Wir Mitchell & Markby-Fans bedauerten das Ende dieser erfolgreichen Serie. Ich hatte mich nach 15 Romanen schon sehr an die beiden gewöhnt; umso mehr freue ich mich nun über die neue historische Krimireihe, die Ann Granger sich ausgedacht hat, in deren Mittelpunkt das junge Paar Elizabeth Martin und Benjamin Ross steht.
1864 tritt die auf dem Land aufgewachsene Elizabeth genannt Lizzie eine Stelle als Gesellschafterin bei der reichen Witwe ihres Patenonkels in London an. Schon der erste Eindruck, den sie von der großen Stadt bekommt, ist für sie bedrückend. Bereits bei der Ankunft begegnet sie vor der Großbaustelle des Bahnhofs St.Pancras einem Leichenwagen, der eine tote Frau abtransportiert. In ihrem neuen Heim angekommen, erfährt sie, dass ihre Vorgängerin unter mysteriösen Umständen von einem Tag auf den anderen verschwunden ist. Lizzie wird neugierig und zusammen mit Inspector Benjamin Ross, den sie aus Kindheitstagen flüchtig kennt, beginnt sie nachzuforschen und riskiert dabei Kopf und Kragen ...
Ann Granger ist es wieder einmal gelungen ,einen spannenden und fesselnden Krimi zu schreiben. Er ist empfehlenswert für Leser, die historische und spannende , im klassischen "Whodunnit-Stil" geschriebene Kriminalromane mögen - ohne viel Action und großes Blutvergießen. Mir hat es gut gefallen,einiges über das Leben, die Sitten und Gebräuche dieser Zeit beim Lesen kennenzulernen.Das "neue" Paar Lizzie und Martin finde ich sympathisch und ich bin auf die Fortsetzung ihrer Liebesgeschichte schon gespannt.