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Wer hat Palomino Molero umgebracht?: Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
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Wer hat Palomino Molero umgebracht?: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Mario Vargas Llosa
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 202 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 8 (28. Oktober 1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518382861
  • ISBN-13: 978-3518382868
  • Größe und/oder Gewicht: 17,5 x 10,9 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 181.936 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wer hat Palomino Molero umgebracht?, dieser Roman Vargas Llosas hat international sogleich Furore gemacht. »Ein kleines Wunder!« schrieb Le Monde, »eines dieser Bücher, die noch bei der dritten und vierten Lektüre Überraschungen und Schätze parat halten.« Als in einem Geröllfeld die gräßlich zugerichtete Leiche Palomino Moleros gefunden wird, stehen Leutnant Suva und sein Gendarm Lituma vor einer schwierigen Aufgabe. Wer hat Palomino Molero umgebracht? Wer deckte die Mörder? Mit der Meisterschaft eines großen Erzählers nutzt Vargas Llosa das Grundmuster des Kriminalromans zu einer atmosphärisch dichten Darstellung lateinamerikanischer Lebenszusammenhänge und zu einer schneidend scharfen Analyse der peruanischen Gesellschaft. - Denn der Ermordete ist der kleine Cholo, der als Bolerosänger so oft zu den Geburtagsparties der reichen Töchter hinzugezogen wurde. Hatte er sich in ein weißes Mädchen, die Tochter des Kommandanten Mindreau, verliebt? Eine gefährliche Frage, auf die Suva und Lituma, beide dunkelhäutig, stoßen.

Über den Autor

Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Bereits während seines Studiums schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen, ehe 1963 sein erster Roman Die Stadt und die Hunde erschien. Der peruanische Romanautor und Essayist ist stets als politischer Autor aufgetreten und ist damit auch weit über die Grenzen Perus hinaus sehr erfolgreich. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Das grüne Haus, Das Fest des Ziegenbocks, Tante Julia und der Kunstschreiber und Das böse Mädchen.
Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard, Princeton und Oxford. 1990 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático (FREDEMO) bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag in der Stichwahl. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück.
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er 1996 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2010 den Nobelpreis für Literatur. Heute lebt Mario Vargas Llosa in Madrid und Lima.

 

 


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stefan Erlemann HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Die Hitze ist unerträglich. Der Gestank kaum auszuhalten. Was hat der junge Kerl bloß angestellt, um solch einen Hass auf sich zu laden. Nicht nur, dass man ihn halb erhängt und halb aufgespießt hat, ihn mit Zigarettenkippen gequält und brutal vor seinem Tod zusammengeschlagen hat. Man hat ihn auch noch versucht zu kastrieren. Gendarm Lituma weiß, dass er das Bild des Indios, wie er da an dem alten Baum hängt und von Fliegen umschwirrt wird, nie mehr loswerden wird. Es hat sich eingebrannt und wird ihm unzählige schlaflose Nächte bereiten. Noch schwieriger, wenn nicht unmöglich wird es sein, den oder die Täter zu fassen. Hier oben gibt es keine Zeugen, niemand wird etwas gesehen haben und keiner wird sich für einen armen toten Indio interessieren.
Doch Hoffnung keimt in Lituma auf, als sich Leutnant Silva bereit erklärt, den Täter zu fassen. Der kleine Palomino Molero soll gerächt werden und der grausame Mörder seine gerechte Strafe bekommen. Und wenn Silva ihm das verspricht, wird er es auch halten. Denn sein Leutnant ist ein guter Mann, der es denen da oben schon zeigen wird. Denn dass jemand von ganz oben damit zu tun haben muss, zeigt sich bereits, als sie den Leiter des Luftwaffenstützpunktes aufsuchen, den der arme Palomino vor Tagen ohne Erlaubnis verlassen hat. Der eiskalte Mann verweigert kategorisch jedwede Hilfe und behandelt die beiden Polizisten wie Abschaum. Warum nur gibt er ihnen nicht mal die kleinste Information?
Die beiden Polizisten kommen nicht weiter. Überall treffen sie auf eine Mauer des Schweigens. Erst ein anonymer Brief bringt Bewegung in die Mordermittlung. Doch sollen die beiden Polizisten wirklich in das Wespennest stechen, das sich vor ihnen auftut? Sie riskieren damit ihre Karriere oder vielleicht sogar ihr Leben.

1986 erschien "¿Quién mató a Palomino Molero?" erstmals. Mittlerweile ist Autor Mario Vargas Llosa Träger des Nobelpreises für Literatur 2010. Und alle seine Bücher stehen erneut im Fokus des weltweiten Interesses. Auch "Wer hat Palomino Molero umgebracht?" erfreut sich immer neuer Auflagen. Doch wer ein unsterbliches, grandioses Meisterstück erwartet, sieht sich vielleicht getäuscht.
Zwar ist dieser Roman spannend, witzig, mitreißend und ganz neben bei lehrreich, doch gibt es mindestens ein Dutzend Bücher aus der Feder des Autors, die besser geeignet sind zu verstehen, warum er den Nobelpreis erhalten hat.

Sehr wohl aber kann man in "Wer hat Palomino Molero umgebracht?" exemplarisch finden, was im Werk des Peruaners immer wieder thematisiert wird. Seine Sozialkritik ist ätzend und treffsicher, sein Humor süffisant. Die Krimihandlung dient allein als Rahmen, die Zustände in Peru anzuprangern, oder besser gesagt, sie schlicht zu schildern als gottgegeben. So ist eine der entlarvendsten Stellen die köstlich zu lesende Schlusstirade der einfachen Bauern und Dorfbewohner, die nach erfolgter Aufklärung des Mordes lieber die ganz große Intrige sehen, die Bonzen, Bosse und "die da oben" als die Intriganten und Haupttäter ausmachen, die Schwulen als involviert und sowieso schuldig ansehen und die Polizei als unfähig und unehrlich darstellen.

Dieses Buch ist ein guter, einfach zu lesender Einstiegsroman in das Werk des wundervollen Mario Vargas Llosa. Einfache Sprache, klare Handlung, Hochspannung und ein köstlicher, mit deftiger erotischer Nebenhandlung versehener Text machen "Wer hat Palomino Molero umgebracht?" zu einem Kleinod ' auch wenn es "nur" ein kleiner, netter Gehversuch eines großen Autoren ist.

Stefan Erlemann
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rover
Llosa schafft in diesem Buch eine ruhige Atmosphäre die jäh durch ein grausames Gewaltverbrechen unterbrochen wird. Er schafft es (auch durch die Konzentrierung auf einen kleinen Ort und weniger Charaktere) den Leser schnell die Charaktere und auch die Gesellschaft und das leben der Menschen zu dieser Zeit sehr nahe zu bringen. Nur deshalb schafft er es auch, die Gesellschaftskritik an den damaligen Lebensumständen in sowenigen Seiten wohl zu platzieren. Was einem an diesem Roman am meisten betrübt ist, daß er sch schnell durchgelesen ist, denn einige Personen wachsen einem schon einwenig ans Herz.

Llosa ist wirklich ein vorzüglicher Schriftsteller, der ruhige und spannende Phasen gut kombiniert und sehr intelligent und großartig formuliert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kurz(weilig)er Krimi 29. Februar 2012
Von Andi1978
Mario Vargas Llosa schreibt schon gut. Vordergründig geht es um die Suche nach dem Mörder eines Hirtenjungen, aber das Buch enthält auch ziemlich heftige Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen Perus. Liest sich wirklich gut, und da das Buch sehr dünn ist, gibt es kaum abschweifende Nebenhandlungen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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