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Wer soll das bezahlen?: Antworten auf die globale Wirtschaftskrise [Gebundene Ausgabe]

Norbert Walter , Jörn Quitzau
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

4. Oktober 2011
Die Menschen sorgen sich nach dem Lehman-Kollaps, den sich türmenden Staatsschulden für die aus dem Ruder gelaufenen Sozialbudgets und für die Rettungsaktionen für Banken, klamme Eurostaaten und Konjunktur um ihre Zukunft. Sie sind in Sorge um die Qualität des Geldes und um die Fähigkeit der Schuldner zur Bedienung der Kredite. Sie befürchten, dass auch andere Versprechen nicht gehalten werden können: bei Altersvorsorge, Infrastruktur, Energieversorgung und Bildung. Und sie fürchten, dass die ohnehin hohen Steuern und Abgaben weiter steigen werden. Die Autoren geben Hinweise, was Politik, Bürger und Banken jetzt anders und besser machen müssen. Sie sind Ökonomen der „alten Schule“, fest verwurzelt in der Politischen Ökonomie eines Adam Smith, eines Friedrich von Hayek, aber eben auch Scholaren der Christlichen Soziallehre mit ihren wichtigen Beiträgen für eine funktionierende Wirtschafts- und Sozialordnung. Aus dieser Haltung resultiert ihre Analyse der Finanzkrise, daraus leiten sie Vorschläge für die Lösung der anstehenden Probleme ab, die eben weit über die aktuelle Finanzkrise hinausweisen.

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Wer soll das bezahlen?: Antworten auf die globale Wirtschaftskrise + Europa: Warum unser Kontinent es wert ist, dass wir um ihn kämpfen + Marktwirtschaft und Moral: Wie Werte das Vertrauen in die Ökonomie stärken
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Pattloch (4. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 362902291X
  • ISBN-13: 978-3629022912
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 213.839 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ich habe meine Bücher so geschrieben, dass die Überschriften appetitlich sind, daß die ersten Kapitel einen hineinlocken und für die schwierigen Sachthemen gewinnen." Norbert Walter Deutsche Welle TV, 17.10.2011

"... ein Buch (...), das Hintergründe auch für Nicht-Volkswirte gut verständlich darlegt." Wirtschaftsstimme, 22.11.2011

Über den Autor

Prof. Dr. Norbert Walter ist der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank und Geschäftsführer der Fa. Walter & Töchter Consult. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Promotion war Norbert Walter zunächst Mitarbeiter am Institut für Kapitalmarktforschung in Frankfurt/Main (1968-1971), dann am Kieler Institut für Weltwirtschaft, an dem er u.a. die Abteilungen Konjunktur sowie Ressourcenökonomik leitete. 1987 Wechsel zur Deutsche Bank Gruppe. Von 1990 bis Ende 2009 Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe und Geschäftsführer von Deutsche Bank Research. Norbert Walter war Mitglied im Gremium der „Sieben Weisen“ zur Regulierung der europäischen Wertpapiermärkte bei der EU-Kommission in Brüssel sowie Mitglied in der interinstitutionellen Monitoring-Gruppe (ernannt vom Europäischen Parlament, Rat und der Europäischen Kommission) für den Lamfalussy-Prozess zur Überwachung der Wertpapiermärkte. Norbert Walter war zudem Mitglied des Economic and Monetary Affairs Committee der European Banking Federation und Chairman der International Conference of Commercial Bank Economists. Seit Anfang 2010 arbeitet Prof. Walter in seiner eigenen Firma, der Walter & Töchter Consult. Dr. Jörn Quitzau, Jahrgang 1969, ist Volkswirt bei der Berenberg Bank und Leiter des Bereichs Wirtschaftstrends. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg folgte die Promotion an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. Im Anschluss daran Einstieg bei der Financial Times Deutschland, 2001 Wechsel zur Deutschen Bank Research in Frankfurt als Senior-Economist im Bereich Wirtschafts- und Europapolitik. Seit 2007 bei der Berenberg Bank, Schwerpunktthemen: Wirtschaftspolitik und Währungen. Seit 2009 Dozent für Volkswirtschaftslehre an der Frankfurt School of Finance and Management.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Lösung der Finanzkrise? 16. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Vielfach sind die Stimmen, die sich im Rahmen der gegenwärtigen existentiellen Finanzkrise zu Wort melden. Von ganz rechts bis ganz links reicht die Palette der politischen Haltung hinter den Diskussionsbeiträgen und ebenso klar ist, dass die vermeintlichen Antworten auf die Krise ebenso variieren wie die grundsätzlichen politischen Startpunkte.

