Der wirklich talentierte Regisseur Patrice Chereau verzettelt sich in diesem Film leider in seiner zu großen, wenn auch brilliant spielenden Besetzung. Von Beginn an erzeugt der Film eine nervöse Hektik, die noch durch den Einsatz einer Handkamera verstärkt wird. Als Zuschauer wird man erschlagen von den vielen Figuren und kann auch nach längerem ansehen kaum ausmachen, welche Beziehungen die einzelnen Personen zu dem verstorbenen Maler Jean-Baptiste hatten. Es wird zu viel geredet und nichts erklärt. Als Kammerspiel wäre dieses an sich schöne Thema sicher intensiver und übersichtlicher geworden, denn gerade in den intimen Szenen kann man Chereaus Leidenschaft für außergewöhnliche Stoffe und Figuren erkennen. Leider werden diese spannenden und erholsamen Momente gleich wieder durch lärmende verwackelte Massenszenen zerstört. Da kann man nur entnervt das Handtuch werfen. Und so bleibt neben der grandiosen Besetzung nur der außergewöhnliche Soundtrack (Björk, Everything But The Girl, The Doors....) im Gedächtnis. Der Film scheitert auf handwerklich hohem Niveau. Sehr schade!