1980 erschien beim Verlag "Hoffmann und Campe" die Sepp Maier Biographie "Ich bin doch kein Tor". Witzig, charmant, persönlich und ehrlich schrieb sich Maier durch sein Leben und seine erfolgreiche Karriere. Kleine Insider Ankedoten der früheren Bundesliga- und Nationalelf- Zeit versüßten den Lesegenuß. Ich habe dieses Buch bis dato ca. 30 mal gelesen, alleine weil man immer wieder aufs Neue gut unterhalten wird.
Mit knapp vierjähriger Verzögerung habe ich ich nun "Wer mit dem Ball tanzt" erstanden und nach knapp 100 Seiten berechtigter Weise zur Seite gelegt. Maier kocht fast parallel zum ersten Buch die alten Geschichten Eins zu Eins wieder auf, lediglich garniert mit ein paar neuen Ergänzungen, die nicht wirklich neue Ansichten bieten. 80% der Anekdoten hat man im ersten Buch gelesen, dort aber flüssiger, stimmiger und unverkrampfter. Diese Stories suhlen sich in "Früher war alles besser" - Jammereien eines Sepp Maier, der ziemlich altklug und mit seinen modernen Ansichten daher kommt und dabei -wie er selbst oft schreibt- jungen Menschen und Jungprofis quält, langweilt und vergrault. Sorry, das Buch geht an die Nerven, scheint unberechtigter Weise veröffentlicht und ist leider nicht zu empfehlen. Wer an die erste Version kommt, dem sei diese ans Herz zu legen. Mit wenig Aufwand wurde hier vermeintlich Neues verkauft, was bleibt ist Enttäuschung.