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Wer früher stirbt, ist länger tot
 
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Wer früher stirbt, ist länger tot

Markus Krojer , Fritz Karl , Marcus H. Rosenmüller    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (175 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,81 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Rezensionen

Amazon.de

Der 11-jährige Sebastian will unsterblich werden, und er hat dafür einen guten Grund. Denn sonst wartet auf ihn schließlich die ewige Verdammnis als Strafe für seine Sünden. Sebastian hält sich verantwortlich für den Tod seiner Mutter, die bei seiner Geburt gestorben ist, und die gottesfürchtige Mentalität im bayerischen Provinzkaff, in dem Sebastian mit seinem älteren Bruder und dem Vater lebt, ist der perfekte Nährboden für diese fixe Idee. Was sich zunächst anhört wie ein trauriges Drama um die Trauma-Bewältigung einen kleinen Jungen ist tatsächlich eine mal skurrile, mal groteske, permanent schwarzhumorige und sehr fantasievolle Gaudi von Regie-Debütant Marcus H. Rosenmüller. Der entführt seine Zuschauer nicht nur in den Mikrokosmos seines dörflichen Handlungsortes mit entsprechend schrulligen Typen, sondern auch in den Kopf seines jungen Protagonisten, der sich fortlaufend vor dem jüngsten Gericht oder schon im Fegefeuer wähnt. Sebastians Versuche, Unsterblichkeit zu erlangen sind einerseits in ihrer kindlichen Naivität anrührend, andererseits in ihren Auswirkungen hochgradig komisch. Der bayerische Dialekt ist zwar nicht immer leicht zu verstehen, bietet aber haufenweise köstliche Dialogperlen in einer pfiffigen Verbeugung vor der alten deutschen Kunst des Volkstheaters. Mit seiner eigenwilligen Mischung aus Kinderfilm und schwarzem Humor traf Rosenmüller jedenfalls voll den Nerv seines (erwachsenen) Publikums: Vor allem in Bayern avancierte Wer früher stirbt, ist länger tot binnen kürzester Zeit zum Geheimtipp und Kultfilm und mauserte sich zur erfolgreichsten deutschen Programmkino-Überraschung des Jahres 2006.

--Frank-Michael Helmke

Movieman.de

Eine schwarze Komödie mit einem 11-jährigen Protagonisten. Das mag ja erstmal spannend klingen, zumal es sich um einen Debutfilm handelt. Im Endeffekt ist "Wer früher stirbt, ist länger tot" auch gelungen, er hat nur einige Schwächen, die ihn dann doch nicht ganz so perfekt erscheinen lassen. Zum einen nimmt man dem jungen Protagonisten sein Verhalten,da nicht unbedingt altersgemäß, nur stellenweise ab und zum anderen kommen die Einschübe und Wendungen in der Handlung meist recht unmotiviert. Da hätte man am Drehbuch noch ein wenig basteln können. Auch geht der schwarze Humor nur stellenweise auf, denn die Bemühungen immer wieder neue, fiese "Gags" einzubauen, wirken irgendwie ein wenig wie von der Stange gekauft. Dennoch unterhält die Produktion hervorragend und ist an sich schon eine frische Idee.

Moviemans Kommentar zur DVD: Sowohl Bild als auch Ton geben sich harmonisch und abwechslungsreich. Optisch überwiegt Klarheit und Naturtreue, akustisch ein hübscher Mix aus Kulissentreue und Effektspiel. Die Extras bieten hingegen weniger und müssen mit zwei Trailern zum Film auskommen.

