... und wenn nur eine daraus für sich erkannt und umgesetzt wird, so hat sich die Lektüre wahrlich gelohnt.
Ich finde dieses Buch lesens- und empfehlenswert. Es ist emotional und wirbelt das oft staubige Thema Umgang und Leben mit mehr oder weniger Geld" so richtig auf. Es ist für die allein erziehende Mutter mit knappen finanziellen Mitteln, besonders für den Selbständigen bis hin zum knauserigen Reichen (von dem man angeblich laut Volksmund das Sparen lernen kann) eine Bereicherung.
Es geht hier nicht im die Frage, welche Sparformen richtig und falsch sind.
Es geht in dem Buch auch nicht um die Anleitung zur Haushaltsbuchführung.
Es geht um die eigene Beziehung zu Geld. Der quasi psychologische Ansatz ist sehr interessant.
Ich darf hier mal eine meiner Lieblingspassagen zitieren:
"Es gibt keine >>guten<< oder >>schlechten<< Zeiten im Leben. Sondern nur solche, die wir sofort genießen und schätzen dürfen. Und solche, in denen wir herausgefordert sind, über uns selbst hinaus zu wachsen" (auf Seite 185)
Selbst aus dem Kontext herausgerissen, lädt diese Textstelle schon zum Nachdenken ein.
So wirst du nach jedem Kapitel ganz gezielt befragt. Wo stehst du mit Deinen Geld-Gedanken, -Handeln und -Ergebnissen. Und das passiert immerhin rund dreißigmal.
Man kommt dadurch nicht aus, seinen persönlichen Umgang mit Geld, seine eigene Wertschätzung zu hinterfragen. Und dieses zwischendurch zu tun, ist genau so wichtig, wie unseren Haushalt mal zu entrümpeln oder das Unkraut im Garten zu jäten.
Nach immerhin fünfundzwanzig Berufsjahren, in denen ich von früh bis spät mit Geldfragen konfrontiert war (und wahrscheinlich noch sein werde), weiß ich wovon ich spreche.
Um andere, neue und bessere Ergebnisse zu erzielen, seien es messbare monetäre Ergebnisse oder einfach nur Erlebnisse, muss man neue Wege gehen. Anderes Handeln setzt unbedingt anders Denken voraus. Und dieses Buch gibt dabei hervorragende Denkanstöße.
Mit anderen Worten. In diesem kleinen Werk stehen viele feine Pralinen zur Auswahl. Kann sein, dass einem nur ein gutes Stück schmeckt. Aber das kann man dann umso mehr genießen. Und ich hab das sehr genossen und fast die ganze Schachtel aufgefuttert.
Sagen wir mal so. Wenn für unsere Schatzkarte zum erfüllten Leben zwölf Puzzlesteine gehören mögen, so behaupte ich, dass dieser Wegweiser sicher ein Stein davon ist.