Leena Lehtolainen - wer sich mit nordischen Krimis beschäftigt, der kommt an dieser Autorin nicht vorbei.
Maria Kallios ist ihre Kommissarin, die immer wieder in den Romanen ermittelt, deren Leben auch in die einzelnen Romane eingebunden ist. Der achte Fall ist es, den ich heute beschreiben und rezensieren möchte:
Wer sich nicht fügen will :
kurze Inhaltsangabe:
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Eine misshandelte Frau wird in ein Krankenhaus gebracht. Sie kommt aus der Ukraine und verschwindet auf einmal spurlos. Das Rotlichtmilieu spielt im Buch eine große Rolle. Maria Kalios`Leben wird tief in diesen Fall verwickelt.
Zwangsprostituion, Menschenhandel, Rotlichtmilieu und die damit zusammenhängenden Vorkommnisse spielen eine große Rolle im Buch. Prostitution ist in Finnland bekanntlich verboten, aber nichts desto trotz wird sie im Untergrund umso mehr betrieben. Verbotene Dinge reizen ja bekanntlich mehr ...
Deutsch von: Gabriele Schrey-Vasara
Titel der Originalausgabe: "Rivo Satakieli"
die Autorin:
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Sie ist 1964 geboren und arbeitet und lebt als Kritikerin und Autorin in Degerby, das ist in der Nähe von Helsinki. In Finnland ist sie als Krimiautorin nicht mehr wegzudenken und auch in Deutschland hat sie sich einen Stammplatz in den Bücherregalen erobert.
weitere ihrer Romane:
Alle singen im Chor
Zeit zu sterben
Weiß wie die Unschuld
Der Wind über den Klippen
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Infos zur Autorin sind auch zu finden unter: www.leena-lehtolainen.de
meine Meinung zum Buch:
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Dieser Roman, wie auch die anderen Lehtolainen-Krimis hat mich wie immer sehr in seinen Bann gezogen. Die Spannung wird von Seite zu Seite mehr aufgebaut, man muss sich einlesen und mit dem Fall beschäftigen, dann rätselt man mit der Ermittlerein, man stellt sich den Fall, die handelnden Personen und Orte vor dem geistigen Auge vor. Der Schreibstil ist sehr ausschweifend, bildhaft, sodass das Vorstellungsvermögen sehr gut funktionieren kann.
Bis zum Schluss wird der Leser im Unklaren gelassen und die Aufklärung ist für meine Begriffe total anders, als man sie sich im Zuge des Lesens denkt und vorstellt, aber das macht ja einen guten Kriminalroman aus, dass das Ende meist so ist, wie man es sich nicht vorstellt.
Maria Kalios wird tief in den Fall involviert, ihr Privatleben bleibt mal wieder, wie immer auf der Strecke, aber des Leser erfährt auch in diesem Roman wieder einige Neuigkeiten und Einzelheiten aus ihrem Familienleben, die immer in den Fall von Zeit zu Zeit eingebunden werden, sodass es sich zwar im Großen und Ganzen eigentlich um einen Fortsetzungsroman handelt, weil der Leser, der Maria Kalios in den Vorgängerromanen "kennengelernt" hat, ihren Werdegang gern weiter verfolgen möchte, aber jeder einzelne Roman ist eine abgeschlossene Kriminalhandlung.
kurze Leseprobe:
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Am Mittwoch stand ich wieder um sechs Uhr auf, um Zeit fürs Joggen zu haben. Die Sonne ging bereits auf, im schrägen Licht zeichneten sich die Bäume scharf vor dem rotgelb leuchtenden Horizont ab. Der Himmel darüber war atemberaubend blau. Über den Bäumen stand der Halbmond. Ich lief sechs Kilometer, winkte unterwegs anderen Joggern und ein paar Hundebesitzern zu. Es war windstill und kalt, die Abgase der Autos an den Ampeln hingen wie kleine Wolken in der Frostluft. Ein schöner Tag für eine Beerdigung .....
Man merkt hier, dass der Roman in der Ich-Schreibweise geschrieben ist, was ich als sehr angenehm empfinde, man denkt als Leser, dass man die Gedanken der "Kalios" nachempfinden kann.
Ich habe den Roman verschlungen und empfehle ihn sehr, er zeigt das Milieu sehr gut, ist sehr real und einfühlsam geschrieben, nicht übertrieben und unwirklich, sondern aus dem Leben gegriffen und das empfinde ich als sehr positiv.
LESEEMPFEHLUNG !!!