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Wer ist hier der Chef? [Gebundene Ausgabe]

Katrien Matthys , Bart Moeyaert , Mirjam Pressler
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, 29. August 2011 --  

Kurzbeschreibung

29. August 2011
Dieses Bilderbuch leuchtet im Dunkeln - und es erzählt eine poetische Fabel über Freiheit und Phantasie: Die Katze liegt auf einem Ast und genießt die Aussicht. Sie fühlt sich unabhängig und frei. Wen sie nicht versteht, ist der Hund. Er sitzt angeleint am Baum und wartet auf seinen Herrn. Warum ist er nur so geduldig? Warum reißt er sich nicht los? Wozu braucht er überhaupt einen Herrn? Wie sehen das die anderen Tiere? Leben sie nicht alle in Freiheit? Die kluge Eule? Der schlaue Fuchs? Die Mäuse und die Motten? Nach den Menschen fragt die Katze nicht, das überlässt sie den Lesern. Die können sich das bei Licht überlegen oder im Dunkeln.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 60 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (29. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446237895
  • ISBN-13: 978-3446237896
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 8 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 30,8 x 23,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 110.445 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der vielfach preisgekrönte Autor beginnt einen Reigen von Fabeln um die neugierige Katze, deren Lehre mitten hinein in den Zweifel an der Freiheit des Anderen führt. Moeyaert stromert entlang der Erfahrungen seiner Katze mit anderen Tieren. Wie in jeder Fabel sind es menschliche Typologien, die im Kostüm des Tiers ihresgleichen suchen. Mit dieser Fabel unterläuft ihr Autor aber jene klassischen Gesetze der Fabel, er fügt Sinnlosigkeiten hinzu, er zollt dem Wilden und Unberechenbaren Respekt, vor allem aber steht das Ideal des einen nicht über allem." Julia Franck, Die Welt, 03.12.11

"Bart Moeyaerts ungewöhnliches Bilderbuch spielt mit der Faszination am Andersartigen und anders Denkenden. Eine zusätzliche Interpretationsebene erhält die poetisch-philosophische Fabel durch die Illustrationen. Es sind klare, holzschnittartige Bilder in schwarz-weißer Negativoptik, die auf den Innenseiten der aufklappbaren Seiten sogar im Dunkeln leuchten wie Sterne über dem Kinderbett." Friederike Schröter, Literaturmagazin der Frankfurter Rundschau, Herbst 2011

"Ein wahrer Lichtblick ist dieses große Buch. Denn es erzählt nicht nur eine glänzende Geschichte. Seine Seiten leuchten auch noch im Dunkeln! […] Die Katze kommt zu lauter klugen Erkenntnissen, die - bei Licht besehen - auch für uns Menschen gelten." GEOlino, 10/11

"Eine weise, tiefgründige Fabel." Westdeutsche Allgemeine, 24.09.2011

"Eine großartig in Szene gesetzte Parabel über Freiheit und Autonomie, über Klugheit und Weisheit, Vertrauen und Fantasie. […] Moeyaert ermöglicht […] verschiedene Sichtweisen auf elementare Fragen des Daseins. […] Ein grandioser Wurf zweier großartiger Künstler für Wort- und Bildleser jeder Altersgruppe." Eselsohr, 10/11

"Ein Augenschmaus schon für kleinere Kinder und ein Buch zum Vorlesen und Philosophieren für alle anderen." Christine Tresch, Buch & Maus, 3/11"In Kinderbüchern kennt man die Bösen und die Guten, die Lustigen und die Dummen. Die Tiere jedoch, die sich hier begegnen, haben etwas Komplizierteres als Eigenschaften: Sie unterscheiden sich durch Haltungen, die in überraschenden Dialogen zum Vorschein kommen. […] Die kraftvollen Holzschnitt-Illustrationen spielen mit kniffligen Negativeffekten und ziehen einen doppelten Boden in diese philosophische Geschichte. Jedes Mal, wenn es Nacht wird, klappt man die Doppelseite aus und liest auf schwarzem Grund. Für Nachtleser leuchten die gelblich weißen Buchstaben sogar im Dunkeln." Sieglinde Geisel, NZZ, 07.09.2011

