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Wer wenn nicht wir

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Produktinformation

  • Darsteller: August Diehl, Lena Lauzemis, Alexander Fehling, Thomas Thieme, Imogen Kogge
  • Komponist: Annette Focks
  • Künstler: Bettina Marx, Stefanie Groß, Simone Bär, Christian M. Goldbeck, Monika Münnich, Helge Sasse, Mark Nolting, Thomas Kufus, Judith Kaufmann, Paul Oberle, Andres Veiel, Hansjörg Weißbrich, Anne Leppin, Jörn Klamroth, Anatol Nitschke, Andrea Hanke
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Senator Home Entertainment (Vertrieb Universum Film)
  • Erscheinungstermin: 14. Oktober 2011
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 120 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0058M71UC
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.512 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Deutschland in den frühen 60ern. Noch zeig sich das Land ganz ruhig und friedlich. Aber die ersten Anzeichen eines politischen Umbruchs liegen in der Luft. Frei nach dem Motto "Ich schreibe so, wie wenn man mit der Faust der Gesellschaft in die Fresse haut.", macht Bernward Vesper, der Sohn des NS-Schriftstellers Will Vesper, seinem angestauten Ärger Luft und versucht, die erstarrte bundesrepublikanische Gesellschaft mit Literatur wachzurütteln. Als er auf die schüchterne Pädagogik-Studentin Gudrun Ensslin trifft, ist das der Beginn einer extremen Liebesgeschichte: bedingungslos, maßlos, bis über jede Schmerzgrenze hinaus. Gemeinsam brechen sie auf, um die Welt zu verändern. Keine zehn Jahre später verliert sich Bernward auf Drogentrips im Wahnsinn, und Gudrun katapultiert sich in den bewaffneten Untergrund. Für beide wird es kein Zurück mehr geben...

VideoMarkt

Deutschland in den frühen Sechzigern: Bernward Vesper, Sohn des NS-Schriftstellers Will Vespers, lernt während des Studiums in Tübingen die Pfarrerstochter Gudrun Ensslin kennen: Beginn einer schmerzhaften und leidenschaftlichen Liebesgeschichte. Sie gründen einen gemeinsamen Verlag, gehen nach Berlin. Gudrun verlässt für den radikalen Andreas Baader Mann und Kind, driftet in die Terrorismusszene, während Vesper sich auf Drogentrips verliert.

Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sebastian Janeck TOP 1000 REZENSENT am 15. Oktober 2011
Format: Blu-ray
Deutschland in den frühen 60ern. Noch zeigt sich das Land ganz ruhig und friedlich. Aber erste Anzeichen eines politischen Umbruchs liegen in der Luft. Frei nach dem Motto "Ich schreibe so, wie wenn man mit der Faust der Gesellschaft in die Fresse haut.", macht Bernward Vesper seinem angestauten Ärger Luft und versucht, die erstarrte bundesrepublikanische Gesellschaft mit Literatur wachzurütteln. Als er auf die Pädagogik-Studentin Gudrun Ensslin trifft, ist das der Beginn einer extremen Liebesgeschichte...

Wer wenn nicht Andres Veiel hätte die Geschichte einer Generation, deren Träume von einer besseren Welt an der Wirklichkeit zerschellten so aufwühlend erzählen können? Der Regisseur begibt sich auf Spurensuche in die neuere deutsche Geschichte, stellt existenzielle Fragen. Dabei verzichtet er auf die üblichen Bilderschleifen vom Schah-Besuch am 2. Juni 1967 und den Schüssen auf den Studenten Benno Ohnesorg, beginnt schon in den frühen 1960ern. In der Republik herrscht Ruhe vor dem Sturm.

Andres Veiel ist einer, der furchtlos heikle Themen anpackt und sich hier an eine Ikone wagt, Gudrun Ensslin in ihren Schwächen und Unsicherheiten zeigt, im Zwiespalt von bürgerlicher Herkunft und in ihrer Selbstzerstörung - erst in der absoluten Liebe zu Bernward, dann in ihrer kalten Radikalität an der Seite Baaders. Die Zeichnung einer an der Seele beschädigten und orientierungslosen Generation, die neue Identitäten entwickelt, tut weh. Nicht nur inhaltlich in seinem Geflecht aus emotionalen Abhängigkeiten und inneren Widersprüchen, auch formal ist das Drama eine Offenbarung, vor allem durch die subtile 35mm-Kamera und ihr klares Farb- und Lichtkonzept.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von profun TOP 500 REZENSENT am 22. Oktober 2011
Format: DVD
In den letzten Jahren hat es einge Filme gegeben, die dieses Thema aufzuarbeiten versuchten und es gelang ihnen mehr oder weniger gut.