Bild: Optisch bietet die DVD einwandfreie Ansichten. Sowohl farblich kraftvoll und naturorientiert als auch schärfetechnisch äußerst präzise präsentiert sich das saubere Bild. Ab und an machen sich zwar kleinere Überbelichtungen bemerkbar (Rücken des karierten Hemdes, 00:06:12 oder Fenster hinten, 00:51:36), prinzipiell bestehen aber weniger Kontrastprobleme. Nicht nur in Detailaufnahmen zeichnen sich Feinheiten in Gesichtern hervorragend ab (Pickel, 00:06:49), auch Rauschen stellt, einmal abgesehen von dunkleren Einstellungen, wo es mild auf hellen Oberflächen vernommen werden kann (Wirtshauswand oben, 00:11:53) kaum ein Problem dar. Sauber arbeitet ebenfalls die Kompression. Kaum lässt sich leichtes Bildruckeln in schnellen Schwenks vernehmen und auch sonst bleibt das Bild durchweg klar.

Ton: Die in DD 5.1 und in Stereo vorliegenden Tonfassungen geben sich sowohl harmonisch als auch abwechslungsreich vital. Authentische Naturgeräusche (Regenplätschern, 01:17:57) finden sich genauso plastisch umgesetzt wie Effekte in Musik und Stimmen, die sich gerne in den verschiedenen Richtungen abwechseln (hallende Stimme von rechts, 00:45:11). Nicht nur die DD 5.1-Fassung, sondern auch die Stereoversion setzt die angenehmen Richtungswechsel motiviert ein, wobei ihr natürlich die Hintergrundaktivität des Surroundmixes fehlt, die aber nicht übermäßig dick, sondern eher solide ausfällt. Auch die Stimmen gliedern sich gut in das harmonische Gesamtkonzept ein, indem sie durch Klarheit überzeugen. Insgesamt eine runde Sache.

Extras: Da uns nur die Verleihfassung vorlag, folgen hier keine detaillierten Infos zum Bonusprogramm. Die vorliegende DVD beinhaltet den Original Kinotrailer (2:17 Min.) und einen nicht verwendeten Trailer (2:12 Min.). Außerdem bietet die Disc noch vier Programmtipps an. --movieman.de

VideoMarkt

Als der elfjährige Sebastian erfährt, dass die Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, löst dies bei ihm Alpträume und schwere Schuldgefühle aus. Ab sofort strebt er danach, sich von dieser "Schuld" zu befreien, um dem Fegefeuer zu entkommen. Und weil der Junge ein guter Katholik ist, beschließt er sein Problem mit ewigem Leben zu lösen. Der Stammtisch seines Papas weiß in diesem Punkt Rat: Eine neue Frau muss auf des Vaters Hof. Also macht sich Sebastian auf die Suche und findet in der Nachbarin eine vermeintliche Kandidatin.

Video.de

Herber Humor, hemdsärmelige Handgreiflichkeiten und hundsgemeiner Hintersinn, das sind die Grundsäulen, auf denen Marcus H. Rosenmüllers Langfilm-Debüt ruht. Im idyllischen Oberbayern, zwischen Himmel und Hölle siedelt er seine Brautschau an. Dabei vermengen sich die Genres spielerisch, trifft Dali'scher Surrealismus auf krachledernes Volkstheater, mischt sich Coming of Age mit Komödienstadl, während in der (geträumten) Unterwelt die Blechbläser dröhnen. Ein Heimatfilm der ganz anderen Art, zu Recht im Kino ein Hit.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

In Oberbayern angesiedelte Brautschau eines Elfjährigen für seinen Vater. Zwischen Coming-of-Age und Komödienstadl.

Kurzbeschreibung

Als der 11-jährige Sebastian zufällig erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Sebastian, der ein für sein Alter beeindruckendes Sündenregister vorzuweisen hat, fühlt sich fortan auch schuldig am Tod seiner Mutter. Da er, wie er meint, nach seinem Tode auf jeden Fall im Fegefeuer landen wird, setzt er alles daran, entweder unsterblich zu werden, oder sich von seinen Sünden reinzuwaschen. Die Stammtischler in der Wirtschaft seines Vaters stehen ihm dabei mit freundschaftlichem Rat zur Seite. Sebastians Übereifer führt jedoch nicht zum gewünschten Erfolg: ein gesprengter Hase, ein unsittlicher Antrag an seine Lehrerin Veronika, eine beinahe zu Tode gebrachte Greisin aus der Nachbarschaft das alles verbessert die Situation nicht gerade.

