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Wer soll das bezahlen?: Antworten auf die globale Wirtschaftskrise
 
 
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Wer soll das bezahlen?: Antworten auf die globale Wirtschaftskrise [Gebundene Ausgabe]

Norbert Walter , Jörn Quitzau
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Pattloch (4. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 362902291X
  • ISBN-13: 978-3629022912
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 268.991 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ich habe meine Bücher so geschrieben, dass die Überschriften appetitlich sind, daß die ersten Kapitel einen hineinlocken und für die schwierigen Sachthemen gewinnen." Norbert Walter Deutsche Welle TV, 17.10.2011

"... ein Buch (...), das Hintergründe auch für Nicht-Volkswirte gut verständlich darlegt." Wirtschaftsstimme, 22.11.2011

Kurzbeschreibung

Das Wort des ehemaligen Chefvolkswirts der Deutschen Bank findet weltweit Beachtung. Norbert Walter hat als einziger Ökonom den Absturz der deutschen Wirtschaft in der Finanzkrise 2008 präzise vorausgesagt. Zusammen mit seinem Kollegen Jörn Quitzau von der traditionsreichen Hamburger Berenberg Bank bilanziert er die Konsequenzen, die aus der Weltfinanzkrise zu ziehen sind. Sie fordern "Schluss mit dem Schuldenmachen!" und mahnen einen radikalen Kurswechsel in Wirtschaft und Politik an.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autoren geben einen ausführlichen Überblick über die globale Finanzkrise, über die Entstehungsgeschichte der Schuldenkrise und über den aktuellen Zustand der Weltwirtschaft. Es ist ein wirtschaftspolitisches Buch, das die Schuldenkrise in einen größeren Kontext einordnet. Der Leser erfährt viel über das Wirtschaftssystem, über die Fehler der Vergangenheit und darüber, dass die Wurzeln der Schuldenkrise weit vor der Finanzkrise 2008 liegen. Im letzten Drittel werden Wege aus der Schuldenkrise beschrieben. Dies geschieht in ruhiger Tonlage und nicht in Alarmstimmung. Anlagetipps, wie sich der Anleger gegen die Krise schützen kann, findet man allerdings kaum.
Das Buch ist leicht lesbar und auch für wirtschaftliche Laien gut verständlich.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Lösung der Finanzkrise? 16. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Vielfach sind die Stimmen, die sich im Rahmen der gegenwärtigen existentiellen Finanzkrise zu Wort melden. Von ganz rechts bis ganz links reicht die Palette der politischen Haltung hinter den Diskussionsbeiträgen und ebenso klar ist, dass die vermeintlichen Antworten auf die Krise ebenso variieren wie die grundsätzlichen politischen Startpunkte.

Zumindest aber sind die beiden Autoren, anders als viele im Kanon der Stimmen, erkennbar vom Fach. Norbert Walter, ehemals Chefvolkswirt der Deutschen Bank und Jörn Quitzau, Volkswirt bei der Berenberg Bank. Eine biografisch-fachliche Kompetenz, die man den Einlassungen der beiden Autoren wohltuend im Buch anmerkt, auch wenn, vorweg gesagt, letztgültige 'Antworten auf die globale Wirtschaftskrise' nicht im Raume stehen werden nach der Lektüre. Wohl aber zunächst ein fundierter Einblick in die Ursachen und die Breite der Problematik und ebenso ernstzunehmende Hinweise auf jene Bereiche des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens, bei denen es anzusetzen gilt, will man der Krise Herr werden.

Wobei die Autoren zunächst, ohne die faktischen Probleme abzuleugnen, ihr Augenmerk auch auf die, in ihren Augen, deutlich suboptimale Kommunikation der Verantwortungsträger reichten (ein 'Armutszeugnis'). Eine Kommunikation, die es vor allem versäumt, die Ereignisse der letzten Jahre in einen entsprechenden historischen Kontext zu stellen. Dies holen die Autoren ebenso eingängig nach, wie sie auf Möglichkeiten hinweisen, in der Krise besonnen und produktiv zu reagieren. Kernthese des Buches ist dabei, dass (entgegen der aktuellen finanzpolitischen Handlungen) nicht mehr die Niedrigzinspolitik einen Ausweg zu bieten vermag (im Gegenteil), sondern nur mehr eine strukturelle Korrektur (Regulierungen, die hier tatsächlich von Bankern energisch eingefordert werden!), deren Ziel eine möglichst zeitnahen Konsolidierung staatlicher (aber auch finanzwirtschaftlicher) Finanzen sein muss.

