeln möchten und da natürlich allen voran Izzy, die ihn in manchen Situationen ja förmlich überrennt und der arme Kerl im Prinzip nicht den Hauch einer Chance gegen so viel weibliche List hat.
Wunderbar mitzuverfolgen, wie sein Panzer so peu à peu bröckelt und er schier machtlos gegen diese gnadenlose Charme-Offensive seiner Schwestern scheint.
Aber nicht nur die Titan-Mädels sorgen bei Garth für erhöhten Pulsschlag, nein, auch die Vierte im Bunde macht hier gnadenlos Jagd auf den bedauernswerten Kerl und das mehr als in einer Hinsicht. Wobei die gute Dana mit ihrer spitzzüngigen und bissigen Art eigentlich gar nicht so in seine Beuteschema passt .
Mir persönlich hat da Danas Darstellung wirklich wunderbar gefallen, zeigt sie sich mit ihrer Entschlossenheit und energischen Art doch von Beginn ihrem schier übermächtigen Gegenüber gewachsen, lässt sich da gar nicht groß beeindrucken und fährt, wenn es sein muss, auch gerne mal die Stacheln aus. Hier hat die Autorin gar nicht so das typisch feminine Weibchen geschaffen, sondern eher eine gestandene ja fast burschikose junge Frau, die auf den erste Blick weder an die Seite unseres weiblichen Trios passt und schon mal gar nicht als die Herzensdame von Garth.
Da kann man sich als Leser häufig des ein oder anderen Schmunzlers nicht erwehren, wenn es zu den obligatorischen Shopping-Touren mit den Damen geht, einem Hobby, dem die gute Dana nur äußerst ungern frönt und man sich ihre Leidensmiene auch visuell so wunderbar vorstellen kann.
Hier sind es auch so diese kleinen, aber feinen Nebensächlichkeiten, die der ganzen Story so das gewisse Etwas geben, sei es der so subtile trockene Humor unserer Hauptprotagonistin, der so herrlich die sowieso schon schwungvollen Dialoge noch so den letzten Pepp geben oder wie die gesamte weibliche Armada in aller Regelmäßigkeit Garth' Büro stürmt, um ihm entweder die Leviten zu lesen oder ihn mit geschwisterlicher Liebe völlig auf dem falschen Fuß zu erwischen.
Für mich persönlich auch wunderbar in Szene gesetzt, dass die Titan Schwestern hier nicht ausschließlich zu Randfiguren degradiert wurden, sondern von der Autorin durchweg ins Geschehen eingebunden wurden und sich mit ihren liebevollen schwesterlichen Neckereien so richtig schön gegenseitig übertrumpfen.
Alles in allem haben wir hier nicht nur eine wunderbare Love Story, sondern auch eine warmherzig erzählte Familienzusammenführung, bei der last but not least für (fast) alle Beteiligten ein glückliches und romantisches Happy End ansteht.
Mit Garth und Danas Geschichte hat Susan Mallery einen absolut tollen Abschluss ihrer Lone Star Sisters Serie aufs Papier gezaubert, die sich letztendlich als mein persönlicher Favorit der Reihe entpuppt hat und zum Schluss nochmal für richtig unterhaltsamen und kurzweiligen Lesespaß gesorgt hat.