"Ein bezauberndes Kinderbuch.[…] Keine Frage: Es geht um die großen Fragen. Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen? Was soll ich tun? Auf seine eigene Art, leise und ansteckend, ist "Wer ist hier der Chef" ein philosophisches Buch. Wer es mit Kindern liest, wird sie schnell im eigenen Denken versunken sehen und kann damit rechnen, es in einem ruhigen Moment mit ihren Gedanken zu Hund, Katze, Fuchs und Freiheit zu tun bekommen." Fridtjof Küchemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.11

"Mit Bart Moeyaerts Fabel verlässt die Philosophie als neue Modedisziplin im Windschatten von Richard David Precht die Nachtstudios, die Talkshows und die Coffeetable-Zeitschriftenablagen. Und kommt ins Kinderzimmer. Eine listige Geschichte. Eine listen- und lichtreiche. Für die Augen und den Kopf. […] Moeyaert sollte man lebenslang mit dem LaFontaine-Preis auszeichnen. So überzeugend, so doppel- und tripelbödig hat schon lange niemand mehr Fabeln erzählt. Man möchte so schnell nicht aufhören mit dem Vorlesen. Muss man auch nicht, selbst wenn die Lampe kaputtgeht. Dann leuchten die Buchstaben, die Bilder im Dunkeln. Das ist wahre Aufklärung im Kinderzimmer. Das ist ein Buch für viele Abende, es glüht lange nach." Elmar Krekeler, Welt am Sonntag, 04.12.11

"Für Philosophen jeden Alters!" 3sat Kulturzeit, 12/11

Über den Autor

Bart Moeyaert, geb. 1964, ist einer der bedeutendsten belgischen Kinder- und Jugendbuchautoren. Seine Bücher wurden vielfach. Bereits mit neunzehn Jahren veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch, das gleich zu einem Bestseller wurde. 'Bloße Hände' wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, 'Im Wespennest' mit dem 'Luchs'.

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
4.3 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses großzügig in Leinen gebundene Buch für Kinder ab etwa sechs Jahren ist ungewöhnlich in mehrfacher Hinsicht. Da ist zum einen die erwähnte Ausstattung. Da ist zum anderen eine Aufklapptechnik, die es nötig macht, dass man das Buch vorsichtig und mit einer gewissen Ehrfurcht behandelt. Da sind ausdrucksstarke Illustrationen von Katrien Matthys, die so gedruckt sind, dass man das Buch auch im Dunkeln lesen und vorlesen kann. Die Bilder und die Buchstaben leuchten dann so wie die Leuchtsterne über dem Kinderbett.

Vor allen Dingen aber ist es das Thema, das der bekannte Kinderbuchautor Bart Moeyaert hier anpackt in einer wunderbaren und poetischen Geschichte, die Mirjam Pressler, wie schon so viele andere Bücher von ihm, sensibel ins Deutsche übersetzt hat. Es geht um die Freiheit. Und wie so viele andere kluge Philosophen vor ihm, wählt er Tiere, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, in der Hoffnung, dass der vorlesende oder zuhörende große oder kleine Mensch deren Gedanken und Überlegungen von selbst auf seine eigene menschliche Existenz überträgt.

Da ist die Katze. Ihr geht es gut. Sie liegt auf einem Ast und genießt die Aussicht. Der Hund sitzt angeleint unterm Baum. Sie spricht ihn an:
"Ich weiß nicht, wie du heißt und warum du hier bist. Aber ich finde, dass du etwas tun musst. Nur rumliegen, rumheulen, rumwarten - das ist nicht gut. Das ist dein Ende", sagt sie zu ihm. Der Hund sagt: "Ich warte auf den Herrn."

Das nun versteht die Katze überhaupt nicht. Warum reißt er sich nicht los und genießt seine Freiheit? Wieso braucht de Hund überhaupt einen Herrn? Sie jedenfalls braucht keinen.

Doch das Gespräch mit dem Hund hat ihr Interesse geweckt. Sie will wissen, wie das bei den anderen Tieren ist. Ob die auch einen Herrn kennen und vielleicht auch Angst vor ihm haben und ihm gehorchen. Sie will wissen, ob es noch andere Tiere gibt wie sie, die gerne das Lied der Freiheit singen.