Auf dem Weg der Erläuterung ihrer Einlassungen brechen die Autoren durchaus eine Lanze für die soziale Marktwirtschaft, legen dabei den Finger aber ebenso auch auf massive Fehlentwicklungen, welche aus der Finanzkrise eine drastische Schuldenkrise hervorgerufen haben. Ein Netz voller gegenseitiger Verflechtungen und auch Fehlhaltungen, welches sich in solcher Form ineinander verwirrt hat, dass auch drastische Maßnahmen wie eine 'geordnete Staatsinsolvenz' nicht mehr ausgeschlossen werden können (auch zu diesem Vorgang legen die Autoren eine Verfahrensweise im Buch vor).

Dennoch beharren die Autoren darauf, dass es Wege aus der Schuldenkrise gibt. Erschwert sicherlich durch das historisch neue Element, das sich noch nie so viele, große Industrienationen zur gleichen Zeit in Schieflage befunden haben. Dies ist das eindringlichste und klarste Anzeichen dafür, dass eine systemische Problematik massiv im Raume steht und nicht wirtschaftliches Fehlverhalten einzelner Teilnehmer an der globalisierten Wirtschaft Ursache der gegenwärtigen Probleme sind. Aber auch wenn der Korrekturprozess 'in jedem Fall lang und zäh' werden wird, Konsolidierung ist möglich. Der erste Schritt muss hierbei in den Augen der Autoren sein, unbedingt das Vertrauen des Kapitals wieder herzustellen. Hier sehen die Autoren Europa auf dem ansatzweise richtigen Weg, betonen aber deutlich und klar, dass es klarer Regulierungen (und den Mut, diese umzusetzen) bedarf, um damit das Vertrauen von Konsumenten und Investoren in eine klare, verantwortliche und mutige politische Haltung wieder herzustellen..

Walter und Quitzau erläutern verständlich und nachvollziehbar die Fehlentwicklungen der letzten Jahre und bieten in eigenen Worten 'Planken', die einen Weg aus der Krise heraus anzeigen können. Eine Universalformel bieten die Autoren dabei genauso wenig, wie alle anderen, zumindest aber erhält der Leser ein nüchternes Bild der aktuellen Situation, der gewachsenen Ursachen, der historischen Einordnung und der notwendigen, ersten Schritte, die zur Überwindung der Krise angegangen werden müssten (ob allerdings hierzu der Mut der Politik ausreicht oder ob der Börsenfachmann Müller recht behält, der ein 'vor die Wand fahren' prognostiziert aufgrund eben der zu großen Verflechtung von Politik und Finanzwelt, das bleibt abzuwarten).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch bietet eine erfreulich sachliche, wissenschaftlich fundierte, aber auch für Laien verständliche Analyse der aktuellen Schuldenkrise.
Zunächst erklären die Autoren die ökonomischen Modelle der effizienten Märkte nicht nur theoretisch sondern mit passenden und einleuchtenden Beispielen. Dann gehen sie ausführlich auf die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit der Modelle ein und erklären wiederum an praktischen Beispielen die erforderlichen Randbedingungen für effiziente Märkte (z.B. rationales Handeln und vollständige Information aller Marktteilnehmer).

Danach analysieren die Autoren fundiert, welche Voraussetzungen in der Vergangenheit nicht erfüllt waren, und legen dar, welche vor allem politischen Rahmenbedingungen dazu geführt haben, dass insbesondere die Finanzmärkte nicht funktioniert haben (z.B. falsche Anreizsysteme). Die Autoren liefern damit nicht einfach "böse" und gierige Marktteilnehmer als "Schuldige" sondern ein komplexes System. Viele Teile des Systems, die zur Krise geführt haben, waren ursprünglich ja sogar "gut gemeint", z.B. die Eigentumsförderung in USA.

Natürlicherweise können die Autoren auch kein einfaches Lösungsrezept bieten, sondern nur ein Bündel von Maßnahmen. Für das Problem der fehlenden Möglichkeit von Preisanpassungen im Euro-Raum wird aber keine plausible Lösung angeboten, da die Rückkehr zu eigenen Währungen einfach als unpraktikabel erklärt wird. Generell gehen die Autoren für mich zu kurz auf die globalen Ungleichgewichte als Ursache ein. Ausführlicher stellt dies z.B. Raghuram G. Rajan in "Fault Lines" dar (leider nur auf Englisch).
Aber sonst hätte ich diesem Buch 6 Sterne geben müssen. So "nur" 5.
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