Zumindest aber sind die beiden Autoren, anders als viele im Kanon der Stimmen, erkennbar vom Fach. Norbert Walter, ehemals Chefvolkswirt der Deutschen Bank und Jörn Quitzau, Volkswirt bei der Berenberg Bank. Eine biografisch-fachliche Kompetenz, die man den Einlassungen der beiden Autoren wohltuend im Buch anmerkt, auch wenn, vorweg gesagt, letztgültige 'Antworten auf die globale Wirtschaftskrise' nicht im Raume stehen werden nach der Lektüre. Wohl aber zunächst ein fundierter Einblick in die Ursachen und die Breite der Problematik und ebenso ernstzunehmende Hinweise auf jene Bereiche des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens, bei denen es anzusetzen gilt, will man der Krise Herr werden.

Wobei die Autoren zunächst, ohne die faktischen Probleme abzuleugnen, ihr Augenmerk auch auf die, in ihren Augen, deutlich suboptimale Kommunikation der Verantwortungsträger reichten (ein 'Armutszeugnis'). Eine Kommunikation, die es vor allem versäumt, die Ereignisse der letzten Jahre in einen entsprechenden historischen Kontext zu stellen. Dies holen die Autoren ebenso eingängig nach, wie sie auf Möglichkeiten hinweisen, in der Krise besonnen und produktiv zu reagieren. Kernthese des Buches ist dabei, dass (entgegen der aktuellen finanzpolitischen Handlungen) nicht mehr die Niedrigzinspolitik einen Ausweg zu bieten vermag (im Gegenteil), sondern nur mehr eine strukturelle Korrektur (Regulierungen, die hier tatsächlich von Bankern energisch eingefordert werden!), deren Ziel eine möglichst zeitnahen Konsolidierung staatlicher (aber auch finanzwirtschaftlicher) Finanzen sein muss.

Auf dem Weg der Erläuterung ihrer Einlassungen brechen die Autoren durchaus eine Lanze für die soziale Marktwirtschaft, legen dabei den Finger aber ebenso auch auf massive Fehlentwicklungen, welche aus der Finanzkrise eine drastische Schuldenkrise hervorgerufen haben. Ein Netz voller gegenseitiger Verflechtungen und auch Fehlhaltungen, welches sich in solcher Form ineinander verwirrt hat, dass auch drastische Maßnahmen wie eine 'geordnete Staatsinsolvenz' nicht mehr ausgeschlossen werden können (auch zu diesem Vorgang legen die Autoren eine Verfahrensweise im Buch vor).

Dennoch beharren die Autoren darauf, dass es Wege aus der Schuldenkrise gibt. Erschwert sicherlich durch das historisch neue Element, das sich noch nie so viele, große Industrienationen zur gleichen Zeit in Schieflage befunden haben. Dies ist das eindringlichste und klarste Anzeichen dafür, dass eine systemische Problematik massiv im Raume steht und nicht wirtschaftliches Fehlverhalten einzelner Teilnehmer an der globalisierten Wirtschaft Ursache der gegenwärtigen Probleme sind. Aber auch wenn der Korrekturprozess 'in jedem Fall lang und zäh' werden wird, Konsolidierung ist möglich. Der erste Schritt muss hierbei in den Augen der Autoren sein, unbedingt das Vertrauen des Kapitals wieder herzustellen. Hier sehen die Autoren Europa auf dem ansatzweise richtigen Weg, betonen aber deutlich und klar, dass es klarer Regulierungen (und den Mut, diese umzusetzen) bedarf, um damit das Vertrauen von Konsumenten und Investoren in eine klare, verantwortliche und mutige politische Haltung wieder herzustellen..