Der vorliegende Film geht sehr in die Tiefe und lässt die Emotionen zu Tage treten,
genauso wie er die Grenzen aufzeigt und die Protagonisten auch zu ihren Grenzen, Einschränkungen und Vorbehalten stehen lässt.

Ein Bravourstück für August Diehl, dessen Qualität und Natürlichkeit wir seit Jahren bewundern dürfen und auch A.Fehling wird der Rolle mehr als gerecht.

Ohne großen Aufwand wurde hier ein erstklassiger Werk inszeniert, mit einer Offenheit und Natürlichkeit, die Seinesgleichen sucht.
Aus wenig etwas Besonders zu machen, das ist hier gelungen, keine Schnörkel, keine Phrasen, keine Klischees, keine Prüderie, wenn diese Attribute wegfallen, wird ein Film leicht und authentisch trotz der Dramatik und Härte die er beschreiben mag.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Knackstedt am 5. November 2011
Format: DVD
Nach der Anti-Schah-Demo, bei der Benno Ohnesorg getötet wurde, erkannte Gudrun Ensslin(Lena Lauzemis) für sich, dass dieser Ausspruch die erste Direktive des Staates ist. Um ihn zu bekämpfen, machte sie sich genau diese Direktive zu eigen. In diesem Moment liegt die Geburtsstunde der ersten RAF-Generation. Ich habe mich in meinem Job seinerzeit noch mit der letzten RAF-Generation beschäftigen müssen; die Ansichten hatten sich in den Jahren nicht verändert. Gewalt mit Gewalt bekämpfen, Wind säen und Sturm ernten. Insofern bin ich mit der Geschichte der RAF einigermaßen vertraut. Was jedoch davor geschah; wie zum Beispiel die Geschichte um Bernward Vesper(August Diehl) und Gudrun Ensslin, darüber schweigt die Geschichtsschreibung weitgehend. Umso wichtiger sind Filme wie -Wer wenn nicht wir-. Man muss nicht verzeihen, aber man kann versuchen einiges zu verstehen...

Die Pfarrerstochter Gudrun Ensslin darf als einziges von sechs Kindern studieren. Sie lernt Bernward Vesper, den Sohn des anerkannten NS-Schriftstellers Will Vesper(Thomas Thieme) kennen. Bernward und Gudrun schwimmen auf einer Wellenlänge. Doch als Bernward die Schriften seines Vaters neu verlegen will; er hat es ihm kurz vor seinem Tod versprochen, gibt es erste Differenzen. Das Paar zieht nach Berlin. Dort folgt die Verlobung, das gemeinsame Kind, und nach ein paar Hungerjahren so etwas wie beruflicher Erfolg. Während Bernward sich mit der Black Panther Bewegung und Schriften gegen den Staat begnügt, will Gudrun mehr. Bernwards ständige Seitensprünge verstärken Gudruns Frustration noch mehr. Als sie auf der Anti-Schah-Demo verletzt wird, will sie handeln.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H3tz3R am 26. Oktober 2011
Format: DVD
eines gleich mal vornweg, die Besetzung der Schauspieler hätte besser nicht sein können. August Diehl in einer seiner besten rolle wie Ich finde. Vorallem lernt man in diesem Film auch endlich mal mehr die Vorgeschichte kennen. Wie es sich alles ereignet hat, obwohl hier auch sehr Gesprungen wird. Man wird schnell von der Geschichte mitgenommen und sieht auch wie sehr eigentlich ein Mensch oder dessen Beziehung zerstört werden kann - durch falsche Ideale & Gesellschaft. Ein Film der später wie harter Tobak wirkt und sehr zum Nachdenken anregt, aber auch verdeutlicht in welchen verkümmert Gesellschaft wir JETZT Leben. Diese Zeit scheint schon für viele vergessen, und Heute fast nicht mehr vorstellbar, aber damals haben Menschen für eine Sache gelebt, jedoch den falschen Kurs genommen. Zeitloses Meisterwerk in allem. Anschauen!
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