Und sie macht ganz erstaunliche Entdeckungen...

Ein schönes, sowohl für seine Texte als auch für seine Illustrationen absolut preisverdächtiges Buch.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Fast schon philosophisch nähern wir uns im Buch WER IST HIER DER CHEF von Bart Moeyaert Themen die wir selten durchdenken, welche aber durchaus berechtigte Fragen aufwerfen. Unser Held / unsere Heldin ist eine Katze und ihr Blick auf die Welt. Der Hund sieht es schon anders und auch der Fuchs, ebenso wie der Schmetterling oder die Mäuse. Die lustige Formulierung AUF DEN HERRN WARTEN entpuppt sich dabei als zentraler Bestandteil der Geschichte - ob zielgerichtet oder unkontrolliert, ob geradeaus oder mit Schleifen, immer ist es eine Frage des Betrachtungswinkels.

Braucht man einen Herrn, so wie der Hund?

Wie sieht es die Katze und wie der Fuchs - wie die Mäuse und wie der Schmetterling?

Hat man ein Ziel oder läuft man scheinbar ziellos umher?

Auch wenn jede Katze einen Herrn (eine Herrin) hat, so scheint es ihr schön einmal einen Tag ohne ihn / sie zu haben.

Wem folgen wir und wohin strebt das Leben?

Die scherenschnittartigen Bilder reduzieren die Eindrücke auf das Wesentliche und am Ende des ungewöhnlichen Scherenschnittbuches sehen wir dann den Herrn von allem - und die Katze folgt, wenn auch nicht sogleich als das kleine Mädchen nach ihm ruft.

Übrigens, dieses Buch kann man auch im Dunkeln lesen. Die Bilder wie auch der Text sind lichtempfindlich und leuchten nach, wenn sie Licht abgekommen haben - mir hat das Hantieren mit dem Buch im Dunkeln viel Spaß gemacht und mich an meine Kindheit mit ähnlichen Büchern erinnert!

Sehr empfehlenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses schöne, nun auch in einer etwas preisgünstigeren Ausgabe erhältliche Buch für Kinder ab etwa sechs Jahren ist ungewöhnlich.

Es ist vor allen Dingen das Thema, das der bekannte Kinderbuchautor Bart Moeyaert hier anpackt in einer wunderbaren und poetischen Geschichte, die Mirjam Pressler, wie schon so viele andere Bücher von ihm, sensibel ins Deutsche übersetzt hat. Es geht um die Freiheit. Und wie so viele andere kluge Philosophen vor ihm, wählt er Tiere, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, in der Hoffnung, dass der vorlesende oder zuhörende große oder kleine Mensch deren Gedanken und Überlegungen von selbst auf seine eigene menschliche Existenz überträgt.

Da ist die Katze. Ihr geht es gut. Sie liegt auf einem Ast und genießt die Aussicht. Der Hund sitzt angeleint unterm Baum. Sie spricht ihn an:
"Ich weiß nicht, wie du heißt und warum du hier bist. Aber ich finde, dass du etwas tun musst. Nur rumliegen, rumheulen, rumwarten - das ist nicht gut. Das ist dein Ende", sagt sie zu ihm. Der Hund sagt: "Ich warte auf den Herrn."

Das nun versteht die Katze überhaupt nicht. Warum reißt er sich nicht los und genießt seine Freiheit? Wieso braucht de Hund überhaupt einen Herrn? Sie jedenfalls braucht keinen.

Doch das Gespräch mit dem Hund hat ihr Interesse geweckt. Sie will wissen, wie das bei den anderen Tieren ist. Ob die auch einen Herrn kennen und vielleicht auch Angst vor ihm haben und ihm gehorchen. Sie will wissen, ob es noch andere Tiere gibt wie sie, die gerne das Lied der Freiheit singen.

Und sie macht ganz erstaunliche Entdeckungen...

Ein schönes, sowohl für seine Texte als auch für seine Illustrationen absolut preisverdächtiges Buch.
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