Walter und Quitzau erläutern verständlich und nachvollziehbar die Fehlentwicklungen der letzten Jahre und bieten in eigenen Worten 'Planken', die einen Weg aus der Krise heraus anzeigen können. Eine Universalformel bieten die Autoren dabei genauso wenig, wie alle anderen, zumindest aber erhält der Leser ein nüchternes Bild der aktuellen Situation, der gewachsenen Ursachen, der historischen Einordnung und der notwendigen, ersten Schritte, die zur Überwindung der Krise angegangen werden müssten (ob allerdings hierzu der Mut der Politik ausreicht oder ob der Börsenfachmann Müller recht behält, der ein 'vor die Wand fahren' prognostiziert aufgrund eben der zu großen Verflechtung von Politik und Finanzwelt, das bleibt abzuwarten).
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirtschaftswissen endlich verständlich 9. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autoren geben einen ausführlichen Überblick über die globale Finanzkrise, über die Entstehungsgeschichte der Schuldenkrise und über den aktuellen Zustand der Weltwirtschaft. Es ist ein wirtschaftspolitisches Buch, das die Schuldenkrise in einen größeren Kontext einordnet. Der Leser erfährt viel über das Wirtschaftssystem, über die Fehler der Vergangenheit und darüber, dass die Wurzeln der Schuldenkrise weit vor der Finanzkrise 2008 liegen. Im letzten Drittel werden Wege aus der Schuldenkrise beschrieben. Dies geschieht in ruhiger Tonlage und nicht in Alarmstimmung. Anlagetipps, wie sich der Anleger gegen die Krise schützen kann, findet man allerdings kaum.
Das Buch ist leicht lesbar und auch für wirtschaftliche Laien gut verständlich.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch bietet eine erfreulich sachliche, wissenschaftlich fundierte, aber auch für Laien verständliche Analyse der aktuellen Schuldenkrise.
Zunächst erklären die Autoren die ökonomischen Modelle der effizienten Märkte nicht nur theoretisch sondern mit passenden und einleuchtenden Beispielen. Dann gehen sie ausführlich auf die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit der Modelle ein und erklären wiederum an praktischen Beispielen die erforderlichen Randbedingungen für effiziente Märkte (z.B. rationales Handeln und vollständige Information aller Marktteilnehmer).

Danach analysieren die Autoren fundiert, welche Voraussetzungen in der Vergangenheit nicht erfüllt waren, und legen dar, welche vor allem politischen Rahmenbedingungen dazu geführt haben, dass insbesondere die Finanzmärkte nicht funktioniert haben (z.B. falsche Anreizsysteme). Die Autoren liefern damit nicht einfach "böse" und gierige Marktteilnehmer als "Schuldige" sondern ein komplexes System. Viele Teile des Systems, die zur Krise geführt haben, waren ursprünglich ja sogar "gut gemeint", z.B. die Eigentumsförderung in USA.

Natürlicherweise können die Autoren auch kein einfaches Lösungsrezept bieten, sondern nur ein Bündel von Maßnahmen. Für das Problem der fehlenden Möglichkeit von Preisanpassungen im Euro-Raum wird aber keine plausible Lösung angeboten, da die Rückkehr zu eigenen Währungen einfach als unpraktikabel erklärt wird. Generell gehen die Autoren für mich zu kurz auf die globalen Ungleichgewichte als Ursache ein. Ausführlicher stellt dies z.B. Raghuram G. Rajan in "Fault Lines" dar (leider nur auf Englisch).
Aber sonst hätte ich diesem Buch 6 Sterne geben müssen. So "nur" 5.
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