br-online.de, August 2006

"Souverän und voller Witz inszeniert der Regisseur eine umtriebige Lausbubengeschichte, mixt fantastisch-fiktive Elemente mit Rock'n'Roll und bajuwarischer Bodenständigkeit. Zu Recht erhielt Rosenmüller, der offensichtlich keine Scheu hat, Genre-Grenzen zu sprengen, auf dem diesjährigen Münchner Filmfest den hoch dotierten Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Regie. "Wer früher stirbt, ist länger tot" ist bestes bayerisches Volkstheater zwischen Fegefeuer und Allmachtsphantasien - authentisch, einfallsreich und herzerfrischend erzählt. Dieser Rosenmüller muss eine irre Kindheit gehabt haben."

br-online.de/bayern3, August 1,2006

"Eine Lausbubengeschichte, fantastisch und doch tief verwurzelt in der bayerischen Erde. Vogelwildes Bayerntainment!"

filmstarts.de, August 2006

"Dem Regisseur und Drehbuchautor ist ein Heimatfilm der etwas anderen Art geglückt, der sehr von dem ur-bayrischen Ambiente, den kauzigen Figuren, dem Dialekt und vielen, vielen Ideen profitiert. Und für die, die immer noch nicht überzeugt sind, den Film anzuschauen, noch einmal Rosenmüller auf die Frage "Warum sollte man den Film unbedingt sehen?" Antwort: "Ja, unbedingt wegen dieser einen Szene, der ganz Bestimmten, dieser einen da, Sie wissen schon, aber die verraten wir jetzt nicht" Na dann."

filmz.de, August 2006

"WER FRÜHER STIRBT IST LÄNGER TOT ist eine erfrischende, humorvolle Sommerkomödie mit Tiefgang und Herz. Regisseur Marcus H. Rosenmüller mischt in seinem fulminanten Debüt unterschiedliche Genres: Fiktion, Surrealismus und Realität. Die filmischen Elemente gehen nebeneinander einher und fügen sich zu einem wunderbaren Ganzen, gespickt mit Witz, Charme, einer großen Portion Frechheit und wahrem Sinn für die wichtigen kleinen Dinge des Lebens. Unterstützt von einem harmonischen Schauspiel-Ensemble ist eine lustvolle Komödie entstanden, die den Sommer rocken lässt."

prosieben.de, August 2006

"Mit viel Einfallsreichtum und Witz setzt sich der Regisseur mit dem ernsten Thema "Tod" auseinander. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, gelingt es Rosenmüller, aus den Augen eines Kindes die Welt der Erwachsenen zu erleben. Hierbei setzt er auf schöne Bilder und Kontraste und gleichzeitig auf Lebendigkeit. Ein Film, der mitreißt!"

Produktbeschreibungen

Germringen in Oberbayern: Nachdem der "Kandlerwirt" Lorenz (Fritz Karl) seit dem Tod seiner Frau mit den beiden Söhnen Sebastian (Markus Krojer) und Franz (Franz Xaver Brückner) nun schon einige Jahre allein lebt, mehren sich im Ort die Stimmen, dass es für ihn langsam an der Zeit wäre, sich eine neue Frau zu suchen. Und als der 11-jährige Sebastian mehr oder weniger zufällig erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen.

Sebastian, der ein für sein Alter beeindruckendes Sündenregister vorzuweisen hat, fühlt sich jetzt auch noch schuldig am Tod seiner Mutter. Da er, wie er nun meint, nach seinem Ableben auf jeden Fall im Fegefeuer landen wird, setzt er alles daran, sich von seinen Sünden reinzuwaschen - oder unsterblich zu werden. Am Stammtisch im Gasthof seines Vaters steht man ihm mit freundschaftlichem Rat zur Seite. Doch Sebastians Übereifer führt so gar nicht zum erhofften
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