Die ganze Story ist einfach nur unglaubwürdig. Statt sich in den "Sog der Ereignisse" hinein ziehen zu lassen, bleibt dem geneigten Leser nur mehr übrig, das Werk nach ein paar anfangs recht munternen Kapiteln weg zu legen oder mit raschen seitenüberfliegenden Blicken noch rasch zu prüfen, welche abstusen Kehrtwendung dem Autor noch alles einfallen. Da ist der böse Held Shaver mal unverwundbar wie ein Roboter, mal wird ihm die schmutzige Arbeit rasch mal von einem andern PC-Gamer abgenommen, der eigentlich nur schauen wollte, was der Oberböse so treibt. Dann wir auch noch die Verlobte vom Kriminaler Cross entführt, der ermittelt munter weiter, trotz eindringlicher Warnungen, würde ja jeder so machen, was kümmert schon die große und einzige Liebe, wenn es was zu ermitteln gilt? Am Schluss muss noch ein Geheimdienst aber so was von voll total sich einschalten, hui, da läuft es einem waaaaaahnsinnig schaurig den Rücken runter. Damit es vielleicht was für ne Verfilmung hergibt, wird ein Teil der Handlung auf eine Karibikinsel verlegt, wo dann noch ein großes Gemetzel stattfindet. Der Gute ist nebenbei noch in einem sozialen Hilfspojekt fleißig, also ein ganz ganz Guter. Blöd nur, dass er zwischendurch mal selbst als Mörder einer karrieregeilen Kollegin gehandelt wird, während der blutverschmierte Böse in den Armen einer ihm (!)hörigen Psychotherapeutin erwischt wird, die ihn mit Unmengen an Aufputschmitteln und Alibis versorgt, machen die ja gerne. Natürlich kommt auch noch ein Polizeichef vor, der partout nicht möchte, dass in seinem Bezirk aus einzelnen Morden ein Serienkiller konstruiert wird. Und das, obwohl doch in diesem Roman soviel Unfug konstruiert wird, dass es einem die Nackenhaare sträubt. Aber wer das alles zu glauben vermag, der wird sich auf niederem literarischem Niveau sicher nett unterhalten finden.